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EISHOCKEY: Die wilde Odyssee des Michal Repik

Michal Repik trainierte gestern erstmals mit dem EVZ. Zug ist für den Tschechen die achte Station innerhalb von fünf Jahren.
Michal Repik (an der Scheibe) trainierte gestern erstmals mit seinem neuem Team: Noch ist nicht sicher, ob der Tscheche heute für die Zuger im Heimspiel gegen Biel aufläuft. (Bild Maria Schmid)

Michal Repik (an der Scheibe) trainierte gestern erstmals mit seinem neuem Team: Noch ist nicht sicher, ob der Tscheche heute für die Zuger im Heimspiel gegen Biel aufläuft. (Bild Maria Schmid)

Nicola Berger

Eigentlich sollte Michal Repik (26) jetzt ja zu Hause sein, in Prag. Zwischen 2012 und 2014 stürmte er für Lev Prag in der KHL. Repik spielte meist in der dritten oder der vierten Linie, 13 Minuten pro Abend, aber das machte ihm nichts aus, das Leben war in Ordnung: In der eigenen Stadt arbeiten, hin und wieder ein paar Reisen, ordentliche Skorerwerte. Im Playoff gehörte Repik zu den auffälligsten Figuren; auch dank seiner zehn Skorerpunkte schaffte es Lev bis ins siebte Finalspiel, ehe Magnitogorsk die Titelträume zerstörte.

Ein neuer Zweijahresvertrag tröstete Repik über die Enttäuschung des verpassten Meistertitels hinweg, doch die Herrlichkeit währte nicht lange: Nach dem Ausstieg zweier Sponsoren stellte Lev im Juli den Spielbetrieb ein. Nach wochenlanger Klubsuche schloss sich Repik den Lahti Pelicans an, aber andere Angestellte landeten weniger weich: Ein Masseur blieb bis im Dezember arbeitslos. Repik sagt: «Das war keine angenehme Erfahrung.»

Über seinen Abstecher nach Zug möchte Repik dereinst positiver berichten können, dieses Unterfangen erhielt gestern aber bereits einen ersten Dämpfer: Coach Harold Kreis kündigte an, Repik gegen den EHC Biel womöglich nicht einzusetzen. Er sagte: «Ich bin mir nicht sicher, ob ich Michal einen Gefallen machen würde, wenn ich ihn gleich ins kalte Wasser würfe. Er hatte nur ein einziges Training mit uns.»

Ein Verzicht auf Repik würde überraschen, schliesslich steht der gesperrte Center Josh Holden (37) nach heutigem Stand der Dinge bereits am nächsten Dienstag wieder zur Verfügung. Auch Repik, bei Lahti zuletzt Topskorer, mochte sich mit der Rolle des Zuschauers nicht wirklich anfreunden, er stellte sich auf den Standpunkt: «Ich bin bereit und möchte spielen.»

Michal Repik, wie haben Sie die ersten Stunden in Zug erlebt?

Michal Repik: Es war stressig, aber ich bin froh, dass es mit dem Transfer geklappt hat.

Sie wechseln von einem Team, das die Playoffs verpasst hat, zu einem Titelanwärter ...

Repik: Genau, das ist ein ziemlich guter Tausch (lacht).

Was wissen Sie über die NLA?

Repik: Nicht viel, um ehrlich zu sein. Ich weiss, dass das Tempo hoch ist und es viele kanadische Spieler gibt.

Sie haben für die kommende Saison noch keinen Vertrag. Ist die Schweiz für Sie auch ein Schaufenster?

Repik: Klar, ich hoffe, dass ich mich präsentieren kann.

War ein Wechsel in die tschechische Liga nach der Pleite von Lev Prag kein Thema?

Repik: Nein, so ein Transfer käme für mich zu früh. Ich möchte die Welt sehen, mich Herausforderungen stellen.

Sie wurden 2007 von Florida bereits in der zweiten Runde gedraftet. Warum hat es mit der NHL-Karriere nicht ganz geklappt?

Repik: Es hatte viele Gründe. Ich wurde oft zwischen der AHL und NHL hin- und hergeschoben. Der Manager, der mich gedraftet hatte, wurde wenig später entlassen. Kurz: Ich war nicht zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

In Lahti waren Sie zuletzt Topskorer ...

Repik: Ja, ich erhielt viel Verantwortung und spielte teilweise mehr als 20 Minuten pro Abend. Für meine Entwicklung war das optimal, ich hatte eine viel prägendere Rolle als bei Lev.

Im Mai findet in Prag die WM statt. Rechnen Sie sich Chancen aus?

Repik: Eine schwierige Frage. Ich war im Dezember bei einem Zusammenzug dabei, aber ob ich fürs WM-Camp aufgeboten werde? Ich weiss es nicht. Ein Ziel wäre es schon. Die WM im eigenen Land: Das ist momentan für jeden tschechischen Eishockeyspieler der grosse Traum.

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