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EISHOCKEY: Der Stier bezwingt den Löwen

Der EV Zug gleicht gegen die ZSC Lions zweimal einen Rückstand aus und behält die Nerven im Penaltyschiessen. Somit gewinnen die Zentralschweizer fünf der letzten sechs Quali-Spiele.
Daniel Gerber
Lachende Gesichter: Die Zuger feiern den hart erkämpften Sieg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 28. November 2017))

Lachende Gesichter: Die Zuger feiern den hart erkämpften Sieg. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 28. November 2017))

Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

Mehr und mehr Pfiffe gellen durch das Stadion. Denn immer wieder schauen sich die beiden Linienrichter Stany Gnemmi und Peter Küng eine Szene an – der Eintritt der Powerplay-Formation in die Zürcher Defensivzone. Dann ist der Entscheid gefällt: kein Abseits. Der 3:3-Ausgleich der Zuger ist rechtens. Vorangegangen war ein listiger Abschlussversuch von Viktor Stalberg, den Abpraller drosch Garrett Roe aus spitzem Winkel zum Gleichstand ins Netz.

Im «Z-Duell» zeigten die beiden Equipen eine spektakuläre Torfolge (0:1, 2:1, 2:3, 3:3) und regelmässige Emotionsentladungen mit nicht weniger als sechs Rudelbildungen in den ersten beiden Dritteln. Ein Schelm, wer dies den beiden Vereinswappentieren zuschreibt. Bekanntlich trägt Zug einen Stier auf dem Logo spazieren, während die Zürcher mit einem Löwen unterwegs sind. Sehr viele gute Sachen habe man gemacht, sagte EVZ-Stürmer Reto Suri später, «aber in zu vielen Phasen trafen wir falsche Entscheide». Er sprach von einem Auf und Ab, das nicht geschehen dürfe.

Martschini und Stalberg treffen per Penalty

Die beiden Teams duellierten sich auf Augenhöhe. Während die ZSC Lions die vier Ausländer auf drei Linien verteilten (zwei Center, zwei rechte Flügel), bündelte der EV Zug seine «Imports» in zwei Formationen (zwei Center, je ein linker und rechter Flügel).

Der Triumph der Zentralschweizer ist umso bemerkenswerter, wenn in Betracht gezogen wird, dass die Zürcher Löwen zehn der letzten zwölf Qualifikationsspiele für sich entschieden haben, während sich Zug im gleichen Zeitraum achtmal geschlagen geben musste – allerdings wurden die vier Siege in den letzten fünf Matches eingefahren, womit Zug mit dem gestrigen Erfolg nun fünf seiner letzten sechs Ernstkämpfe in der Qualifikation siegreich gestalten konnte.

Die Zuger behielten im Penaltyschiessen die Nerven. Keck bremste Lino Martschini leicht ab und hob die Scheibe unter die Latte. Ähnlich platzierte Viktor Stalberg die Scheibe. Eine starke Leistung lieferte zudem EVZ-Keeper Tobias Stephan, der die durchaus variantenreichen Abschlussversuche der Zürcher samt und sonders parierte.

Fast ein Duell der beiden Farmteams

Beide Mannschaften führen gegenwärtig zahlreiche Spieler auf ihrer Verletztenliste. Beim EV Zug fehlen unter anderem die tragenden Abwehrathleten Robin Grossmann, Timo Helbling, Johan Morant und Dominik Schlumpf. Nicht weniger als sechs Spieler des gestrigen Line-ups stammen im Grunde aus dem diesjährigen Kader der EVZ Academy (die übrigens gestern ebenfalls ein Heimspiel bestritt, in der 44. Minute gegen den HC La Chaux-de-Fonds 0:4 zurücklag und zuletzt mit 6:4-Toren siegte, was in der Bossard-Arena mit grossem Applaus quittiert wurde). Sportchef Reto Kläy bestätigt, dass ohne das Swiss-League-Team diese sechs Sportler wohl gestern Abend noch nicht ganz so weit gewesen wären, dass ein Einsatz in dieser Form möglich gewesen wäre. Das Duell der beiden Klubs war auch (fast) ein ­Duell der Farmteams, weil die ZSC Lions fünf Spieler aus dem GCK-Lions-Kader mit dabei hatten (die gestern 1:2 gegen den HC Thurgau verloren).

Man helfe den jungen Spielern, sagte Reto Suri nach dem Spiel. «Wir können nicht warten bis die Verletzten zurück sind.» Wer auch immer aus dem Line-up falle: «Wir haben gesehen, dass wir zu Punkten kommen können.»

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