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EISHOCKEY: Harold Kreis: «Keine Wischiwaschi-Spiele mehr»

Der EV Zug startet am Freitag um 18 Uhr in Finnland gegen JYP Jyväskylä in die Champions Hockey League. Die Zuger stehen dem reformierten Wettbewerb positiv gegenüber.
Sven Aregger
Die erste Zuger Hürde: das finnische Team JYP Jyväskylä. (Bild: Getty (Jyväskylä, 8. November 2016))

Die erste Zuger Hürde: das finnische Team JYP Jyväskylä. (Bild: Getty (Jyväskylä, 8. November 2016))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Harold Kreis hat sich per Videostudium mit dem Gegner befasst. Und was der Trainer des EV Zug gesehen hat, beeindruckte ihn. Er sagt: «Wir treffen auf eine physisch und läuferisch starke Mannschaft.»

Die Rede ist von JYP Jyväs­kylä, dem finnischen Topteam und ersten Zuger Kontrahenten in der Champions Hockey League (CHL). Heute spielt der EVZ auswärts in Jyväskylä, bevor er am Sonntag in der zweiten Partie der Vorrunde beim weissrussischen Meister Neman Grodno antritt (beide Spiele um 18 Uhr). Neben dem EVZ sind aus der Schweiz der SC Bern, der HC Davos und die ZSC Lions im Wettbewerb vertreten.

Im Vergleich zum Milliardengeschäft Uefa Champions League im Fussball fristet die CHL noch immer ein stiefmütterliches Dasein. Gründe dafür sind fehlende finanzielle Anreize, verhaltenes Zuschauerinteresse und ein ständiger Moduswechsel. Vor allem in Schweden, das bisher sämtliche Siegerclubs des Wettbewerbs stellte, kommt kaum Begeisterung für die Königsklasse auf.

Weniger Teams, mehr Preisgeld

Die Champions Hockey League steigt daher mit einer Reform in ihre vierte Saison. Die Zahl der Teams wurde von 48 auf 32 reduziert. Bisher waren die Gründungsclubs, zu denen auch der EV Zug gehört, gesetzt. Neu können sich die Teams nur noch auf sportlichem Weg qualifizieren. «Die Einführung der sportlichen Qualifikation war eine der wichtigsten Entscheidungen, um das Produkt vorwärtszubringen», sagt CHL-Geschäftsführer Martin Baumann. Zusätzlich steigt das Preisgeld. Die Clubs erhalten diese Saison 1,5 Millionen Euro, davon gehen 300 000 an den Sieger. Bis 2023 soll das Preisgeld auf 3,5AABB22Millionen Euro (720 000 Euro für den Sieger) erhöht werden. Dennoch: «Stand heute lässt sich in der Champions Hockey keine goldene Nase verdienen», sagt EVZ-Sportchef Reto Kläy. «Es wäre wünschenswert, den Wettbewerb finanziell noch attraktiver zu gestalten.» Kläy betont aber auch: «Das Produkt braucht ein gesundes Wachstum und Zeit, sich zu etablieren.»

In der Schweiz seien bei den ersten Vorrundenspielen im Sommer noch nicht alle Leute auf Eishockey programmiert. Aber Kläy ist überzeugt, dass Erfolge der Schweizer Clubs das Interesse am Wettbewerb markant erhöhen würden. Dazu will der EVZ seinen Beitrag leisten. Für den Club ist die CHL mehr als ein Vorbereitungsturnier auf die Meisterschaft, als das es da und dort noch gilt. Die Zuger, die vergangene Saison im Achtelfinal an den Eisbären Berlin gescheitert waren, wollen um die europäische Trophäe mitspielen. «Nach einer kurzen Vorbereitung haben wir die Chance, schon früh Ernstkämpfe gegen die besten Teams aus Europa zu bestreiten», sagt Kläy. «Die ganze Organisation kann international Erfahrung sammeln. Und die Spieler sehen, wo sie auf diesem Niveau stehen.» Trainer Kreis drückt es so aus: «Jetzt gibt es keine Wischiwaschi-Spiele mehr, es geht richtig zur Sache.»

Der EV Zug hat die Reise nach Finnland ohne die verletzten Routiniers Reto Suri, Santeri Alatalo und Nolan Diem angetreten. Dafür können sich einige Nachwuchstalente präsentieren. Die vierte Sturmlinie werden vor­aussichtlich Fabio Arnold (21), Fabio Kläy (23) und Sandro Forrer (19) bilden.

Vorrunde

Champions Hockey League (CHL). Gruppe C: Zug, JYP Jyväskylä (FIN), Vienna Capitals, Neman Grodno (BLR). – Gruppe E: Davos, Cardiff Devils, Växjö Lakers, Bili Tygri Liberec. – Gruppe F: Bern, Nottingham Panthers, TPS Turku, Hradec Kralove. – Gruppe H: ZSC Lions, Klagenfurter AC, Gap Rapaces (FRA), Frölunda Indians.

Die ersten Spiele mit Schweizer Beteiligung: Frölunda Indians – ZSC Lions XXXX. Bern – Nottingham Panthers XXXX. Davos – Cardiff Devils XXX.

Heute, 18.00: JYP Jyväskylä – Zug. – Samstag. 15.00: Gap Rapaces – ZSC Lions. – 19.45: Bern – TPS Turku. Davos – Växjö Lakers. – Sonntag, 18.00: Neman Grodno – Zug.

Modus: Die besten zwei Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Achtelfinals.

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