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EISHOCKEY: Johann Morant war der Übeltäter und nicht Josh Holden

Mit Josh Holden (38) haben die Schiedsrichter am Dienstag den falschen Zuger vorzeitig unter die Dusche geschickt. Zum Fehler steht Danny Kurmann.
Andreas Ineichen
Zugs Johann Morant (links) am Dienstag im Duell mit Ambris Lukas Lhotak.Bild: Patrick Staub/Freshfocus (Zug, 8. November 2016)

Zugs Johann Morant (links) am Dienstag im Duell mit Ambris Lukas Lhotak.Bild: Patrick Staub/Freshfocus (Zug, 8. November 2016)

Zugs Captain ist rehabilitiert: Es war nicht Josh Holden, der Ambris Verteidiger Marc Gautschi in der 27. Minute mit einem Stockschlag einen Schnitt an der Wange zugefügt hat. Aber der routinierte Stürmer musste die Konsequenzen tragen und wurde mit einer 5-Minuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe vom weiteren Spielgeschehen ausgeschlossen.

Der Übeltäter war Teamkollege Johann Morant. Genau so, wie es Holden seinem Trainer Harold Kreis dargelegt hat (siehe gestrige Ausgabe). Das Kuriose dabei: Während sich Holden Gautschi von hinten näherte und ihn mit einem Stockschlag am Arm traf, bearbeitete Morant den 33-Jährigen gleichzeitig von vorne. Sein Stockschlag traf Gautschi in der Folge im Gesicht. Danny Kurmann beobachtete die Szene von hinten und gibt am Tag nach dem hart erarbeiteten 2:1-Sieg der Zuger offen zu: «Ich habe nur Holdens Aktion gesehen, jene von Morant nicht. Darum bin ich davon ausgegangen, dass Holden die Verletzung verursacht hat. Das war ein Fehler.»

Zug profitiert von Kurmanns Irrtum

Auf den Fehlentscheid wurden die Schiedsrichter noch in der zweiten Drittelpause per Video aufmerksam gemacht. Kurmann sagt: «Richtig wäre gewesen, Morant mit einer 5-Minuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe und Holden mit einer 2-Minuten-Strafe zu sanktionieren.»

Doch der Spielleiter konnte nicht mehr rückgängig machen, was er zuvor verfügt hatte. «Aber ich habe im Rapport an den Einzelrichter vermerkt, dass die Sanktion gegen Josh Holden zu Unrecht erfolgt ist, und das habe ich auch Holdens Stellvertreter Rafael Diaz nach Spielende so mitgeteilt.»

Was bedeutet das nun für Holden und den NLA-Leader Zug? Mit einem Regress wird die irrtümliche Sanktionierung von Holden höchstwahrscheinlich rückgängig gemacht, und der Captain stünde wieder mit weisser Weste da. Denn eine zweite Spieldauer-Disziplinarstrafe zöge automatisch eine Spielsperre nach sich.

Vom Irrtum Kurmanns profitieren die Zuger insofern auch, als Morant straffrei davonkommen wird. Für den Verteidiger wäre es der erste Restausschluss der Saison gewesen.

Andreas Ineichen

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