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EISHOCKEY: Der Zuger Widerstand wird belohnt

Der EV Zug holt bei den ZSC Lions drei wertvolle Auswärtspunkte. Das Team von Trainer Harold Kreis zeigt eine starke Leistung über alle vier Linien und lässt sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht beeindrucken.
Carl Klingberg, Reto Suri und Raphael Diaz jubeln nach dem Tor zum 2:3. (Bild: Andy Mueller/freshfocus (Zürich, 19. Dezember 2017))

Carl Klingberg, Reto Suri und Raphael Diaz jubeln nach dem Tor zum 2:3. (Bild: Andy Mueller/freshfocus (Zürich, 19. Dezember 2017))

Daniel Gerber, Zürich

sport@luzernerzeitung.ch

Grosses Tennis von Carl Klingberg: Er lenkte den Distanzschuss von Johan Morant unhaltbar und halbhoch mit dem Stock zum Game-Winnig-Goal (3:2) in die Maschen. Damit rissen die Innerschweizer die Führung wieder an sich, die davor bereits 31 Minuten (7. bis 38. Minute) angedauert hatte, nach einem Treffer von Lino Martschini: Hart, schnell und präzis gegen die Richtung, in welche sich ZSC-Lions-Keeper Niklas Schlegel verschob, versenkte er den Puck mit voller Wucht aus der Distanz, nachdem Garrett Roe die Scheibe mit viel Übersicht von hinter dem aus Tor vorgelegt hatte.

Die Zürcher zeigten ein ebenso intensives wie vorerst vergebliches Aufbäumen gegen den frühen Rückstand. Mehrfach waren Blitz-Paraden und schnelle Seitenverlagerungen von EVZ-Schlussmann Tobias Stephan nötig, um den Ausgleich zu verhindern – insbesondere bei den beiden Unterzahlsituationen im Startdrittel.

Hat jetzt auch Roe sein Büro?

Stand Hockey-Legende Wayne Gretzky einst auf dem Eis, wurde die Region hinter dem Tor als «Waynes Office» bezeichnet, weil er von dort aus das Spiel orchestrierte. So wie Garrett Roe, denn auch den zweiten Zuger Treffer leitete er aus dieser Zone heraus ein, diesmal mit einem Pass auf den nahen Viktor Stalberg, der auf 2:0 erhöhte. Doch sein Büro sei das nun dennoch nicht. «Dieser Begriff gehört nur einer Person – Wayne Gretzky», bekräftigte Roe nach dem Spiel. Trotz der beiden Vorlagen aus diesem Raum? «Ja. Erst wenn ich 2900 Punkte in der National League gesammelt habe.» Die Tore seien entstanden, «weil man mit der Zeit weiss, wo die Jungs stehen. Man spielt dahin, und zweimal standen sie am richtigen Ort».

Just als bei den ZSC Lions Ratlosigkeit aufkam, wies deren Coach Hans Wallson den Weg via Time-out. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn rund fünf Minuten später trugen Roman Wick und Drew Shore den Rückstand der Zürcher ab. Die Innerschweizer zeigten sich aber gut auf das Heimteam eingestellt. Verschiedentlich zeigte der EVZ längere Angriffsperioden. Und gegen den variantenreichen Angriffskanon der Lions bot die nach wie vor dezimierte Abwehr nachhaltigen Widerstand – und sicherte so den ersten EVZ-Sieg im Hallenstadion seit November 2012.

Dies, obschon Linienumstellungen vorgenommen werden mussten – weil David McIntyre jeden Moment Vater werden kann, amtete Timothy Kast an seiner Stelle als Center in der zweiten Sturmlinie. Die vier Ausländerpositionen verteilten sich gleich über drei Linien; Garrett Roe und Viktor Stalberg in der ersten, Carl Klingberg in der zweiten und Josh Holden in der vierten. EVZ-Trainer Harold Kreis: «Wir haben ein gutes Spiel gespielt und uns auch durch den Ausgleich nicht beirren lassen. Es sind drei verdiente Punkte.»

Academy und GCK Lions hinterlassen Spuren

Nicht weniger als elf Spieler des gestrigen ZSC-Lions-Kaders stammten aus dem eigenen Nachwuchs, darunter die komplette dritte und vierte Sturmlinie. Diese durchliefen die ausgefeilte Schule des langjährigen Swiss-League-Teams GCK Lions. Diesbezüglich ist die EVZ Academy, die inzwischen die zweite Saison in der Swiss League spielt, ebenfalls auf Kurs: Am Dienstagabend wurden fünf Spieler eingesetzt, welche in dieser Saison über einen Academy-Vertrag verfügen; Tobias Fohrler, Fabian Haberstich, Josh Holden, Thomas Thiry und Yannick Zehnder.

Auf den EVZ wartet nun vor Weihnachten ein Berner-Doppelpack: am Freitag das Duell gegen den SC Bern, und am Samstag folgt das Kräftemessen mit den SCL Tigers.

ZSC Lions – Zug 2:3 (0:1, 2:1, 0:1)

8089 Zuschauer. – SR Prugger/Wiegand, Altmann/Wüst. – Tore: 7. Martschini (Roe, Stalberg) 0:1. 27. Stalberg (Roe) 0:2. 34. Wick (Suter, Seger) 1:2. 38. Shore (Pettersson, Suter) 2:2. 45. Klingberg (Morant) 2:3. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 3-mal 2 Minuten gegen Zug.
ZSC Lions: Schlegel; Sutter, Geering; Klein, Phil Baltisberger; Karrer, Seger; Guerra; Wick, Korpikoski, Shore; Pettersson, Suter, Herzog; Chris Baltisberger, Schäppi, Bachofner; Ulmann, Prassl, Hinterkircher.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Morant; Schlumpf, Leeger; Fohrler; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, Kast, Suri; Schnyder, Diem, Lammer; Zehnder, Holden, Senteler.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Miranda (U20), Blindenbacher, Nilsson, Sjögren, Flüeler, Marti, Künzle, Kenins und Pestoni. Zug ohne Helbling, Grossmann (alle verletzt), McIntyre (private Gründe) und Geisser (U20). – Pfostenschüsse: 11. Korpikoski, 38. Roe 57. Herzog. – Timeout ZSC Lions (33.). – ZSC ab 58:40 ohne Goalie.

National League

ZSC Lions – Zug 2:3. Genève-Servette – Ambri-Piotta 4:2. SCL Tigers – Biel 1:4. Bern – Kloten 2:0. Lugano – Davos 3:4. Lausanne – Fribourg-Gottéron 1:5.
Morgen, 19.45: Genève – Kloten. – Freitag, 19.45: Zug – Bern. Davos – SCL Tigers. Fribourg – Ambri. Kloten – Lugano. ZSC Lions – Genève.

1. Bern 32 19 5 4 4 115:68 71
2. Lugano 32 18 2 1 11 110:82 59
3. Zug 31 13 6 2 10 95:80 53
4. Davos 33 16 1 3 13 95:104 53
5. Biel 34 14 4 3 13 98:93 53
6. ZSC Lions 33 13 5 3 12 101:90 52
7. Fribourg-Gottéron 32 14 1 5 12 84:95 49
8. Genève-Servette 33 11 5 5 12 83:91 48
9. SCL Tigers 33 11 5 3 14 90:95 46
10. Lausanne 33 11 3 4 15 95:109 43
11. Ambri-Piotta 33 9 1 5 18 85:110 34
12. Kloten 33 5 4 4 20 71:105 27

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