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EISHOCKEY: Im Ausland ist Dominik Volejnicek gereift

Dominik Volejnicek (19) hat seine Zukunft noch vor sich. Der Stürmer der EVZ Academy will in der Swiss League nun Fuss fassen und strebt eine Zukunft in der National League an. Dort würde er seinem Vater folgen.
Michael Wyss
Dominik Volejnicek (Nummer 81) hat den Blick für das Wesentliche. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 15. September 2017))

Dominik Volejnicek (Nummer 81) hat den Blick für das Wesentliche. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 15. September 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Das Jahr in Schweden hat mir gutgetan. Ich habe viel gelernt und konnte viel profitieren für mein jetziges Leben. Ich habe dort gelernt zu kämpfen und zu beissen», sagt Dominik Volejnicek. Das Zuger Eigengewächs, das mit drei Jahren bereits auf dem Eis kurvte, stand letzte Saison bei der U20-Mannschaft der Malmö Redhawks unter Vertrag. «Das Niveau ist vergleichbar mit der Swiss League hier in der Schweiz», sagt er. Sein Abstecher war geplant, nach seiner Zeit im EVZ-Nachwuchs. Volejnicek, der in Gisikon aufwuchs und auch wohnt, sagt: «Beim EVZ, meinem Stammverein, durchlief ich alle Stufen. Ich wollte nach meiner Zeit bei den Elite-A-Junioren eine Luftveränderung und suchte eine neue Herausforderung. Das Ausland lockte und war immer meine Vision.»

Eigentlich wäre der Wunsch gewesen, nach Kanada zu gehen. Doch es blieb beim Wunsch. Realität wurde ein Abenteuer in das Land im hohen Norden. «Ich bereue keine Minute. Auch wenn ich mir mehr erhofft hatte, vor allem bezüglich Spielpraxis, waren es wichtige Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Ich wurde ein anderer Mensch: ehrgeiziger, zielstrebiger, disziplinierter.» Tugenden, die er bei seinem neuen, alten Arbeitgeber in der Swiss League gut gebrauchen kann.

Erstes Tor im ersten Match

Volejnicek wurde mit einem Vertrag bis Ende der laufenden Saison ausgestattet und will sich für höhere Aufgaben empfehlen. Heute wartet die Chance dazu im Cup gegen den HC Ambri-Piotta (siehe Box). «Mein Fernziel ist es, eines Tages in der höchsten Liga spielen zu können. Am liebsten beim EVZ, das ist klar. Dafür werde ich kämpfen.» Er wäre aber auch nicht abgeneigt, für einen anderen Verein in der National League zu spielen. «Letztendlich will ich weiter als Profi meinen Lebensunterhalt verdienen. Ich nehme Schritt für Schritt. Zunächst will ich mit der EVZ Academy beste Werbung in eigener Sache machen.» Seinen Einstand feierte der gelernte Büroassistent am letzten Freitag beim Auftaktspiel gegen Ajoie (3:5-Niederlage) gleich mit einem Treffer.

Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, trifft auf Volejnicek zu. Sein Vater Zdenek spielte ab den 1970er-Jahren einst beim EVZ, damals noch in der NLB. In den Jahren 1983 bis 85 stürmte der gebürtige Tscheche in Zug mit Weltklassespielern wie Ivan Hlinka oder dem Amerikaner Steven Allen Jensen in einer Linie. «Ich war mit meinem Vater früher immer an den Spielen und wurde schon früh ein EVZ-Fan. Ich bin mit diesem Gen einfach geboren worden», sagt Dominik Volejnicek lachend.

Apropos Familie – die bedeutet dem 19-Jährigen sehr viel: «Ich pflege ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Sie unterstützen mich moralisch und besuchen auch, wenn es ihnen möglich ist, die Spiele der EVZ Academy, was ich sehr schätze.» Auch zu seiner Schwester Chiara (21, Studentin), die auf nationaler Ebene eine erfolgreiche Tennisspielerin (TC Lido Luzern) ist, pflegt er eine enge Verbindung. «Wir wohnen beide noch bei den Eltern, von daher sehen wir und unterhalten uns tagtäglich. Natürlich ist der Sport immer ein Thema bei uns.» Seine Mutter Brigitte würde einschreiten, «wenn es sich um zu viel Sport handelt. Es gibt ja noch andere Sachen auf dieser Welt», sagt der Stürmer mit einem Grinsen.

Unvergessliche Partie mit der U18

Volejnicek, der auf sämtlichen Altersstufen in den Junioren-Nationalteams der Schweiz spielte, verfolgt diese Saison zwei Ziele: «Ich will mit der Academy in die Playoffs. Dieses Unterfangen wird schwierig, doch es ist machbar. Das zweite Ziel ist die Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft in Buffalo». An einem internationalen Turnier erlebte der Volejnicek auch sein bisher grösstes Highlight: «Im April 2016 spielte ich mit der U18-Nationalmannschaft an der WM in Amerika. Im Spiel gegen Lettland gelang mir sieben Sekunden vor Ablauf der Verlängerung der Siegestreffer zum 5:4.» Bevor er nach Schweden wechselte, bestritt er für die erste Mannschaft des EVZ ein NLA-Meisterschaftsspiel und eine Cup-Partie. In der Champions League kam er zudem auf drei Einsätze. «Wenn du als 17-Jähriger im Kreis der Grossen mittun kannst und im Kader des Fanionteams stehst, ist das schon etwas Spezielles. Das macht dich stolz», blickt Volejnicek zurück.

Er bezeichnet sich als «zielstrebig, sehr sozial und kämpferisch.» Apropos Kämpfer: In ­seinem Steckbrief auf der EVZ-Homepage ist unter «Lieblingsfilm» die «Rocky»-Reihe mit Sylvester Stallone aufgeführt. Was hat es damit auf sich? «Stallone verkörpert perfekt, dass man es im Leben weit bringen kann, wenn man an sich glaubt. Man kann wirklich Berge versetzen, wenn man sich auf die eigenen Fähigkeiten und Stärken besinnt», hat Volejnicek festgestellt.

Hinweis Die nächsten Academy-Spiele in der Swiss League. Freitag, 22. September: Academy – Rapperswil-Jona Lakers (20.00, Academy Arena). Samstag, 23. September: GCK Lions – Academy (17.00, KEB Küsnacht ZH).

Ambri reist mit Respekt vor der Academy an

Cup Heute trifft die EVZ Academy im Sechzehntelfinal auf den HC Ambri-Piotta aus der National League (20.00, Bossard-Arena). Die Leventiner sind klarer Favorit, wissen aber auch um die Schwierigkeit, gegen einen Unterklassigen spielen zu müssen und Gefahr zu laufen, sich zu blamieren. Der Ambri-Sportchef und frühere EVZ-Stürmer Paolo Duca (36, Bild) hebt den Mahnfinger: «Wir haben grossen Respekt vor dieser Aufgabe und wissen, was uns in diesem Spiel erwartet. Die Academy-Spieler können frei aufspielen und uns ärgern. Das ist motivierend für sie. Ich erwarte von meiner Mannschaft aber, dass sie sich durchsetzt. Die Unterschiede zwischen der National League und Swiss League muss man einfach sehen.»

Und was rechnet sich Academy-Stürmer Dominik Volejnicek für Chancen aus zum Weiterkommen? «Die sind intakt. Wir haben keinen Druck. Wenn wir defensiv einen super Job verrichten, können wir die ganz grosse Überraschung schaffen. Wichtig ist, dass wir nicht nach zehn Minuten schon 0:3 in Rücklage liegen. Das wäre sicher Gift für das Spiel und die Spannung.» (mwy)

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