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EISHOCKEY: Kaltblütiger Kanadier

Die Zuger Linie mit David McIntyre läuft in den Playoffs zur Hochform auf. Der 30-jährige Nordamerikaner beeindruckt mit gnadenloser Effizienz.
Sven Aregger
David McIntyre (links) war gegen Genève-Servette ein ständiger Unruheherd. Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 4. März 2017)

David McIntyre (links) war gegen Genève-Servette ein ständiger Unruheherd. Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 4. März 2017)

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Als die EVZ-Spieler am Samstag nach der Partie in Richtung Kabine stapften, hallten Jubelrufe durch die langen Gänge der Genfer Eishalle Les Vernets. CEO Patrick Lengwiler und der verletzte Captain Josh Holden standen Spalier, während Sportchef Reto Kläy die schon bereitstehenden Bierflaschen öffnete. Die Erleichterung in den Zuger Gesichtern war fast greifbar. In diesem Moment musste eine grosse Last von allen Beteiligten abgefallen sein. Soeben hatten sie Genève-Servette 5:1 besiegt, was gleichbedeutend war mit dem ersten Halbfinal-Vorstoss seit 2013.

Die Halbfinals: Da wollte der EV Zug hin, nachdem er zweimal in den Viertelfinals gescheitert war. So lautete der Anspruch des Klubs, aber auch des gesamten Umfelds. Der EVZ stand in der Bringschuld, und Flügelstürmer Dominic Lammer fasste es so zusammen: «Alle haben kapiert, worum es geht.»

Mit Zuversicht und Selbstvertrauen

Lammer war an diesem Abend ein gefragter Interviewpartner, genauso wie Center David McIntyre. Nicht von ungefähr: Die Linie mit Lammer, McIntyre und Sandro Zangger trug massgeblich dazu bei, dass Zug auf direktem Weg durch diese Viertelfinal-Serie marschierte. An 11 der 18 Tore, die der EVZ in den vier Spielen erzielte, war mindestens einer des Trios beteiligt. Am Samstag, als die Genfer 1:0 führten und die Zuger Defensive phasenweise schwindlig spielten, sorgte der McIntyre-Block für die Wende. Jeder der drei Stürmer traf einmal.

Vor allem McIntrye entwickelt sich immer mehr zum Mr. Playoff. Sechsmal traf der 30-Jährige Kanadier bereits. Für diese Ausbeute benötigte er 12 Schüsse, was einer Erfolgsquote von 50 Prozent entspricht. Effizienter geht es kaum. Mit sieben Punkten führt er die Playoff-Skorerliste in der NLA an. Schon in der Qualifikation war er mit 17 Toren und 30 Vorlagen hinter Lino Martschini Zugs zweitbester Punktesammler. McIntyre, der für die Minnesota Wild sieben NHL-Spiele absolviert hat und vor der Saison vom finnischen Klub SaiPa Lappeenranta zum EV Zug stiess, wollte jedoch nicht über seine eigene Leistung sprechen. Ganz der Teamplayer nordamerikanischer Prägung, sagte er: «Wir alle ziehen am gleichen Strick und arbeiten hart für den Erfolg. Ich bin sehr glücklich.»

Dass es McIntyre aber nicht an Selbstvertrauen mangelt, machte er schon bei seiner Ankunft im Sommer in Zug deutlich, als er verkündete: «Ich will der beste Spieler der Liga sein.» Und der Angreifer ist zuversichtlich, dass er mit seinem Team in diesen Playoffs noch viel erreichen kann. «Wenn wir an uns glauben und unser Bestes geben, ist alles möglich.» Dominic Lammer sieht es ähnlich. «Unser Weg ist noch nicht zu Ende», sagte er und verschwand in die Kabine, um mit seinen Teamkollegen den Triumph in Genf zu feiern.

Bild: Tabelle: LZ

Bild: Tabelle: LZ

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