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EISHOCKEY: Harold Kreis: «Es waren vier schöne Jahre»

Nach der Trennung vom EV Zug kehrt Harold Kreis als Trainer zur Düsseldorfer EG zurück. Der Abschied aus der Zentralschweiz ist für ihn mit Wehmut verbunden.
Sven Aregger
Harold Kreis tritt als Trainer beim EVZ ab (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Harold Kreis tritt als Trainer beim EVZ ab (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Wenn Klubs sich «in gegenseitigem Einvernehmen» von ihren Trainern trennen, ist das meist eine schönfärberische Floskel. Im Falle des EV Zug, der am Montag die Trennung von Coach Harold Kreis (59) verkündet hat, trifft das für einmal nicht zu. Die Klubführung war zum Schluss gekommen, dass eine Verlängerung des bis 2019 laufenden Vertrags nicht in Frage kommt. Sie sah in Kreis den falschen Mann für die Umsetzung der Nachwuchsstrategie.

Kreis seinerseits wusste um seinen schwindenden Rückhalt. Als er die Anfrage von der Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft erhielt, einem Traditionsverein aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), einigten sich der Trainer und der EV Zug, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden.

Für Kreis ist es ein Abschied mit Wehmut. «Ich hätte in Zug gerne meinen Auftrag erfüllt und einen besseren Job gemacht. Meine emotionale Verbindung mit dem EVZ ist stark, es waren vier schöne Jahre in der Zentralschweiz», sagt er. «Aber vielleicht sind wir an einer Kreuzung angekommen, wo es besser ist, sich in andere Richtungen zu bewegen.» Er freut sich nun auch auf seine neue Herausforderung in Düsseldorf, auf «einen guten Ort und einen guten Verein».

Langjähriger Captain in Mannheim

In der Stadt am Rhein ist Kreis kein Unbekannter. Er hat schon von 2008 bis 2010 für das DEL-Team gearbeitet. In der ersten Saison führte er den achtfachen deutschen Meister in den Final, ehe er im März 2010 fünf Runden vor Ende der Qualifikation entlassen wurde. Der Deutsch-Kanadier blieb aber über die Jahre mit dem Verein in Kontakt – insbesondere durch den Mannschaftsarzt Ulf Blecker. Der Kniespezialist war es denn auch, der Kreis für den frei werdenden Trainerposten empfahl.

Überhaupt kennt Kreis die Verhältnisse in Deutschland. Er war langjähriger Captain beim Mannheimer ERC (heute Adler Mannheim), wurde zweimal deutscher Meister und bestritt fast 900 Partien in der höchsten Liga. In Mannheim hat er den Status einer Legende, seine Trikotnummer 3 wird nicht mehr vergeben, seit der ehemalige Verteidiger 1998 seine Aktivkarriere beendete. Auch in der Nationalmannschaft hinterliess er Spuren: Für Deutschland absolvierte er 180 Länderspiele.

Bei der Düsseldorf EG ist die Freude über seine Rückkehr gross. Der Klub, der in dieser Saison die Playoffs verpasst hat, schwärmt auf seiner Website von einem «spektakulären Comeback». Geschäftsführer Stefan Adam lässt sich so zitieren: «Harold Kreis ist ein europäischer Top-Trainer.» Kreis erhält einen Vertrag bis Ende Saison 2019/20.

Kast steht vor dem Absprung

In Zug verdichten sich derweil die Anzeichen, dass Center Timothy Kast nach nur einem Jahr den EVZ wieder verlassen wird. Der Klub sucht derzeit nach einer Lösung. Dem Vernehmen nach steht der Westschweizer, der beim EVZ einen Vertrag bis 2019 hat, vor einer Rückkehr zu Genf-Servette. Kast hat nach einem guten Saisonstart komplett den Faden verloren und sich auch in der Kabine immer mehr von seinen Teamkollegen abgekapselt. Seine Familie fühlte sich nicht wohl in Zug und lebt schon seit längerem wieder in der Westschweiz.

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