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EISHOCKEY: Erster Auftritt der neuen Mannschaft

Das neu formierte NLB-Team der EVZ Academy hat sein erstes Testspiel gewonnen. Was erwartet der Verein von der bevorstehenden Premierensaison?
Michael Wyss
Florian Schmuckli, Fabio Arnold und Marc Steiner (von links) freuen sich über einen Treffer im ersten Testspiel gegen Thurgau. (Bild Stefan Kaiser)

Florian Schmuckli, Fabio Arnold und Marc Steiner (von links) freuen sich über einen Treffer im ersten Testspiel gegen Thurgau. (Bild Stefan Kaiser)

Michael Wyss

Die Vorfreude auf die neue Eishockeysaison ist riesig. Das zeigte der Aufmarsch in der Academy-Arena (Trainingshalle) in Zug anlässlich des ersten Testspiels des neuen NLB-Teams des EV Zug. 415 Besucher konnten den Vergleich mit dem Ligakonkurrenten Thurgau miterleben. Die Zuger gewannen mit 4:3. «Das war schon mal gute Werbung. Ich habe schon viel Positives gesehen», freute sich Lars Weibel, der Leiter der Hockey Academy im EVZ. Nach dem ersten Drittel führten die Gastgeber mit 2:0. Beeindruckend war vor allem, wie keck das Team von Cheftrainer Björn Kinding und Assistenztrainer Marcel Jenni gegen die langjährige NLB-Equipe aufspielte: mit viel Respekt, jedoch ohne Angst. Die Zuger zeigten sich unerschrocken und verstanden es von Beginn weg, ihre physische Präsenz einzusetzen. Sie suchten die Zweikämpfe, praktizierten ein Forechecking, und das schnelle Umschalten von der Defensive auf Offensive und umgekehrt funktionierte schon ansprechend. Die Treffer erzielten Kläy, Schliess, Zehnder und Haberstich.

Das Trainerduo Kinding (ehemaliger Zuger NLA-Trainer) und Jenni (ehemals Spieler von Lugano, Färjestad BK und Kloten) harmonierte schon ganz gut. Die beiden kommunizierten viel miteinander, suchten auch immer wieder das Gespräch mit einzelnen Spielern. Zum Einsatz kam auch vermehrt die Taktiktafel, wo Spielzüge aufgezeichnet wurden. Das nächste Testspiel bestreitet die Mannschaft heute bei der NLB-Mannschaft der GCK Lions (17.00, Kebo Zürich-Oerlikon).

Zurückhaltender Lengwiler

Dem EVZ-CEO Patrick Lengwiler dürfte gefallen haben, was er im ersten Spiel zu sehen bekam. Er hielt sich in seiner Beurteilung vage: «Ein positiver Start ist immer wichtig, auch wenn es nur ein Testspiel war. Wo wir sportlich stehen, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Die nächsten Wochen werden sicher Aufschluss darüber geben. Ich gönne dem Team jedoch diesen Erfolg.» Die Frage nach der sportlichen Zielsetzung in der Meisterschaft wollte der CEO nicht beantworten. Ihm war jedoch folgende Aussage zu entlocken: «Es ist klar, dass wir in der NLB eine gute Figur abgeben und in der Liga bestehen wollen. Wir wollen attraktives Hockey spielen und unserem Publikum Freude bereiten. Um die Playoffs mitzuspielen, wäre sicher reizvoll und super für den gesamten Verein. Daraus mache ich kein Geheimnis.» Da es während dreier Jahre keinen sportlichen Absteiger aus der NLB geben wird und man unbelastet in die Saison starten kann, müsste eigentlich genau dieses ehrgeizige Ziel verfolgt werden. Der EVZ-Sportchef Reto Kläy sagt dazu: «In diesem Team hat jeder Spieler die Möglichkeit, sich mit guten Leistungen für höhere Aufgaben zu empfehlen und die Aufmerksamkeit auf seine Person zu lenken. Dieses Farmteam des EV Zug soll ja auch Sprungbrett für die jungen und talentierten Spieler sein. Von daher ist es ja im Interesse jedes Einzelnen, mit dieser Mannschaft erfolgreich zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass uns dieses Team viel Freude bereiten wird.»

Das Ziel der Academy ist es, jungen Spielern in der NLB die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen und Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln und ihnen so den Sprung in die erste Mannschaft zu ermöglichen. Damit soll die Lücke zwischen den Elite-Junioren und der NLA geschlossen werden. Lars Weibel sagt dazu: «Wir verfolgen das Ziel, in Zukunft dieses NLB-Team mit jungen Spielern zu bestücken. Ideal wäre natürlich, wenn eine Rekrutierung mit Akteuren ausschliesslich aus dem eigenen Nachwuchs gelingen würde. Das ist jedoch noch Zukunftsmusik.» Um genügend Spieler für die erste NLB-Saison zu haben, wurde im Frühling ein zweitägiges Try-out organisiert. Zum öffentlichen Probetraining wurden verschiedene Spieler im Alter von 17 bis 23 Jahren eingeladen, von einem Expertenteam beobachtet und einem medizinischen Test unterzogen. Wer überzeugte, ist mit einem Vertrag ausgestattet worden.

Ein A-Nationalspieler im Kader

Das Team setzt sich aus vielen Spielern zusammen, die in der Schweiz im Nachwuchs auf höchstem Level spielten. Das Gros stellt der EVZ mit ehemaligen Elite-Junioren. Viele der Akteure, die in der Region verwurzelt sind, standen letzte Saison auch in Juniorenligen auf nordamerikanischen Eis im Einsatz. Mit dem Franzosen Anthony Rech (23) und dem Slowaken Richard Rapac (29) wurden zudem zwei ausländische Stürmer engagiert. Rech war letzte Saison bester Skorer in der höchsten französischen Liga bei Gap mit 35 Skorerpunkten und wurde zuvor mit Rouen viermal französischer Meister, wo er unter anderem unter seinem jetzigen Trainer Kinding schon spielte. Er ist Nationalspieler Frankreichs (60 Einsätze).

Warum sind die Talente weg?

Rapac stürmte letzte Saison für den slowakischen Traditionsverein Poprad und war in der Regular Season mit 34 Punkten zweitbester Skorer seines Teams. Zwischen den Jahren 2012 und 2016 kam er zu einigen Einsätzen in der slowakischen Nationalmannschaft. Kläy: «Mit ihnen beiden haben wir zwei ehrgeizige Stürmer verpflichtet, die viel Erfahrung mitbringen und eine ideale Ergänzung sind – der Mix stimmt.» Dass die Equipe sehr jung ist, zeigt das Durchschnittsalter, das zwischen 20 und 22 Jahren liegt.

Nicht im B-Kader figurieren hingegen die 18-jährigen Livio Stadler (Verteidiger) und Dominik Volejnicek (Stürmer), die beiden eigenen Talente. Sie zieht es nach Schweden in die Eliteliga: Stadler geht zu Lulela, und Volejnicek versucht sein Glück bei Malmö. Kläy sagt zu diesem Schritt: «In ihrer persönlichen Entwicklung ist dieser Entscheid, ins Ausland zu wechseln, sicher richtig und nur vorteilhaft. Wir werden die beiden natürlich beobachten und auf dem Radar behalten. Wichtig ist, dass sie viel Spielpraxis erhalten und neue Erfahrungen sammeln können.»

Bildergalerie: Mehr Impressionen vom Match finden Sie unter www.zugerzeitung.ch/bilder

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