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EISHOCKEY: EVZ hat in Kloten bis zum Schluss gezittert

Der EV Zug siegt in Kloten 3:2 und holt somit seinen 29. Saisonerfolg. Die Playoffs sind geschafft, doch Coach Harold Kreis fordert: «Wir wollen diesen zweiten Rang unbedingt halten.»
René Barmettler, Kloten
Der Zuger Viktor Stalberg (rechts) enteilt dem Klotener Edson Harlacher. (Bild: Patrick Straub/Freshfocus (Kloten, 26. Januar 2018))

Der Zuger Viktor Stalberg (rechts) enteilt dem Klotener Edson Harlacher. (Bild: Patrick Straub/Freshfocus (Kloten, 26. Januar 2018))

René Barmettler, Kloten

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Der EHC Kloten griff nach dem letzten Strohhalm. Nahm 82 Sekunden vor Schluss Torhüter Luca Boltshauser aus dem Kasten. Mit sechs Spielern brachte er den EV Zug nochmals gehörig ins Schwitzen. Doch mit etwas Glück überstanden die Zuger diese heiklen Schlusssekunden und feierten einen 3:2-Sieg über das Schlusslicht. «Ich habe kein leichtes Spiel erwartet», sagte EVZ-Coach Harold Kreis hinterher, «doch wiederum hat dieses Team einen Weg gefunden, den Sieg nach Hause zu fahren.» Gegen einen Gegner, «der eigentlich in dieser Situation befreit aufspielen müsste. Wenn man Kloten Platz lässt, ist dieses läuferisch und technisch starke Team brandgefährlich.»

Und doch kassierten die Zürcher gestern die bereits 31. Saisonniederlage. 27 Spiele sind es her, als der ehemals erfolgreiche Trainer des EHC Biel die frei gewordene Stelle bei den kriselnden Klotenern antrat. Genauso viele Punkte holte er mit seinem neuen Team – eine ernüchternde Bilanz. Auf gute Resultate folgten umgehend Niederlagen. Kevin Schläpfers Begeisterungsfähigkeit lassen die Zürcher an sich abprallen. Der Letztplatzierte hat die beste Aussicht, den Playout-Final gegen Ambri-Piotta zu erreichen. Mit diesem «Schönwetter-Hockey» wird es schwierig, gegen die erprobten Abstiegskämpfer aus der Leventina zu bestehen. Schläpfer kennt solche Situationen aus eigener Erfahrung bestens: Die Partien um «Sein oder Nichtsein» lancierten erst seine Trainerkarriere. 2009 sprang er bei Biel in höchster Not an der Bande ein und schaffte im siebenten Spiel den Ligaerhalt. Gleiches gelang dem Baselbieter ein Jahr danach. Nun droht ihm am neuen Arbeitsplatz erneut diese zweifelhafte Ehre.

Da haben es die Zuger um einiges komfortabler: Dank dem gestrigen Sieg qualifizierten sie sich für die Playoffs. In der Anfangsphase dieser 44. Meisterschaftspartie liessen die Zentralschweizer wenig zu und führten bis zur 24. Minute mit 2:0. Larri Leeger (16.) und Lino Martschini hatten getroffen.

Garrett Roe ist wieder mit von der Partie

Das Spiel wäre wohl in Langeweile ausgeartet, hätte Victor Stalberg mittels Penalty reüssiert (29.). Doch unmittelbar danach liess EVZ-Goalie Tobias Stephan einen harmlosen Schuss des ehemaligen Zugers Marc Marchon passieren. Beide Teams hatten im Anschluss ihre Torchancen. Doch es dauerte bis zur 57. Minute, ehe Stalberg das «so wichtige 3:1», so Kreis, erzielte. Das Zuspiel kam von Garrett Roe, der zuvor die letzten drei Partien wegen einer Verletzung pausieren musste und gestern wieder mittun konnte.

Die Freude über dieses 3:1 war indes nur von kurzer Dauer. Klotens Tim Ramholt verkürzte, wiederum sah Stephan nicht gut aus. Es kam zur hektischen Schlussphase, welche die Zuger heil überstanden.

«Dieses Spiel hat uns viel Kraft gekostet», sagte Kreis danach im Hinblick auf das heutige Spiel gegen Genève-Servette. Die letzten zwölf Partien gegen die Westschweizer gestaltete Zug jeweils siegreich. «Doch auch sie kämpfen um ihre bestmögliche Ausgangslage», so Kreis. So geht es aber auch seinem Team: «Wir wollen diesen zweiten Rang unbedingt halten.»

Kloten - Zug 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)

5741 Zuschauer. - SR Dipietro/Massy, Borga/Castelli. - Tore: 16. Leeger (Suri, McIntyre) 0:1. 25. Martschini 0:2. 29. Marchon 1:2. 57. (56:13) Stalberg (Roe, Martschini) 1:3. 57. (57:00) Ramholt (Trachsler) 2:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Hollenstein; Stalberg.

Kloten:Boltshauser; Egli, Kellenberger; Harlacher, Bäckman; Stoop, Ramholt; Bieber; Praplan, Santala, Hollenstein; Bozon, Sallinen, Abbott; Grassi, Schlagenhauf, Bader; Obrist, Trachsler, Marchon; Leone.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Leeger; Helbling, Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Diem, Senteler; Martschini, Roe, Stalberg; Schnyder, Kast, Haberstich.

Bemerkungen: Kloten ohne Poulin, Kparghai (beide überzählig), Back, Weber, Lemm, Von Gunten und Bircher (alle verletzt), Zug ohne Grossmann (verletzt), Holden (überzählig). 12. Lattenschuss von Klingberg. 29. Boltshauser hält Penalty von Stalberg. 55. Pfostenschuss von Diaz. 59. Timeout von Kloten, ab 58:38 ohne Goalie.

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