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EISHOCKEY: EV Zug rehabilitiert sich für Cup-Aus

Dem EVZ glückt die Reaktion auf die Cup-Niederlage gegen Rapperswil. Beim 5:2 in Lugano bestätigt er seinen Aufwärtstrend in der Meisterschaft: Nach der Nationalmannschaftspause ist er noch ungeschlagen.
Sven Aregger
Die Vorentscheidung: Zugs Viktor Stalberg bezwingt Lugano-Hüter Daniel Manzato zum 4:2. (Bild: Andy Müller/Freshfocus (Lugano, 24. November 2017))

Die Vorentscheidung: Zugs Viktor Stalberg bezwingt Lugano-Hüter Daniel Manzato zum 4:2. (Bild: Andy Müller/Freshfocus (Lugano, 24. November 2017))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Kürzlich machte die Meldung die Runde, dass ein Strafverfahren gegen einen Angestellten des HC Lugano läuft. Dem Mitarbeiter wird vorgeworfen, 60000 Franken aus dem Ticketverkauf in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Abgesehen von diesen Nebengeräuschen war es zuletzt ziemlich ruhig rund um die Resega. Mit gutem Grund: Rein sportlich bot Lugano wenig Angriffsflächen. Die Bianconeri spielten bisher eine so stabile Saison wie schon lange nicht mehr. Sie avancierten zum ersten Herausforderer von Leader Bern, den sie in den bisherigen zwei Direktduellen besiegen konnten. Doch gestern gegen Zug kassierten die Tessiner die dritte Niederlage in Serie. Lugano erlaubt sich gerade die erste Schwächephase der Saison. Verlieren sie auch heute im Derby gegen Ambri, könnte es mit der Ruhe bald vorbei sein.

Dem EVZ hingegen ist die von Headcoach Harold Kreis angekündigte Reaktion auf das bittere 1:5 im Cup gegen Rapperswil geglückt. In der Meisterschaft ist er nach der Nationalmannschaftspause mit vier Siegen noch ungeschlagen. Die Einstellung und die Körpersprache stimmten. «Das war ein absoluter Arbeitssieg», bilanzierte Kreis gestern. Und Stürmer Reto Suri, der sein 300. NL-Spiel für Zug bestritt, meinte: «Wir haben die Reaktion gezeigt, die wir zeigen wollten.»

Lapierre bringt Lugano zurück ins Spiel

Nach 22 Minuten führten die Zuger mit 3:0. Sie hinterliessen einen konzentrierten Eindruck. In der Defensive erledigten sie ihre Aufgabe konsequent, und offensiv konnten sie sich regelmässig in Szene setzen – auch dank eines guten Forecheckings. Beim 1:0 erwischte Suri den Lugano-Keeper Goalie Elvis Merzlikins von hinten in der nahen Ecke. Lino Martschini konnte mit einem präzisen Slapshot die Führung noch vor der ersten Drittelpause ausbauen. Danach wurde Merzlikins durch Daniel Manzato ersetzt. Und als David McIntyre einen Schuss von Raphael Diaz zum 3:0 ablenkte, schien die Partie entschieden.

Doch die Luganesi fanden durch zwei Tore von Maxim Lapierre zurück ins Spiel. Und die Zuger mussten auch heikle Momente überstehen. «Wir haben nach Spielhälfte den Fuss vom Gas genommen und uns das Leben selber schwer gemacht», sagte Suri. Lapierres zweiter Treffer fiel bei Zuger Überzahl. Aber nur 42 Sekunden später konnte Viktor Stalberg im selben Powerplay wieder erhöhen. Dieses Tor war letztlich spielentscheidend. Die Tessiner rannten nun vergeblich an. Stattdessen traf Stalberg noch ins leere Tor.

In Zug ist die Verpflichtung des Walliser Stürmers Yannick-Lennart Albrecht (23) ein Thema. Sollte sie konkret werden, wäre Albrecht nach Verteidiger Miro Zryd bereits der zweite Spieler der SCL Tigers, der auf die nächste Saison nach Zug wechselt. Albrecht ist als Center und Flügel einsetzbar.

Derweil wartet man beim HC Lugano gespannt auf die Rückkehr von Damien Brunner. Nach seiner rund dreimonatigen Pause wegen einer Schulterverletzung kam für ihn das Comeback gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber noch zu früh. Doch der Stürmer hat in dieser Woche erstmals wieder vollständig mit der Mannschaft trainiert.

Lugano - Zug 2:5 (0:2, 2:2, 0:1)

5379 Zuschauer. - SR Dipietro/Vinnerborg, Abegglen/Fluri. - Tore: 8. Suri 0:1. 15. Martschini 0:2. 22. McIntyre (Diaz) 0:3. 29. Lapierre (Kparghai, Furrer) 1:3. 39. (38:12) Lapierre (Sannitz/Ausschluss Sanguinetti!) 2:3. 39. (38:54) Stalberg (Klingberg, Roe/Ausschluss Sanguinetti) 2:4. 60. (59:53) Stalberg 2:5 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 1mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Klasen; Roe.

Lugano: Merzlikins/Manzato (ab 20.); Furrer, Sanguinetti; Riva, Chiesa; Ronchetti, Kparghai; Matewa; Klasen, Lajunen, Bürgler; Hofmann, Lapierre, Fazzini; Bertaggia, Sannitz, Cunti; Morini, Romanenghi, Walker; Reuille.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Geisser, Diaz; Morant, Leeger; Fohrler; Martschini, Roe, Stalberg; Suri, McIntyre, Klingberg; Schnyder, Diem, Lammer; Zehnder, Kast, Haberstich.

Bemerkungen: Lugano ohne Vauclair, Ulmer, Wellinger und Brunner, Zug ohne Senteler, Schlumpf, Helbling und Grossmann (alle verletzt). - Pfostenschüsse Kparghai (10.)und Hofmann (48.). - NL-Debüt von Luganos Lucas Matewa (18). - 59. (58:17) Timeout Lugano und von 58:17 bis 59:53 ohne Torhüter

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