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EISHOCKEY: Glücklicher Goalie

Er brauchte etwas Anlaufzeit, aber jetzt ist Tobias Stephan in Form gekommen. Laut offizieller Statistik ist der EVZ-Goalie der zweitbeste der Liga – nun steht er vor einem speziellen Wochenende.
Andreas Ineichen
Sicherer Rückhalt für den EVZ: Tobias Stephan rettet hier gegen den Fribourger Sebastian Schilt. Bild: Robert Hradil/Keystone (Freiburg, 12. November 2016)

Sicherer Rückhalt für den EVZ: Tobias Stephan rettet hier gegen den Fribourger Sebastian Schilt. Bild: Robert Hradil/Keystone (Freiburg, 12. November 2016)

Seine Antwort hätte nicht prägnanter ausfallen können. Nach dem 3:4 nach Verlängerung in Lugano, zwei haltbaren Toren und zuvor schon nicht immer überzeugenden Leistungen titelte unsere Zeitung besorgt: «Hat Zug ein Goalieproblem?»

Gut einen Monat danach darf man festhalten: Nein, der EVZ hat keines. In den neun folgenden NLA-Partien seit der Niederlage im Südtessin liess Tobias Stephan aus dem Spiel heraus (ohne Treffer ins leere Tor und Penaltys) nur noch zehn Tore zu – davor waren es pro Spiel noch rund 2,5. Die markante Steigerung hievte den 32-Jährigen mit einer Fangquote von 92,83 Prozent auf Platz 2 der besten Goalies der Liga. Nur Leonardo Genoni, der das Tor von Titelverteidiger Bern hütet, steht mit 93,82 Prozent noch besser da.

Es sei aufwärtsgegangen mit ihm nach einer Phase, in der «sich gute und schlechte Leistungen abwechselten», erzählt Tobias Stephan. Er ist sich bewusst gewesen, dass er in der Zeit der Inkonstanz nicht der Spieler war, der er hätte sein können. «Aber ins Grübeln kam ich nie, so etwas lernt man mit zunehmendem Alter», sagt Stephan.

Stephans Vertrauen in die Teamkollegen

Dass er nun wieder der Rückhalt ist, der seinem gewohnten Rendement und den Erwartungen der EVZ-Anhänger entspricht, führt er vor allem auf das zuverlässige Engagement der Teamkollegen zurück: «Ich habe viel Vertrauen in die Abwehr. Wir haben definitiv einen Schritt nach vorne gemacht. Die Teamkollegen lassen weniger Schüsse zu, und wir bekommen weniger Tore.» Ihn stimmt die defensiv stabile Spielausrichtung zuversichtlich im Hinblick auf die Playoffs, die für den EV Zug nach zweimaligem Aus in den Viertelfinals eine gesteigerte Bedeutung erlangen werden. Stephan stellt fest: «Wir sind nun dazu fähig, enge Spiele zu gewinnen, selbst wenn wir wenig Tore erzielen.» 15 der 22 Spiele in der laufenden Qualifikation endeten für den Dritten der NLA mit einem Tor Unterschied – acht davon entschied das Team von Harold Kreis für sich. Nur acht, möchte man anfügen, weil vier der sieben Niederlagen in der Verlängerung respektive im Penaltyschiessen entstanden. Dagegen hat der EVZ noch nie gewonnen, wenn er Überzeit verrichten musste.

Wie es sich für einen Goalie gehört, sagt Stephan: «Mir ist es lieber, wenn wir solid von hinten raus spielen als dass wir regelmässig in Konter laufen.» Das hat er in den letzten beiden Saisons zur Genüge erlebt, bevor sich der EVZ einer weniger spektakulären, aber defensiv viel stabileren Spielweise verschrieben hat. Auf die Frage, ob man ihn deshalb als einen der glücklichsten Goalies der NLA bezeichnen dürfe, sagt Stephan: «Das würde ich sofort unterschreiben.»

Dass beim EVZ ein guter Torhüter hinter einer guten Abwehr steht, sollen heute abermals der EHC Kloten (19.45, Swiss Arena) und morgen Genève-Servette zu spüren bekommen. Es sind die früheren Arbeitgeber von Stephan in der NLA, bei Kloten hat er seine Karriere lanciert (2002 bis 2006) und in der Romandie (2009 bis 2014) nach seiner Zeit in Übersee fortgesetzt. Die Klubs verbindet in dieser Saison eines: Sie haben ihren jeweils ersten Vergleich mit den Zugern, bei denen nach wie vor Tobias Fohrler für Santeri Alatalo zum Einsatz gelangen wird, verloren.

Andreas Ineichenandreas.ineichen@luzernerzeitung.ch

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