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EISHOCKEY: Erstes Saisonziel bereits verfehlt

Wie schon im Vorjahr bleibt der EVZ in der ersten K.-o.-Runde der Champions League hängen. Die Zuger verlieren gegen Brünn diskussionslos mit 2:5. Für Lino Martschini kommt die Pause zum richtigen Zeitpunkt.
Marco Morosoli
Emotion und Frustration beim EV Zug (blaue Trikots): Tobias Fohrler (Mitte) und Johann Morant (rechts) müssen von den Schiedsrichtern zurückgehalten werden. (Bild: Vedi Galijas/Freshfocus (Zug, 7. November 2017))

Emotion und Frustration beim EV Zug (blaue Trikots): Tobias Fohrler (Mitte) und Johann Morant (rechts) müssen von den Schiedsrichtern zurückgehalten werden. (Bild: Vedi Galijas/Freshfocus (Zug, 7. November 2017))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Verzweifelt rennen die Zuger seit fast einem Monat einem Erfolgserlebnis hinterher – vom Sieg im Schweizer Cup gegen Kloten einmal abgesehen. Die Zentralschweizer stecken in einem langen Tunnel und verpassen laufend die sich regelmässig folgenden Sicherheitsstollen darin, die ans Licht führen würden.

Erstaunlich: Im EVZ-Umfeld ist es ruhig wie in der Kirche. Aktionismus ist bis anhin keiner auszumachen. Der Medical-Report auf der klubeigenen Homepage wird mit der Zuverlässigkeit eines Buchhalters geflissentlich nachgeführt. Darin ist auch schon – bewusst oder nicht sei hier einmal dahingestellt – der Playoff-Modus erkennbar. Die sechs abwesenden erfahrenen Kaderspieler haben entweder eine Ober- oder aber eine Unterkörperverletzung. Doch diese Meisterschaftsphase ist noch weit weg. Die Gegenwart ist genug herausfordernd.

Fäuste fliegen zeitweise schneller, als der Puck läuft

Da wäre ein Sieg im Champi­- ons-Hockey-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen den amtierenden tschechischen Meister Kometa Brno natürlich ein Aufsteller zur richtigen Zeit gewesen. Dies umso mehr, als das Resultat des Hinspiels – eine 3:4-Niederlage aus Zuger Sicht – nicht unumkehrbar schien. Ein Sieg mit zwei Toren Differenz würde reichen. Doch auch gestern Abend hat der EV Zug den Weg aus der sportlichen Misere nicht gefunden. Einmal mehr wäre es unfair, dem Team von Harold Kreis mangelnden Einsatz vorzuwerfen. Die Zuger powerten, aber ohne Fortune. Dass sie ständig einem Rückstand hinterherlaufen müssen, zermürbt auf die Dauer. «Das kostet uns viel Energie», sagt Lino Martschini und fügt an: «Wir müssen momentan extrem kämpfen, um ein Tor zu schiessen. Und auf der anderen Seite werden unsere Fehler eiskalt bestraft.»

Nach einem Drittel in der Bossard-Arena ist beim 1:1-Spielstand zwar noch nichts verloren. Doch mit scheinbarer Leichtigkeit ziehen die Tschechen im Mitteldrittel mit 3:1 Toren davon. Der EVZ steht zum wiederholten Mal mit dem Rücken zur Wand. Diese Situation mündet in Frust. Emotionen brechen sich Bahn. Die Fäuste sind temporär schneller als die Scheibe auf dem Eis. Die Equipe, mit der die Tschechen gestern Abend in die Zentralschweiz antraten, war zudem deutlich stärker als jene, die sie vor einer Woche in Brno dem EVZ entgegengestellt hatten. Die Tschechen sind in der Extraliga-Meisterschaft derzeit – im Gegensatz zum EVZ – gut unterwegs und stehen auf Platz 2. «Wir haben gesehen, wie stark die tschechische Liga ist», sagt Kreis. Derweil agieren die Zuger ohne Selbstvertrauen. Sie ziehen am Ende gegen Brno mit 2:5 (1:1, 0:2, 1:2) den Kürzeren.

Der EVZ wollte in dieser Spielzeit in den drei Wettbewerben Meisterschaft, Schweizer Cup und Champions Hockey League um den Titel mitspielen. Seit gestern sind es nur noch deren zwei. «Wir haben unsere Ziele vor dem Saisonstart sehr hoch gesteckt. Trotz zahlreicher Erschwernisse haben wir eine gute Champions League gespielt», bilanziert der EVZ-Headcoach Harold Kreis. Aber auch er ist sich bewusst, dass Zug in der kommenden Woche mit den Spielen gegen Biel, Genève-Servette und Ambri-Piotta unter Siegeszwang steht. Kreis sagt denn auch: «Das sind sehr wichtige Partien.»

Der EVZ kann nun eine Woche in sich gehen, wie er diese Herausforderungen meistern will. Für Martschini kommt die Nationalmannschaftspause zum richtigen Zeitpunkt: «Wir können nun den Kopf lüften und dann mit frischem Elan und einem guten Gefühl wieder angreifen.»

Mitarbeit: Sven Aregger

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