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EISHOCKEY: Helbling erklärt Fribourg-Hoch

Heute Freitag (19.45, BCF-Arena) kommt es zum unerwarteten Spitzenkampf zwischen Fribourg-Gottéron und Zug. EVZ-Verteidiger Timo Helbling nimmt einen gegnerischen Stürmer in Schutz.
René Barmettler
Timo Helbling freut sich auf das Duell gegen Fribourg-Gottéron: «Wir hatten in den letzten Jahren einige legendäre Kämpfe in Freiburg.» (Bild: Jürgen Staiger/Keystone (Davos, 9. September 2017))

Timo Helbling freut sich auf das Duell gegen Fribourg-Gottéron: «Wir hatten in den letzten Jahren einige legendäre Kämpfe in Freiburg.» (Bild: Jürgen Staiger/Keystone (Davos, 9. September 2017))

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Der Start in die noch junge Saison gelang dem EV Zug besser als erwartet. Verletzungen und eine lange Sperre liessen eine Durststrecke befürchten. Unterstrichen wurde dies durch die Heimniederlage gegen Lugano (2:4) und dem mühevoll erkämpften Sieg gegen Lausanne (5:4 n. V.). Doch der Siegeshunger der vermeintlich geschwächten Mannschaft wurde von den Gegnern in der Folge offensichtlich unterschätzt. Das Punktemaximum aus den vergangenen vier Partien spülte die Zentralschweizer bis auf Rang zwei vor.

«Wir fanden zuletzt trotz teilweise schlechten Spielabschnitten Wege, die Spiele dennoch zu gewinnen», sagte EVZ-Verteidiger Timo Helbling nach dem gestrigen Morgentraining. «Ich denke, dass wir mental noch einen Schritt vorwärtsgemacht haben.» Helbling, der am Dienstag beim 3:2-Sieg in Lugano nach einer verbüssten Sperre (sechs Spieltage) wieder mittun durfte, wies trotzdem darauf hin: «Wir haben noch viel Arbeit vor uns.»

Notlösung Brust erweist sich als Volltreffer

Zudem warten harte Gegner auf die Zuger – heute sind sie bei Fribourg-Gottéron zu Gast, morgen Samstag empfangen sie Meister Bern. Die Freiburger überraschten bisher und besetzen die Leaderposition. Und so kommt es jetzt zum unerwarteten Spitzenkampf. Die Romands, die in der letzten Saison die Playouts bestritten hatten, schafften also die Wende zum Guten. Der 36-jährige Helbling hatte zwischen 2013 und 2015 105 Spiele für Gottéron absolviert und erklärt den Niedergang: «Nach der Entlassung von Trainer Hans Kossmann im Oktober 2014 fiel der Klub in ein Loch. Kossmann war sehr autoritär, es funktionierte nicht mehr. Danach brauchte es wenig, um in eine Negativspirale zu geraten.» Und zur jüngsten «Wiederauferstehung» meint er: «Der neue Trainer und der neue Goalie sind die Hauptgründe.»

  • Mark French (46) heisst der neue Coach. Der Kanadier trainierte in seiner bisherigen Karriere in den amerikanischen Unterligen und in der AHL. Ein Jahr lang war er in der KHL in Zagreb tätig. Am College absolvierte er ein Psychologiestudium. Womöglich kommt ihm das bei den Freiburgern zugute.
  • Barry Brust (34) heisst der Goalie und ist eigentlich ein Notnagel. Nach dem erzwungenen Abgang von Benjamin Conz zu Ambri wäre eigentlich Reto Berra die Nachfolgelösung gewesen. Doch der Nationaltorhüter kehrte im Sommer in die NHL zurück und spielt nun für die Anaheim Ducks. Doch die Notlösung erwies sich bisher als Volltreffer (93,4 Prozent Fangquote). «Ein guter Goalie bringt mehr Stabilität, das sehen wir auch bei uns: Mit Tobias Stephan haben wir eine wertvolle Basis», verdeutlicht Helbling. Was Brust von Stephan unterscheidet, ist der Stil. Während Stephan viel Ruhe ausstrahlt und ein sicheres Stellungsspiel beherrscht, zählt sich Brust zu den Instinktgoalies und erstaunt mit einer aussergewöhnlichen Handhabung seines Jobs.
  • Julien Sprunger (31) kurbelt nach wie vor die Freiburger Offensive an. Dem einheimischen Aushängeschild und Topskorer eilt der Ruf voraus, zu wenig hart fürs Hockeyzu sein. «Damit tut man ihm Unrecht», verteidigt ihn Helbling, «er muss wegen seinesTopskorer-Goldhelms viel einstecken, kann aber auch austeilen.»

Austeilen kann auch Timo Helb­ling, er freut sich diebisch auf das heutige Duell. «Wir hatten in den letzten Jahren einige legendäre Kämpfe in Freiburg, und ich freue mich in dieser Atmosphäre sehr auf die Begegnung.» Die letzten acht Partien gegen Gottéron konnte Zug für sich entscheiden. Wer wohl heute den grösseren Siegeshunger hat?

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