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EISHOCKEY: Genf kann gegen EVZ nicht treffen

Der EVZ gewinnt auch sein zweites Auswärtsspiel nach der Pause: Das 3:0 in Genf lässt ihn auf Rang 5 vorrücken. Servette ist das einzige Team in der National League, dem diese Saison noch kein Tor gegen Zug glückte.
Daniel Gerber, Genf
EVZ-Torhüter Tobias Stephan hielt zum dritten Mal in dieser Saison seinen Kasten rein. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Genf, 16. November 2017))

EVZ-Torhüter Tobias Stephan hielt zum dritten Mal in dieser Saison seinen Kasten rein. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Genf, 16. November 2017))

Daniel Gerber, Genf

sport@luzernerzeitung.ch

Flammen, Cheerleader und ein Adler, der durch das Stadionrund kreist – Servette liess beim Einmarsch seiner Gladiatoren nichts an pompösem Prunk aus. Weniger breit gefächert zeigten sich die Westschweizer beim Kern­geschäft des Abends, dem Duell zwischen den Romands und dem EV Zug, der nach der beleuchtungsreichen Einlaufgala die ihm zugedachte Rolle übernimmt. In den letzten rund zwei Minuten leistete sich das Heimteam zwei fahrlässige Gegentreffer ins leere Gehäuse und brachte sich damit um eine womöglich einträgliche Schlussphase.

Die spielentscheidende Szene geschah in der 31. Minute. Aus dem eigenen Drittel heraus spielte Zugs neuer Verteidiger Larri Leeger einen Laser-Pass auf Fabian Schnyder. Dieser nahm die Scheibe in hohem Tempo mit, narrte seinen Gegenspieler im vollen Lauf, liess auch Servette-Schlussmann Robert Mayer mit einer Blitzbewegung aussteigen und versenkte die Scheibe ins Netz: 1:0. EVZ-Trainer Harold Kreis sagte später: «Ich bin sehr stolz auf das Team, wir waren sehr fokussiert und haben hart gearbeitet.

Genfer Chancenauswertung ist mangelhaft

Zwar erarbeiteten sich die Genfer zunächst einiges an Szenenapplaus. Und nicht nur in den ersten Spielminuten, von denen der EVZ während vier Minuten in Unterzahl antreten musste, waren die Reflexe von Tobias Stephan gefragt. Doch trotz etlicher guter Gelegenheiten hielt die Innerschweizer Abwehr dicht.

Sechs der letzten acht Pflichtspiele konnte Genf für sich entscheiden, während der EVZ neun der letzten elf Ernstkämpfe verlor. So unterschiedlich die Vorzeichen waren, eines änderte sich nicht: Servette ist die einzige Mannschaft in der National League, die in dieser Saison noch nie einen Treffer gegen Zug erzielen konnte (nach 120 gespielten Minuten im Direktvergleich).

Zug zeigte sich aufopfernd. Symbolisch dafür war das dritte Unterzahlspiel. EVZ-Verteidiger Tobias Geisser kam an die Scheibe und leitete einen Gegenangriff ein. Diesen konterte der Heimclub zwar mit vier gegen zwei Spieler. Aber EVZ-Captain Raphael Diaz behielt die Übersicht und entschärfte die Lage.

Ausgerechnet in seinem ersten Powerplay zeigte sich das Team von Trainer Harold Kreis anfällig, beispielsweise durch ­einen Wechselfehler, der Ser­vette den Raum zum Kontern eröffnete. Doch die Genfer vertändelten nicht nur diese Chance fast schon spektakulär. Ihre Chancenauswertung gefiel den gegnerischen Fans besser als dem eigenen Anhang; nur noch Ambri und Kloten schiessen weniger Tore als die Westschweizer. «C’est pas possible!» («Das ist unmöglich!»), war gestern auf den Rängen öfter zu hören. Selbst wenn Keeper Stephan mal geschlagen war und die Scheibe nur noch eingeschoben werden musste, war ein Zuger irgendwie noch schneller an der Scheibe und spitzelte diese weg.

EVZ empfängt heute Ambri-Piotta

Dem EV Zug kann es recht sein. Mit zwei Auswärtssiegen ist das Team nach der Nationalmannschaftspause zum Siegen zurückgekehrt: 6:0 Punkte, 7:1 Tore.

Mit dem Duell von heute Freitag gegen Ambri-Piotta wartet nun das dritte Spiel innerhalb von vier Tagen. «Wir reisen so rasch wie möglich ab und haben nur ein freiwilliges Training», sagte Trainer Kreis kurz nach Spielende in Genf.

Genève-Servette - Zug 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

5159 Zuschauer. - SR Mollard/Vinnerborg, Altmann/Fluri. - Tore: 31. Schnyder (Leeger) 0:1. 58. (57:53) McIntyre (Stalberg) 0:2 (ins leere Tor). 59. (58:56) Klingberg (Alatalo) 0:3 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Richard; Roe.

Genève-Servette: Mayer; Petschenig, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Loeffel, Bezina; Jacquemet; Schweri, Richard, Simek; Wick, Hasani, Riat; Da Costa, Romy, Maillard; Holdener, Almond, Spaling; Rubin.

Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Geisser; Morant, Leeger; Fohrler; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Haberstich, Kast, Lammer; Schnyder, Zehnder, Senteler; Forrer.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Bays, Douay, Gerbe, Rod und Massimino. Zug ohne Diem, Helbling, Schlumpf und Grossmann (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 12. Richard, 28. Hasani. - Timeout Genève-Servette (58.). - Servette von 57:42 bis 57:53 und von 58:15 bis 58:56 ohne Goalie.

Rangliste: 1. Bern 20/46 (72:37). 2. Lugano 20/41 (67:46). 3. ZSC Lions 20/38 (71:52). 4. Fribourg-Gottéron 21/38 (56:55). 5. Zug 21/34 (60:53). 6. Davos 21/33 (58:62). 7. Biel 21/27 (58:66). 8. Genève-Servette 21/25 (49:61). 9. Lausanne 19/24 (52:62). 10. SCL Tigers 21/24 (51:63). 11. Ambri-Piotta 21/23 (48:63). 12. Kloten 20/16 (40:62).

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