EISHOCKEY: EV Zug verspielt sicher geglaubten Sieg

Im Eisstadion am Schluefweg boten die Kloten Flyers und der EV Zug ein spektakuläres Torspektakel. Bis zur 44. Minute führt der EVZ mit 5:3 und gab das Spiel noch aus der Hand.

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Am Boden gelandet: EVZ-Stürmer Lino Martschini. (Bild: Keystone)

Am Boden gelandet: EVZ-Stürmer Lino Martschini. (Bild: Keystone)

Die Torhüter sahen in diesem Spiel alt aus. Klotens Martin Gerber kassierte vier Gegentore aus bloss neun Torschüssen und wurde beim Stand von 3:4 nach 32 Minuten ausgewechselt. Drei der vier Gegentreffen waren haltbar. Der Zuger Goalie Eero Kilpeläinen bekam zwar viel mehr zu tun (44 Schüsse), liess aber sogar sieben Gegentore zu und sah ebenfalls bei mindestens drei Gegentoren alles andere als gut aus. Kilpeläinen hauchte in der 44. Minute den Kloten Flyers neues Leben ein, als er den Schuss von Peter Mueller aus unmöglichstem Winkel zum 4:5-Anschlusstor passieren liess.

Zugs Reto Suri (links) gegen Klotens Jim Vandermeer. (Bild: Keystone)
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Zugs Fabian Sutter (rechts) gegen die Klotener Müller und Blum. (Bild: Keystone)
Klotens Michael Liniger (Mitte) gegen die Zuger Diem, Chiesa und Kilpeläinen (von links). (Bild: Keystone)
Am Boden: Zug-Stürmer Lino Martschini. (Bild: Keystone)
Kloten-Torhüter Jonas Müller (links) und Zug-Stürmer Rob Schremp. (Bild: Keystone)
Zug-Stürmer Nolan Diem (Mitte) gegen Jonas Müller und Micki DuPont (rechts). (Bild: Keystone)
Zugs Santeri Alatalo (links) bremst den Puck vors Klotens Tommi Santala. (Bild: Keystone)
Eero Kilpeläinen (rechts) und Alessandro Chiesa (links) gegen Michael Liniger. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Die Zuger Hutchinson (links) und Kilpeläinen (rechts) gegen den Klotener Müller. (Bild: Keystone)
Zug-Trainer Doug Shedden. (Bild: Keystone)
Zugs Alessandro Chiesa (rechts) gegen Klotens Aurelio Lemm. (Bild: Keystone)
Klotens Matthias Bieber (Mitte) im Duell mit Andrew Hutchinson. (Bild: Keystone)
Kloten-Trainer Felix Hollenstein nimmt ein Timeout nach einem Zuger Treffer. (Bild: Keystone)

Zugs Reto Suri (links) gegen Klotens Jim Vandermeer. (Bild: Keystone)

Zugs Torhüterwechsel nach fünf Runden von Brian Boucher zu Kilpelainen erweist sich immer mehr als Eigengoal. Der Finne bestritt bislang eine Partie mehr als Boucher, hat mit Zug aber erst fünf Punkte gewonnen (Boucher deren 8). Auch in sämtlichen Statistiken kam der Kanadier Boucher, der den Innerschweizern zuwenig gut war, auf markant bessere Werte als bislang Kilpelainen.

Der einzige glückliche Goalie in Kloten war so die Nummer 2 der Flyers, Jonas Müller. Müller hatte zuvor diese Saison erst während 117 Sekunden gespielt und den einzigen Schuss auf sein Tor passieren lassen. Mit sechs Paraden und nur einem Gegentor verbesserte er seine persönliche Statistik markant.

Der letzte und entscheidende Führungswechsel im Spiel passierte erst in den letzten sechs Minuten. Klotens Sturmlauf nach Muellers Anschlusstor zum 4:5 blieb lange ohne Ertrag. Als selbst eine doppelte Überzahl während 95 Sekunden nicht zum Ausgleich führte, wurden die 4900 Zuschauer ungeduldig. Aber ausgerechnet die Linie mit Michael Liniger (5:5 und 7:5), Victor Stancescu und Simon Bodenmann (6:5), die zuvor alles andere als überzeugt hatte, realisierte innerhalb von dreieinhalb Minuten die Tore vom 4:5 zum 7:5.

Kloten - Zug 7:5 (2:1, 1:3, 4:1)

Kolping. - 4849 Zuschauer. - SR Stricker/Wirth; Dumoulin/Wüst. - Tore: 7. (6:33) Bieber (Peter Mueller) 1:0. 7. (6:50) Hutchinson (Suri) 1:1. 8. (7:46) Jenni (Romano Lemm) 2:1. 25. Fabian Schnyder (Hutchinson) 2:2. 28. Sven Lindemann (Fabian Sutter) 2:3. 29. Romano Lemm 3:3. 32. Schremp (Fabian Schnyder) 3:4. 42. Schremp (Ausschluss DuPont) 3:5. 44. Peter Mueller (von Gunten) 4:5. 55. Liniger (Stancescu/Ausschluss Sven Lindemann) 5:5. 56. Simon Bodenmann (Stancescu, Liniger) 6:5. 58. Liniger (Simon Bodenmann, Stancescu) 7:5. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten, 6mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Santala; Fabian Sutter.

Kloten: Martin Gerber (32. Jonas Müller); Blum, DuPont; Du Bois, von Gunten; Vandermeer, Stoop; Frick, Gian-Andrea Randegger; Peter Mueller, Santala, Bieber; Simon Bodenmann, Liniger, Stancescu; Romano Lemm, Jenni, Schelling; Herren, Steinmann, Aurelio Lemm.

Zug: Kilpelainen; Chiesa, Tim Ramholt; Hutchinson, Alatalo; Simon Lüthi, Patrick Fischer II; Schmuckli; Suri, Schremp, Fabian Schnyder; Lammer, Fabian Sutter, Martschini; Christen, Diem, Bertaggia; Hügli, Schneuwly, Sven Lindemann.

Bemerkungen: Kloten ohne Bühler, Leone und Högger, Zug ohne Casutt, Yannick Blaser, Erni (alle verletzt) und Holden (gesperrt). - Timeout Kloten (28.).