Eishockey
EV Zug schliesst Coronasaison mit 700'000 Franken Verlust ab

Der EVZ schreibt erstmals seit fünf Jahren rote Zahlen. Grund ist die Covid-19-Pandemie. Den Schaden verringert haben Fans, Sponsorinnen, Gönner und Mitarbeiter.

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Der EVZ-CEO Patrick Lengwiler vor der Bossard-Arena.

Der EVZ-CEO Patrick Lengwiler vor der Bossard-Arena.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Mai 2020)

(bier) Das Jahresergebnis der EVZ-Gruppe schliesst bei einem Umsatztotal von 20,2 Millionen Franken mit einem Verlust von 700’000 Franken ab. Der Umsatzeinbruch ist einzig und allein dem Coronavirus zuzuordnen, wie der EVZ am Donnerstag mitgeteilt hat.

Das Ergebnis sei gleichbedeutend mit einem konsolidierten Umsatzeinbruch von 37 Prozent gegenüber Vorjahr. Insgesamt verursachte die Covid-19-Pandemie einen finanziellen Schaden von rund 12,5 Millionen Franken – in erster Linie wegen der ausgebliebenen Zuschauereinnahmen. «Die Solidarität von aussen durch unsere Fans, Zuschauerinnen, Sponsoren, Businesspartnerinnen und Gönner, wie auch von innen durch die Mitarbeitenden und Funktionäre haben den entstandenen Schaden drastisch verringert», lässt sich CEO Patrick Lengwiler in der Mitteilung zitieren. 25 Prozent der Saisonabonnenten hatten sich dazu bereiterklärt, auf die volle Rückerstattung zu verzichten, und 25 Prozent wollten die Hälfte zurückerstattet.

Es warten weiterhin grosse Herausforderungen

Patrick Lengwiler hatte das Minus in dieser Grössenordnung schon kurz nach dem Gewinn des Meistertitels abschätzen können. Gegenüber unserer Zeitung sprach er am 10. Juni von einem «Verlust im hohen sechsstelligen Bereich». Das sei den Umständen entsprechend positiv zu werten: «Wenn wir als Unternehmung diese riesige Herausforderung unter solch schwierigen Voraussetzungen so eindrücklich bestreiten und den Verlust so drastisch reduzieren konnten, so entspricht dies einer herausragenden Leistung. Der EVZ ist für mich mit seinem ganzen Umfeld auf und neben dem Eis Meister», führt Lengwiler aus. Er mahnt allerdings, dass man nicht vergessen dürfe, «was darunter alles gelitten hat, was uns entgangen ist, welche Opfer gebracht werden mussten, welche Investitionen nicht getätigt wurden und welche Herausforderungen wir noch vor uns haben, damit wir all dies wieder wettmachen können.» Es ist seit das erste Mal fünf Jahren, dass der EVZ einen Verlust ausweisen muss.