EISHOCKEY: Fabrice Herzog bringt Kampfkraft

Der Angreifer Fabrice Herzog (19) kehrt zum EV Zug zurück. Der Flügelstürmer steht für Elemente, die im Team ansonsten fehlen.

Nicola Berger
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Erzielte in der Juniorenliga für Québec in 66 Spielen 35 Tore und spielte früher bereits für den EV Zug: Fabrice Herzog. (Bild: Keystone)

Erzielte in der Juniorenliga für Québec in 66 Spielen 35 Tore und spielte früher bereits für den EV Zug: Fabrice Herzog. (Bild: Keystone)

In Toronto stellten sie Fabrice Herzog vor die Wahl: Entweder er spielt noch ein Jahr in der Juniorenliga QMJHL, bei Québec, oder er wechselt zurück nach Europa, ins Profieishockey. Die Maple Leafs hatten den Thurgauer 2013 gedraftet, in der fünften Runde und an 142. Stelle. Vor Jahresfrist lotsten sie ihn nach Québec, wo er in 66 Spielen 63 Punkte (35 Tore) produzierte. Der nächste, logische Schritt wäre der Wechsel in die AHL gewesen, zu den Toronto Marlies, aber im Farmteam der Maples Leafs sind die Plätze für die Saison 2014/15 bereits bezogen.

Kleiner Glücksfall für den EVZ

Weil Herzog im Junioreneishockey nichts mehr zu beweisen hat, entschied er sich für die Rückkehr nach Zug, wo er einen Einjahresvertrag unterschrieb. Im EVZ wirkte er schon 2012/13, als er 20 Spiele in der ersten Mannschaft absolvierte und gegen die SCL Tigers mit einer Doublette brillierte. Herzog sagt: «Für meine Entwicklung ist das der richtige Schritt.» Für den EVZ ist es ein kleiner Glücksfall, kann er Herzog wieder in den eigenen Reihen begrüssen. Mit 1,88 Metern und 90 Kilo bringt der Angreifer Wasserverdrängung mit, ein Element also, welches dem jungen und tendenziell zu leichten Team ansonsten grösstenteils abgeht. Unklar ist, wie prominent die Rolle sein wird, welche Herzog unter dem neuen Trainer Harold Kreis bekleiden wird. Die Begabung sagt: «Mit dem Coach habe ich noch nicht gesprochen.»

Geht es nach Herzog, wird das Gastspiel in der Heimat ein kurzes sein. Den Traum, dereinst in der Glitzerwelt der NHL unterzukommen hat er nicht beerdigt. Er sagt: «Es ist unverändert mein Ziel, in der NHL zu spielen.» Den Umweg über Zug nimmt er dafür gerne in Kauf.