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EISHOCKEY: Für Zug wird es ungemütlich

Der EVZ verliert gegen die ZSC Lios mit 2:3, weil er wieder im Powerplay sündigt. Die Zuger geraten in der Viertelfinalserie erstmals in Rückstand und stehen nun unter Zugzwang.
EVZ-Spieler Nolan Diem (Mitte) kann sich gegen zwei Zürcher Gegenspieler und Goalie Lukas Flüeler nicht durchsetzen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 15. März 2018))

EVZ-Spieler Nolan Diem (Mitte) kann sich gegen zwei Zürcher Gegenspieler und Goalie Lukas Flüeler nicht durchsetzen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 15. März 2018))

Sven Aregger und Daniel Gerber

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

In den Playoffs ist mentale Stärke besonders gefragt. Nach Niederlagen gilt es, schnell wieder positive Gedanken zu finden. Die Zuger hielten sich deshalb nach dem 4:5 am Dienstag in Zürich nicht lange damit auf, was in den ersten 40 Minuten falsch gelaufen war. Stattdessen richteten sie ihren Fokus auf das Schlussdrittel, in dem sie das Spiel dominiert und drei Tore zum zwischenzeitlichen Ausgleich aufgeholt hatten. Hier wollten sie anknüpfen. Die optimistische Einstellung hat sich gestern aber nicht ausgezahlt. Der EVZ verlor nicht nur das Spiel, sondern auch den Heimvorteil. Den Zugern droht diese Viertelfinalserie zu entgleiten. Sie liegen 1:2 zurück und brauchen nun mindestens einen Auswärtssieg, am besten schon am Samstag im Hallenstadion. Doch die Aufgabe gegen einen ZSC, der neuen Mut gefasst hat und nun so richtig in Schwung zu kommen scheint, dürfte nicht einfacher werden.
Mangelnden Kampfgeist konnte man den Zentralschweizern nicht vorwerfen. Symbolisch dafür stand ein Kraftakt von Reto Suri: Der EVZ-Stürmer verteidigte einen Puck in vier Dribblings gegen zwei ZSC-Verteidiger, und am Ende der Aktion holte er sogar eine Strafe gegen Lions-Captain Patrick Geering heraus. Nur wenige Minuten später passte Suri die Scheibe am Boden liegend zu einem Mitspieler – kämpfen auch nach dem Umfallen. Unermüdlich angetrieben von den Fans, versuchten die Zuger bis zuletzt alles. Aber der Ausgleich zum 3:3 wollte nicht mehr fallen. Auch ein Time-out von Trainer Harold Kreis und ein sechster Feldspieler brachten nichts Zählbares mehr ein.

Abwehrchef Diaz
fehlt verletzt

Wie in den ersten beiden Partien war das Powerplay der Schwachpunkt der Zuger. Wer in sieben Überzahlsituationen nur einmal erfolgreich ist, aber zwei Gegentreffer zulässt, muss sich nicht wundern, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Die Zuger Verunsicherung war zeitweise fast greifbar. «Nach dem ersten Spiel sagten wir, dass die Special Teams in dieser Serie eine Rolle spielen werden. Nun ist das der Fall, aber nicht zu unserem Vorteil», sagte Trainer Harold Kreis. «Im ersten Spiel haben wir den Faden nicht gefunden und setzen uns jetzt noch mehr unter Druck. Wir wollen zu viel, was zu Gegenangriffen führt.» Es ist keine gewagte Behauptung: Wenn der EVZ das Problem nicht bald in den Griff kriegt, sind die Perspektiven überschaubar. Hinzu kommt, dass die Paradelinie um Garrett Roe und Viktor Stalberg nicht die Dominanz ausstrahlt, die sie in der Qualifikation noch ausgezeichnet hat.
Der EV Zug musste ohne seinen verletzten Captain und Abwehrchef Raphael Diaz auskommen. Ob er am Samstag in Zürich wieder zu Verfügung steht, liess Sportchef Reto Kläy offen. Die Situation werde von Tag zu Tag neu beurteilt. Diaz wurde gerade als Dirigent im Zuger Powerplay gestern schmerzlich vermisst.

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