EISHOCKEY: Der EVZ-Busbahnhof bei der Herti ist gerettet

Der EVZ-Busbahnhof neben dem Herti-Stadion wird in der beginnenden Saison 2008/09 wie bisher weitergeführt. Das Angebot an Gratis-Heimfahrten mit fahrplanmässigen und Extra-Bussen bleibt bestehen.

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Die EVZ-Fans können aufatmen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die EVZ-Fans können aufatmen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der EVZ teilte kürzlich mit, er müsse aus Kostengründen in der nun startenden Saison darauf verzichten, das bisherige Angebot an Gratis-Heimfahrten der ZVB-Busse jeweils nach dem Spielende anzubieten (siehe Artikelverweis). Diese Situation befriedigte niemanden: Insbesondere Jugendliche und deren Eltern zählen gemäss Medienmitteilung auf die bewährten Rückfahrtmöglichkeiten in die Zuger Gemeinden sowie Nachbargemeinden Sins, Arth-Goldau und Küssnacht.

Gemeinsame Interessen zählen
Ausgangspunkt der Situation war, dass sich alle Beteiligten, sowohl der EVZ als auch die öffentliche Hand, für die langfristige Weiterführung des bestehenden Angebots sehr interessierten. Alle sind davon überzeugt, dass ein kurzfristiger Finanzierungsengpass nicht dazu führen darf, dass ein bewährtes Angebot abrupt gestoppt wird. Diskutiert wurde deshalb die langfristige Sicherung dieses Busangebots. Der EVZ zeigte sich bereit, mittel- und längerfristig in eigener Verantwortung für die Gratis-Busse besorgt zu sein. Einzig für die nun beginnende Saison sah er keine Möglichkeit, dieses Angebot allein zu finanzieren.

Lösung in letzter Minute gefunden
Die Beteiligten fanden nun, kurz vor Beginn der Saison mit dem ersten Spiel am kommenden Freitag, am durch Regierungsrat Matthias Michel initiierten runden Tisch eine Lösung für die aktuelle Saison 2008/09. Die Gratis-Rückfahrten und der EVZ-Busbahnhof beim Herti-Stadion sind gesichert. Die Gemeinden sind bereit, für die fehlende Finanzierung einzuspringen: Sie verdoppeln ihre bisherigen Beiträge an den EVZ-Busbahnhof von  35'000 Franken einmalig auf rund 70'000 Franken insgesamt. Die Gemeinden zeigten sich zu diesem Schritt bereit, weil sie ab der nächsten Saison 2009/10 vollständig von der Mitfinanzierung entlastet werden und der EVZ die Weiterführung seines Busbahnhofes während mehrerer Jahre in eigener Verantwortung zugesichert hat.

Der Regierungsrat seinerseits berücksichtigt die erschwerte Situation, die während der Bauzeit des neuen Stadions für den Trainings- und Spielbetrieb des EVZ entsteht. Zugunsten des EVZ-Nachwuchses gewährt der Regierungsrat deshalb einen einmaligen Beitrag von 30'000 Franken aus dem Sport-Toto-Fonds als Beitrag an die Kosten der Eismiete für die beiden Saisons 2008/09 und 2009/10.

scd