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EISHOCKEY: Ein Zuger Abend nach Drehbuch

Dem EV Zug gelingt ein Abend nach Mass: Gegen ein harmloses Servette gibt es den dritten Sieg in Serie, Stephan feiert einen Shutout – und Bürgler erzielt sein erstes Saisontor.
Auch Servettes Marco Pedretti musste feststellen: An Tobias Stephan gab es am Samstag kein Vorbeikommen – der EVZ-Goalie wehrte aller 40 Abschulussversuche des Gegners ab. (Bild: EQ / Gonzalo Garcia)

Auch Servettes Marco Pedretti musste feststellen: An Tobias Stephan gab es am Samstag kein Vorbeikommen – der EVZ-Goalie wehrte aller 40 Abschulussversuche des Gegners ab. (Bild: EQ / Gonzalo Garcia)

Nicola Berger

Landauf, landab betont jeder, der auch nur entfernt etwas mit Profi-Mannschaftssport zu tun hat, wie wichtig ein guter Saisonstart ist. Das Bonmot hatte es auch ins Vokabular der Protagonisten des EV Zug geschafft. Und weil den Zugern die Umsetzung so wichtig war, hatten sie sich selbst nach dem freitäglichen Prestigeerfolg in Bern (3:2) in Selbstkritik geübt. Das war wichtig, denn in der Vergangenheit ist es oft genug ein Zuger Problem gewesen, dass eine starke Darbietung vom Freitag am Samstag nicht bestätigt werden konnte.

Gestern war das anders, dank einem 3:0-Sieg errang der EVZ aus dieser Doppelrunde das Punktemaximum von sechs Zählern und festigte seinen Platz in der Kopfgruppe der Liga.

Bürglers Befreiungsschlag

Der Erfolg über ein sehr harmloses Servette war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Jarkko Immonen traf nach acht Minuten in Überzahl zur Führung, und als Dario Bürgler in der 17. Minute mit einem satten Schuss unmittelbar nach einem Bullygewinn Diems nachdoppelte, war die Partie entschieden. Für Bürgler kam der Treffer einem Befreiungsschlag gleich: Es war das erste Saisontor des Schwyzers, der von Coach Harold Kreis in dieser Woche nach schwachen Darbietungen aus der ersten in die vierte Linie relegiert worden war.

Wer mit einer Genfer Reaktion auf die Zuger Tore gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Der kanadische Coach Chris McSorley war zu Umstellungen gezwungen worden, weil am Vorabend bei der 1:3-Heimniederlage gegen Lausanne die Angreifer Noah Road und Cody Almond verletzt ausfielen. McSorley reagierte, indem er die Ausländer Tom Pyatt, Matt Lombardi und Matt D’Agostini in einer Linie zusammenfasste, die Massnahme verpuffte indes wirklungslos – das Trio liess jegliche Durchschlagskraft vermissen.

Das bislang beste Spiel gekrönt

Stattdessen krönte Pierre-Marc Bouchard seinen bisher besten Auftritt dieses Herbstes mit dem Schlusspunkt zum 3:0 (42.). Die finalen Minuten waren nur noch darum von Interesse, weil die Frage beantwortet werden musste, ob EVZ-Goalie Tobias Stephan erstmals in dieser Saison zu null spielen würde. Der Zürcher tat es, parierte 40 Abschlüsse, wurde aber deutlich weniger gefordert als am Freitag in Bern – die Genfer Schussqualität liess meist zu wünschen übrig. Es war der sechste Shutout Stephans, seit er 2014 von Servette nach Zug wechselte. Bemerkenswert: Bisher ist es Stephan ausschliesslich in der Bossard-Arena gelungen, sich nie überwinden zu lassen.

Gespräche mit Ramholt

Für den gestrigen Shutout wurde Stephan nicht nur damit belohnt, im Liga-Ranking in Sachen Abwehrquote die Spitze zu übernehmen, sondern auch mit einem zusätzlichen freien Tag – Trainer Kreis sagte das Training vom Montag ab. Der Coach sagte: «Die Vorbereitung war lang und hart, die Spieler haben sich eine Pause verdient.»

So läuft das, wenn man einen gelungen Start aufs Eis zaubert. Der Verteidiger Tim Ramholt sagte: «Wir lehnen uns nicht zurück. Aber natürlich ist es angenehmer, wenn man nicht schon das Messer am Hals hat.»

Dem Nationalspieler kommt die zusätzliche Freizeit gelegen: Sein Vertrag läuft aus, von Seiten des EVZ ist ihm signalisiert worden, dass man in der kommenden Woche erste Gespräche aufnehmen will. Für den 30-Jährigen ist die Situation komfortabel: Einmal mehr befinden sich kaum überdurchschnittliche Abwehrspieler auf dem Markt.

Hinweis

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