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EISHOCKEY: Jetzt will Zug den Titel

Nach dem Triumph über Davos ist der EVZ heiss auf den Final. HCD-Trainer Arno Del Curto zieht den Hut vor den Zugern – und traut ihnen auch gegen den SC Bern viel zu.
Sven Aregger
Die Zuger Spieler feiern den Finaleinzug vor der Davoser Fankurve. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Davos, 1. April 2017))

Die Zuger Spieler feiern den Finaleinzug vor der Davoser Fankurve. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Davos, 1. April 2017))

Als EVZ-Trainer Harold Kreis am späten Samstagabend in den Katakomben der Davoser Eishalle mit Journalisten redete, kam irgendwann sein auslaufender Vertrag zur Sprache. Bekannt ist ja, dass die Klubverantwortlichen erst nach Saisonende mit Kreis über eine Vertragsverlängerung verhandeln werden. Der Deutsch-Kanadier ist nun die dritte Saison Headcoach in Zug. Könnte er den Verein am Ende sogar aus eigenem Antrieb verlassen? Kreis nahm solchen Spekulationen den Wind aus den Segeln. «Ich bin gerne in Zug und habe kein Bedürfnis zu gehen», sagte er.

In seinen ersten zwei Saisons lief es nicht wie gewünscht, zweimal schied der EVZ in den Viertelfinals aus. Doch Kreis, der 2006 mit Lugano und 2008 mit den ZSC Lions Meister geworden war, liess sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Und jetzt steht er mit dem EVZ nach dem 5:3-Triumph in Davos im Meisterschaftsfinal. «Wenn du keine Probleme willst, musst du als Trainer aufhören», sagte er am Samstag. Und er wies darauf hin, dass der EVZ auf diese Saison hin «Playoff-tauglich» geworden sei. «Ich habe schon am ersten Tag der Saison gespürt, dass dieses Team einen besonderen Spirit hat. Diese Jungs kennen keinen Widerstand. Es macht Spass, sie zu trainieren.» Gleichzeitig betonte Kreis aber auch: «Wir haben noch nichts gewonnen.»

Del Curto hofft vergebens, dass Zug einbricht

Zug und Davos boten den Hockeyfans in den sechs Halbfinalpartien ein Spektakel erster Güte. «Es war sehr intensiv, ein Riesentempo», stellte Zugs Abwehrstratege Rafael Diaz fest. Auch HCD-Trainer Arno Del Curto zog seinen Hut vor den Zugern, die nach dem Meistertitel von 1998 erst zum zweiten Mal einen Playoff-Final erreichten: «Zug hat den Sieg verdient. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so mitziehen.» Er habe immer gedacht – oder gehofft: «Brechen sie jetzt langsam zusammen?»

Die Zuger taten ihm den Gefallen nicht, sondern gingen das horrende Tempo des HCD mit und zeigten sich in den entscheidenden Momenten effizienter. «Komischerweise hatten wir immer so zwei, drei Minuten, in denen wir ihnen Tore schenkten», bilanzierte Del Curto. Am Samstag waren es 164 Sekunden im Mitteldrittel, in denen David McIntyre, Carl Klingberg und Dominic Lammer den EVZ 3:0 in Führung brachten. Dieses Handicap konnten die Davoser in der hektischen Schlussphase nicht mehr wettmachen.

Zudem generierten Zugs Ausländer wesentlich mehr Ertrag als die angeschlagenen Söldner von Davos. Nachdem er in den Spielen 3 und 4 mit je zwei Toren ein Strohfeuer gezündet hatte, verschwand Perttu Lindgren wieder mehrheitlich in der Versenkung. Seine Kreativität und Abschlussstärke wurde bei den Bündnern schmerzlich vermisst. Vorwürfe mochte der Coach dem Finnen, der sich nun an der Hüfte operieren lassen wird, aber keine machen. Lindgrens Landsmann Tuomo Ruutu, der für die letzten drei Spiele der Halbfinalserie aufs Eis zurückkehrte, bezeichnete Del Curto sogar als «Wahnsinnigen». «Ich weiss gar nicht, was alles kaputt ist, aber er hat sich für die Mannschaft geopfert.»

Die Ansage von David McIntyre

Del Curto traut den Zugern ab Donnerstag im Final gegen Meister und Qualifikationssieger Bern viel zu. Vor allem auch, weil sie nun am Dienstag kein Entscheidungsspiel bestreiten müssen. Der SCB stellte gegen Lugano seinen Finaleinzug ja bereits am Donnerstag sicher. «Ein 7. Match wäre obergeil geworden», bedauerte der Kulttrainer zwar, aber er stellte auch fest: «Zugs Chancen gegen Bern sind nun grösser. Ich glaube, das gibt einen ausgeglichenen und guten Final.»

Die Zuger denken nicht daran, sich nun auf dem Erreichten auszuruhen. David McIntyre, am Samstag Doppeltorschütze und bislang bester Skorer der Playoffs (11 Tore, 6 Assists), betonte: «Wir werden nicht happy sein mit einem 2. Platz. Jetzt wollen wir den Titel.» (ars/sda)

Playoffs

Final. 1. Spiel. Donnerstag, 20.15 (SRF 2): SC Bern – EV Zug.

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