Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EISHOCKEY: EVZ-Stürmer Sven Senteler : «Man wird einen anderen EVZ sehen»

EVZ-Stürmer Sven Senteler (24) hat nach seinem Abgang bei den ZSC Lions beim EV Zug seine Karriere neu lanciert. Er hat sich mit viel Einsatz einen festen Platz im Mannschaftsgefüge erkämpft und hat vielen Teamkollegen etwas voraus.
Marco Morosoli
EVZ-Stürmer Sven Senteler verspricht für das Spiel 2 mehr Entschlossenheit. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 24. Januar 2017))

EVZ-Stürmer Sven Senteler verspricht für das Spiel 2 mehr Entschlossenheit. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 24. Januar 2017))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

«Wir waren nicht bereit», hat der 24-jährige EVZ-Flügelstürmer Sven Senteler gestern die missglückte EVZ-Darbietung auswärts gegen den SC Bern im ersten Finalspiel selbstkritisch – und mit einer Zeitdifferenz von zwölf Stunden zum bitteren Ereignis – analysiert. Senteler liefert auch gleich die Erklärung für die 0:5-Niederlage nach: «Wir haben uns zu viele Gedanken gemacht und darob vergessen, uns auf unser Spiel zu konzentrieren.» Das habe natürlich auch daran gelegen, dass der erfahrene Gegner aus des Bundesstadt «ein gutes Spiel» erwischt habe. Und da sei es natürlich schwer, «sich als Team wieder zu fangen». Dies habe dazu geführt, dass «wir immer im Abseits standen».

Doch Senteler macht keinen niedergeschlagenen Eindruck, er wirkt trotzig und sagt: «Am Samstag beginnt wieder alles mit einem 0:0. Wir haben uns die Fehler angeschaut, und jeder weiss jetzt, was er besser machen kann und muss.» Es sei jetzt an der Zeit, im zweiten Finalspiel in der einmal mehr ausverkauften Bossard-Arena (20.15 Uhr, SRF zwei) die Niederlage im Startspiel vergessen zu machen: «Am Samstag sieht man einen anderen EVZ.»

Der Center, der auch als Flügel sehr glücklich ist

Für Senteler ist der finale Ritt gegen den SC Bern keine Premiere. Er gehört zusammen mit Timo Helbling (SC Bern) und Robin Grossmann (Davos) zum erlauchten Kreis von EVZ-Akteuren, welche den Schweizer-Meister-Pokal schon einmal in die Höhe stemmen konnten. In der Saison 2013/14 ist der 1,85 Meter grosse gelernte Center, der jetzt auch auf der Flügelposition sehr glücklich ist, ins Team der ZSC Lions gerutscht, durchgestartet und dabei gewesen, als die ZSC Lions am 21. April 2014 ihren bisher letzten Meistertitel gefeiert haben. «Es war ein unglaubliches Gefühl. Die Chancen, Meister zu werden, hat nicht jeder Eishockeyspieler.» Für die darauffolgende Saison (2014/15) hat Sven Senteler seinen ersten Profivertrag erhalten und regelmässig gespielt. Doch dann ist der Bruch gekommen. Er hat den Kaderschnitt bei den ZSC Lions im Herbst 2015 nicht mehr geschafft und ist zu den GCK Lions – dem NLB-Farm­team des Zürcher NLA-Klubs – abgeschoben worden. Für ihn ist dann die Anfrage aus der Zentralschweiz im Herbst 2015 genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Er hat sich beim EV Zug mittlerweile zu einem sicheren Wert entwickelt und ist inzwischen mit einem Vertrag bis 2019 ausgestattet worden. Seit dem Saisonstart spielt Senteler mit Carl Klingberg und Jarkko Immonen. Er versteht sich mit seinen Linienpartnern sehr gut: «Wir wissen, was der andere macht.» Immonen habe den defensiven Part: «Wenn du mit ihm auf dem Eis bist, fühlst du dich sicher.» Sich selber bezeichnet Senteler als den «offensiven Typ», der «Druck aufs gegnerische Tor» machen kann. Das zeigt sich in der Schussstatistik. In den bisher elf Playoff-Partien gegen Genève-Servette, Davos und Bern hat Senteler 29-mal aufs gegnerische Tor geschossen. Das ist der viertbeste Wert beim EV Zug. Nur die Effizienz könnte besser sein, hat Senteler doch bisher erst ein Playoff-Tor erzielt.

Der EVZ-Headcoach Harold Kreis attestiert dem gebürtigen Zürcher denn auch «einen Torinstinkt». Kreis lobt auch die gute Einstellung von Senteler: «Er hat, seit er in Zug ist, technisch grosse Fortschritte gemacht. Er arbeitet hart an sich und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams.» Seine gute Arbeitseinstellung und Präsenz auf dem Eis hat dem Stürmer im Februar eine Nomination für die Nationalmannschaft eingetragen. Doch Senteler weiss, dass er noch einiges tun kann: «Ich muss das Laufen ohne Scheibe verbessern.» Wie in anderen Bereichen sei es «ein ständiges Lernen».

Senteler hofft, dass die Serie gegen den SC Bern noch sehr lange dauert. Er wird sich auch auf die heutige Partie mit demselben Ritual wie immer vorbereiten: Er zieht wie immer zuerst den linken Schlittschuh an, dann den rechten, und er wird auch wieder drei Stockschäfte mit Isolierband versehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.