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EISHOCKEY: EVZ gewinnt gegen SCL Tigers mit 3:2

Der Zuger 3:2-Sieg erfolgt insbesondere durch den Effort der dritten Linie. Zug sichert sich damit vier Runden vor Quali-Ende den Heimvorteil. Heute kann der EVZ den Rückstand auf Rang 1 auf drei Punkte verkürzen.
Daniel Gerber
Der Zuger Stürmer Sven Senteler behauptet sich gegen Langnaus Flurin Randegger. Senteler erzielte das wichtige Tor zum 3:1. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 2. Februar 2018))

Der Zuger Stürmer Sven Senteler behauptet sich gegen Langnaus Flurin Randegger. Senteler erzielte das wichtige Tor zum 3:1. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 2. Februar 2018))

Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

4:1 triumphierte der EV Zug am 23. Dezember auswärts bei den SCL Tigers. Inklusive des gestrigen Tages sind seither 13 Spiel­tage verstrichen, nur zweimal musste sich das Team von Trainer Harold Kreis in dieser Zeit geschlagen geben. Dass sich die Innerschweizer gestern erneut gegen dieses Berner Team durchsetzen konnten, ist nicht selbstverständlich – die Equipe mit dem Tiger auf der Brust kämpft noch verbissen um den Einzug in die Playoffs und konnte vor dem gestrigen Spieltag sechs von acht Duellen für sich entscheiden.

In den ersten zehn Minuten hatte Langnaus Aaron Gagnon zwei gute Gelegenheiten, ehe Carl Klingberg den Tabellenzweiten in Führung brachte. Und auf den Ausgleich von Nils Berger wusste Dominic Lammer zu reagieren.

Langnau macht die Räume eng

Langnau-Coach Heinz Ehlers versteht es, mit einer auf dem Papier unterlegenen Formation dem Gegner Paroli zu bieten. Bereits in der ersten Pause erklärte Raphael Diaz im Pauseninterview, dass die Räume eng seien. Tatsächlich waren kaum Lücken vor dem gegnerischen Gehäuse auszumachen – trotz engagierter Arbeit der Zuger Offensive. Dies dank des ausgefeilten Abwehrkonzepts des Gegners. «Ihre Spiele enden oft mit einem oder zwei Toren Unterschied, sie stehen gut», analysierte Zug-Coach Harold Kreis. Man merke, dass Langnau um jeden Punkt kämpft. «Sie hatten heute das dritte Spiel in vier Tagen, doch davon merkten wir nichts.»

Mit einer Defensive, gegen welche die Chinesische Mauer zu ihrer besten Zeit wie ein löchriger Emmentalerkäse wirkte, holte Ehlers 2012 mit dem SC Langenthal gegen den favorisierten Lausanne HC den Swiss-League-Titel. Und mit der gleichen ­Taktik gelang ihm zweimal hinter­einander mit dem späteren ­Neo-Aufsteiger Lausanne die Playoff-Teilnahme (2014 und 2015). Mittlerweile im Emmental angelangt, klopft er mit einer Mannschaft, die auf Rang zehn oder elf eingeschätzt wird, erneut an die Playoff-Tür.

Eine der wenigen von den Tigers zugelassenen Gelegenheiten nutzte zum zweiten Mal die dritte Zuger Linie: Sven Senteler traf zum 3:1, als Tigers-Goalie Ciaccio für einen kurzen Augenblick ungenügend abgedeckt war. «Nach einem Zweikampf in der Ecke erhielt ich von Lammer einen Zuckerpass vor das Tor», blickte Senteler auf das Game-Winning-Goal zurück. Insgesamt sei seine Mannschaft nicht besonders gut ins Spiel gekommen. «Wir hatten lange keinen Match mehr, das merkte man vielleicht etwas.» Der dritten Linie laufe es im Moment sehr gut, «die Chemie stimmt».

Sieben Punkte Vorsprung auf Viertplatzierten

Nun ist dem EVZ der Heimvorteil in den Viertelfinals gewiss: Dank des Sieges können die Innerschweizer nicht mehr von den fünftklassierten ZSC Lions eingeholt werden – und auch auf den vierten Rang dürften die Zuger kaum mehr zurückfallen, beträgt der Vorsprung auf den HC Lugano mittlerweile doch sieben Punkte. «Jetzt wollen wir den zweiten Platz und die Teilnahme an der Champions League sichern», sagte Trainer Kreis.

Detail am Rande: Auf nächste Saison hin wechseln nicht we­niger als vier Spieler zwischen den gestrigen Kontrahenten. Bekanntlich ziehen Nolan Diem und Larri Leeger ins Emmental, während von dort Yannick-Lennart Albrecht und Miro Zryd an den Zugersee wechseln. Zudem stehen aktuell bereits etliche Spieler mit Vergangenheit beim jeweils anderen Team im Kader: Yannick Blaser, Samuel Erni, Emanuel Peter und Thomas Nüssli sind Tigers mit Zuger Vergangenheit, während die Ex-Langnauer Sandro Aeschlimann, Josh Holden und Fabio Kläy heute in der Zentralschweiz tätig sind – und nun also die vier Wechsel auf nächste Saison. EVZ-Sportchef Reto Kläy, der selbst aus Langnau stammt, sagt: «Es ist nicht so, dass ich zuerst in Langnau schaue und dann andernorts.» Seine Eltern und die Schwester würden noch dort wohnen, mit den SCL Tigers verbinde ihn aber nicht mehr als mit anderen Klubs. «Witzig ist, dass sich nun diese vier Wechsel ergeben haben – das ist aber Zufall.»

Nach dem Kräftemessen mit den Tigers kämpft der EVZ heute gegen den SC Bern. Senteler: «Das wird ein harter Spitzenkampf – wir können immer noch um den ersten Rang kämpfen.» Mit einem Sieg könnte Zug bis auf drei Zähler an Bern heran­kommen, was zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen nach der Olympiapause führen würde.

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