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EISHOCKEY: «Im Leben muss man Träume haben»

Dario Wüthrich (18) ist Verteidiger bei der EVZ Academy in der Swiss League und träumt von einer Profikarriere in der höchsten Liga. Sein ganz grosses Idol spielt in Übersee.
Michael Wyss
Dario Wüthrich glaubt vor der heutigen Partie in Langenthal an eine Überraschung. (Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 22. September 2017))

Dario Wüthrich glaubt vor der heutigen Partie in Langenthal an eine Überraschung. (Bild: Christian H. Hildebrand (Zug, 22. September 2017))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Dass ich die Nummer 59 trage, hat einen Grund», sagt Dario Wüthrich und führt aus: «Ich bin Fan von Roman Josi, der bei den Nashville Predators in der National Hockey League mit derselben Nummer spielt und auch Verteidiger ist.» Wüthrich erklärt seine Wahl so: «Josi ist bescheiden geblieben und hat die Bodenhaftung trotz vieler Erfolge nie verloren. Das ist der Schlüssel zum Erfolg und sicher auch ein Grund, warum er auf diese Saison hin zum Captain gewählt wurde.»

Der im aargauischen Würenlos wohnhafte und aufgewachsene Verteidiger der EVZ Academy backt derzeit etwas kleinere Brötchen. «Den Sprung über den grossen Teich zu schaffen, einmal in der besten Liga der Welt zu spielen, ist der Traum jedes Spielers in meinem Alter. Doch ich bin auch Realist und weiss, dass das nur ganz wenige Spieler schaffen. Doch im Leben muss man Träume haben, wenn man weiterkommen will.»

Wüthrich ist Fan des HC Davos

Auf dem Weg nach oben will sich Wüthrich, der heute seinen 18. Geburtstag feiert und damit der Zweitjüngste im Kader ist, zuerst einen Platz im Team der EVZ Academy in der Swiss League (NLB) erobern. Der Verteidiger mit einer Körpergrösse von 187 Zentimetern und einem Gewicht von 91 Kilogramm, der letzte Saison noch bei den Elite-A-Junioren des EVZ spielte, blickt noch etwas weiter: «Ich will mich mit guten Leistungen für höhere Aufgaben empfehlen. Mein Ziel ist es, innerhalb der nächsten Jahre den Sprung in die National League zu schaffen.» Sein Lieblingsteam ist nicht etwa der EVZ, sondern der HC Davos. «Ich war schon früh immer Fan von dieser Mannschaft. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Doch ich nehme, was kommt. Wenn du die Chance bekommst, in der höchsten Liga zu spielen, musst du das packen. Egal wo auch immer.»

Sein Agent ist übrigens der 152-fache Nationalspieler Sandro Bertaggia (53), der beim EV Zug gross geworden ist und im HC Lugano (1985 bis 2003) mit sechs Meistertiteln seine Blütezeit erlebte. Wüthrichs Vertrag beim EVZ läuft bis Ende der Saison 2018/19. Der Aargauer absolviert derzeit das vierjährige Ausbildungskonzept der EVZ Academy und lässt sich in Baar bei einem Energy-Drink-Produzenten zum kaufmännischen Angestellten ausbilden.

Wüthrich versuchte sich mit drei Jahren erstmals aufs Eis. «Ich habe in der Hockeyschule beim damaligen Verein EHC Wettingen-Baden meine ersten Gehversuche gemacht und die Freude zum Eishockey entdeckt». Die Faszination für das Eishockey wurde ihm vermutlich in die Wiege gelegt: Sein Vater spielte in der 1. Liga für Wettingen-Baden, die heutigen Argovia Stars. Auch sein Bruder Sandro (20) spielte einst Eishockey, heute ist er aber leidenschaftlicher Unihockeyaner. «Mein grösster Förderer war, nebst meinem Vater, Heinz ­Leuenberger, der früher einer meiner Nachwuchstrainer in Wettingen-Baden war und heute Sportchef der Argovia Stars ist. Er hat mich in meiner Entwicklung weitergebracht.» Unterstützt wurde er in seiner ganzen bisherigen Laufbahn stets von seinen Eltern Karin und Hanspeter: ­«Ihnen verdanke ich alles. Wo ich heute stehe, ist zu einem grossen Teil ihr Verdienst.»

Die Hoffnung auf die U20-WM in Buffalo

Im Mini-Alter wechselte Dario Wüthrich dann von Wettingen-Baden zum EV Zug, wo er all die Jahre blieb. Dank seinen konstant guten Leistungen wurde er in die verschiedenen Nachwuchs-Nationalmannschaften berufen. «Hier erlebte ich auch meinen schönsten Moment. Es war ein U18-Turnier, das ich in Kanada mit der Schweiz bestreiten durfte. Ich wurde zwei Mal zum besten Spieler gewählt. Das macht mich stolz.» Momentan gehört er dem U20-Nationalkader an. Für die laufende Saison hat sich Wüthrich, der sich als «ehrgeizig, kommunikativ, sozial und emotional» bezeichnet, zwei Ziele gesetzt: «Mit der EVZ Academy will ich in die Playoffs, und ich hoffe, dass ich Ende Jahr für die U20-Weltmeisterschaft in Buffalo aufgeboten werde. Es gibt keinen besseren Schauplatz für einen jungen Spieler, der von der NHL träumt. Hier wirst du von unzähligen Scouts beobachtet.»

Zurück zur nationalen Meisterschaft: Wüthrichs EVZ Academy Team ziert nach dem dritten Spieltag und der dritten Niederlage den letzten Tabellenrang. Der Verteidiger stellt klar: «Es ist Zeit, etwas zu ändern und das Punktekonto zu eröffnen. Warum nicht heute in Langenthal, beim Favoriten? Wir können nur gewinnen.» Die Begegnung beginnt um 20 Uhr in der KEB Schoren.

www.

Impressionen vom letzten Spiel: zugerzeitung.ch/bilder

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