Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

EISHOCKEY: EVZ trainiert erstmals in der neuen Saison unter Headcoach Harold Kreis

Der EV Zug hat am Montag zum ersten Mal in der Spielzeit 2017/18 unter dem Headcoach Harold Kreis trainiert. Bereits jetzt gibt es schon einige Verletzte. Das ist die Chance für die Academy-Spieler.
EVZ-Spieler und Trainer beim Training. (Bild: Werner Schelbert)

EVZ-Spieler und Trainer beim Training. (Bild: Werner Schelbert)

Marco Morosoli
marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Es ist kalt in der Academy-Arena. Brillenträgern, die von draussen in die Halle laufen, beschlägt es die Gläser wie im tiefsten Winter beim Gang am frühen Morgen in eine Bäckerei. Der Beginn des EVZ-Eistrainings ist auch das untrügliche Zeichen, dass die Nächte wieder länger werden. Zudem ist die Pause wegen des erstmaligen Finaleinzuges des EV Zug seit 19 Jahren zwischen der vergangenen Saison und der kommenden schon lange nicht mehr so kurz gewesen.

Obwohl es sich um die erste offizielle Übungseinheit auf dem Eis handelt, laborieren bereits drei EVZ-Kaderspieler mit Verletzungen. Santeri Alatalo hat sich beim Krafttraining einen Brustmuskelabriss zugezogen und wird lange nicht spielen können. Ebenfalls verletzt sind Dominik Lammer und Nolan Diem. Der EVZ-Headcoach Harold Kreis spricht bereits in Playoff-Manier von Verletzungen im Oberkörperbereich. Diem trägt jedenfalls seinen linken Arm in einer Schlinge. Kreis sagt: «Beide werden uns bis zu zehn Tage fehlen.»

Das erste Training des letztjährigen Vizemeisters hat konditionelle und spielerische Elemente. Es ist augenfällig: Das Kader ist mit Freude an der Sache. Hockey mache Spass, wird der neue EVZ-Captain Raphael Diaz später in den Katakomben der Bossard-Arena sagen. Der Verteidiger sieht auch keinen Nachteil darin, dass die Zentralschweizer erst jetzt aufs Eis zurückkehren, das sie am 17. April nach der entscheidenden Playoff-Final-Niederlage gegen den SC Bern enttäuscht verlassen hatten. Bern trainiert bereits seit Mai auf dem Eis. Für Diaz gereicht dies nicht unbedingt zum Vorteil. Er findet es sogar gut, für eine gewisse Zeit etwas Abstand zu gewinnen. Bei ihm ist die Pause durch die WM eh noch viel kürzer ausgefallen.

Der EVZ-Headcoach hat bereits Linien gebildet

Der Zuger Headcoach Harold Kreis hat sich aber schon im Vorfeld Gedanken über die Linienzusammenstellung gemacht. Dave McIntyre stürmt mit Lino Martschini und Reto Suri. Der Neuzugang aus Genf, Timothy Kast, bildet mit Karl Klingberg und Sven Senteler eine Linie. Der neue EVZ-Amerikaner Garret Roe ist Center in einer Formation mit Viktor Stalberg und Fabian Schnyder. Letzterer hat sich bereits wieder einen Bart zugelegt, nachdem sein Kinngewächs nach dem Zuger Playoff-Out temporär verschwunden war. Dazu kommt noch eine reine Academy-Linie mit Fabio Kläy, Yannick Zehnder und Fabio Arnold. In dieser Woche will Kreis bereits an der Taktik feilen. Die zahlreichen Absenzen eröffnen auch für die Spieler der EVZ Academy ein Schaufenster. Sie können sich so für weitere Einsätze empfehlen.

Der Konkurrenzkampf vor allem auf der freien Stürmerposition wird hart sein. Wie der EVZ-Sportchef Reto Kläy bereits im Juli gesagt hat, wird diese freie Position nicht fix vergeben. Dies im Gegensatz zu den beiden Nachwuchskräften Tobias Fohrler und Tobias Geisser, die bei der ersten Mannschaft voll integriert werden sollen.

Interessant dürfte auch sein, wie sich die beiden neuen Ausländer Garrett Roe (USA) und Viktor Stalberg (Schweden) ins Team integrieren werden. Stalberg, der erst am Freitag aus Schweden in der Zentralschweiz eingetroffen ist, wird der Wechsel auf die grösseren Eisfelder in Europa wohl etwas schwerfallen. Bis im Juni hat der Stanley-Cup-Sieger (Saison 2012/13 mit den Chicago Blackhawks) bei den Ottawa Senators noch in den Playoffs gespielt. Er ist froh, in Zug zu sein: «Nur schon die Temperaturen sind hier angenehmer als in Schweden.» Er sagt auch, dass Zug eine schöne Stadt sei. Mehr Platz auf dem Eis zu haben, sieht er nicht als Nachteil: «Ich kann so meine Schnelligkeit besser zu Geltung bringen.» In Nordamerika hat Stalberg in den vergangenen Jahren eher die Rolle eines Defensivstürmers gehabt. Bei Zug besteht die Hoffnung, dass er durch Tore auf sich aufmerksam macht. EVZ-Headcoach Harold Kreis lobt auch den «guten Schuss» des Nordländers.

Das erste Testspiel ist eine Premiere

Bereits am kommenden Samstag (17 Uhr, Academy-Arena) bestreitet der EV Zug sein erstes Testspiel. Es ist dabei eine Premiere: Das National-League-Team spielt gegen das Swiss-League-Team. Kreis hat Respekt vor dem Gegner aus dem eigenen Haus: «Wir müssen bereit sein.» Eine Niederlage kann sich das Kreis-Team gar nicht leisten. Dabei ist zu bemerken, dass die Mannschaft aus der Swiss League, so heisst die NLB nunmehr, bereits eine Woche länger auf dem Eis trainiert. Kreis weiss zu berichten, dass der neue schwedische Headcoach Stefan Hedlund mit der auf vielen Positionen veränderten Equipe «hart» trainiere. Interessant dürfte auch sein, wie sich der ehemalige EVZ-NLA-Captain Josh Holden mit seiner neuen Rolle in der EVZ-Organisation geben wird.

Wer der Spieler mit der roten Hose beim ersten Eistraining ist, klärt sich auch schnell auf. Der Zuger Nachwuchsspieler Clavin Thürkauf trainiert derzeit mit Zug. Der 20-Jährige hat einen «Entry-Level-Vertrag» mit dem National-Hockey-League-Team Columbus Blue Jacket (US-Bundesstaat Ohio) abgeschlossen.

Die EVZ-Vorbereitung

Samstag, 5. August: EV Zug - EVZ-Academy (17 Uhr, Academy-Arena). – Samstag, 12. August: Nürnberg Ice Tigers (DEL) - EV Zug (20 Uhr, Würth-Arena; Egna/Neumarkt). – Sonntag, 13. August: Platzierungsspiel (16 Uhr oder 20 Uhr; Würth-Arena; Egna/Neumarkt). – Samstag, 19. August: EV Zug - Düsseldorfer EG (DEL) (17 Uhr, Bergholz, Wil). – Sonntag, 20. August: HC Vitkovice (Tschechien) - EV Zug (15 Uhr, Bergholz, Wil). Champions Hockey League: Freitag, 25. August: JYP Jyväskylä (Finnland) - EV Zug (18 Uhr, Synergia-Areena). – Sonntag, 27. August: Neman Grodno (Weissrussland) - EV Zug (18 Uhr, Ledovy Dvorets Sporta) – Donnerstag, 31. August: EV Zug - Neman Grodno (19.45 Uhr, Bossard-Arena). – Samstag, 2. September: EV Zug - JYP Jyväskylä (17 Uhr, Bossard-Arena). – NL-Meisterschaft: Freitag, 8. September: Davos - EV Zug (19.45 Uhr). – Samstag, 9. September: EV Zug - Lugano (19.45 Uhr, Bossard-Arena). – Dienstag, 12. September: EV Zug - Lausanne (19.45 Uhr, Bossard-Arena)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.