Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EISHOCKEY: Doppeltes Glück für Klingberg

Der EV Zug revanchiert sich gegen Fribourg-Gottéron und gewinnt 2:1 nach Verlängerung. Carl Klingberg erzielt den Siegtreffer. Der Schwede hat noch einen weiteren Grund zur Freude.
Sven Aregger
Carl Klingberg (rechts) bejubelt mit EVZ-Teamkollege Dominik Schlumpf seinen Siegtreffer. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 16. Januar 2018))

Carl Klingberg (rechts) bejubelt mit EVZ-Teamkollege Dominik Schlumpf seinen Siegtreffer. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 16. Januar 2018))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Am Samstag in Fribourg kassierte der EV Zug die höchste Saisonniederlage. Das 0:6 gab den Zentralschweizern zu denken, sie waren im Stolz verletzt. Eine solche Erfahrung kann im Hinblick auf die Playoffs aber auch lehrreich sein, gerade für die zuletzt erfolgsverwöhnten Zuger. Die Frage war, ob sie die richtigen Schlüsse daraus würden ziehen können. Gestern bot sich die Chance zur Wiedergutmachung gegen Gottéron. Und die nutzte der EVZ mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung. Carl Klingberg erzielte den Siegtreffer.

Für den Schweden ist das aber nicht der einzige Grund zur Freude. Wie sein Landsmann Viktor Stalberg, der den Assist zum entscheidenden Tor beisteuerte, steht er im gestern bekannt gewordenen Aufgebot für die Olympischen Spiele. Powerflügel Stalberg, mit 18 Toren einer der besten Goalgetter in der National League, konnte mit der Nomination rechnen. Klingbergs Berücksichtigung ist eher überraschend, zumal er beim letzten Zusammenzug in Moskau nicht dabei war. «Die Nomination war eine erfreuliche Neuigkeit für mich», sagte Klingberg, der davon am vergangenen Wochenende erfahren hatte. «Ich dachte nicht, dass meine Chancen allzu gross sind.»

Klingberg lässt sich nicht auf Skorerpunkte reduzieren

Allerdings wissen die Schweden, was sie am robusten Stürmer haben. Er gehörte zum Weltmeisterkader 2017. Mit auffälligen Leistungen in den letzten Wochen hat er sich das Aufgebot verdient. Aber Klingberg will sich nicht auf Skorerpunkte reduzieren lassen: «Dafür stehe ich nicht. Ich bin nicht so elegant und technisch beschlagen wie Lino Martschini oder Garrett Roe. Ich versuche einfach, dem Team in jeder Situation zu helfen.» Sportchef Reto Kläy freut sich für die beiden Schweden und meinte schmunzelnd: «Es zeigt, dass wir nicht so schlechte Ausländer haben.» Schon länger ist klar, dass EVZ-Topskorer Roe für die USA am Turnier teilnimmt. Am 22. Januar wird bekannt, welche Zuger für die Schweiz nach Südkorea reisen. Neben dem gesetzten Captain Raphael Diaz sind Verteidiger Dominik Schlumpf, Goalie Tobias Stephan und Stürmer Lino Martschini die aussichtsreichsten Kandidaten.

Auch diesmal konnten die Zuger gegen Gottéron nicht restlos überzeugen, selbst wenn sie disziplinierter und entschlossener auftraten als am Samstag – die deutliche Niederlage schien doch Spuren hinterlassen zu haben. Vor allem bei der nicht immer sattelfesten Abwehr war eine gewisse Verunsicherung spürbar. So brauchte es die eine oder andere Glanztat von Goalie Tobias Stephan, um einen Rückstand zu verhindern. Aber auch sein Gegenüber Barry Brust hielt den Kasten lange dicht. Die zwei Tore in der regulären Spielzeit fielen im Powerplay. Für Zug hatte Schlumpf getroffen.

Beide Teams leisteten sich zudem viele Fehler im Aufbau. «Es war kein flüssiges Spiel», bilanzierte EVZ-Trainer Harold Kreis. «Aber Sieg ist Sieg. Wir freuen uns über die zwei Punkte.»

Telegramm/Rangliste:

Zug - Fribourg-Gottéron 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.

6448 Zuschauer. - SR Dipietro/Wehrli, Küng/Obwegeser. - Tore: 31. Schlumpf (Suri/Ausschluss Rossi) 1:0. 33. Rossi (Rathgeb, Fritsche/Ausschluss Suri) 1:1. 65. (64:07) Klingberg (Stalberg) 2:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Roe; Cervenka.

Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Diaz, Morant; Helbling, Geisser; Leeger; Thiry; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Schnyder, Zehnder, Senteler; Haberstich, Kast, Forrer.

Fribourg-Gottéron: Brust; Holös, Abplanalp; Rathgeb, Chavaillaz; Maret; Kühni; Rossi, Bykow, Cervenka; Mottet, Meunier, Birner; Fritsche, Schmutz, Marchon; Neuenschwander, Chiquet.

Bemerkungen: Zug ohne Diem, Lammer (beide gesperrt) und Grossmann. Fribourg ohne Rivera, Schilt, Kienzle, Sprunger, Vauclair, Waeber, Glauser (alle verletzt), Stalder und Slater (beide gesperrt). - 59. Lattenschuss Meunier. - Timeout Zug (63.).

Rangliste: 1. Bern 40/84. 2. Zug 40/71. 3. Biel 40/69. 4. Lugano 40/68. 5. Davos 40/64. 6. ZSC Lions 40/62. 7. Fribourg-Gottéron 40/60. 8. Genève-Servette 41/60. 9. Lausanne 39/53. 10. SCL Tigers 40/52. 11. Ambri-Piotta 40/41. 12. Kloten 40/36. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.