Eishockey
Keine Berufung – der EV Zug legt den «Fall Herzog» ad Acta

Der EV Zug wird gegen die fünf Spielsperren für ein Crosscheck von Fabrice Herzog nicht rekurrieren. Der Stürmer muss nun noch zwei Sperren verbüssen.

Philipp Zurfluh
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Nach juristischen Abklärungen hat der EV Zug entschieden, nicht gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Sportchef Reto Kläy liess am letzten Donnerstag nach Veröffentlichung des Strafmasses noch offen, ob sich der EV Zug auf juristischem Weg zur Wehr setze. Nun erklärte Kläy am Montag auf Anfrage, dass der Klub die Sperre «akzeptiere».

Der Einzelrichter hatte Fabrice Herzog eine Sperre von insgesamt fünf Spielen aufbrummt. Zwei Sperren muss der 26-Jährige noch absitzen. Damit wird er dem EV Zug nach der Nationalmannschaftspause in den beiden Auswärtsspielen gegen den HC Davos (16. November) und Genève-Servette HC (19. November) fehlen.

Kläy hatte bereits vor Bekanntgabe des Urteils gegenüber unserer Zeitung deutlich gemacht: «Herzog wird hier absolut zu Unrecht an den Pranger gestellt.» Er hält eine Spielsperre für angemessen, die Aktion sehe unglücklich aus, «doch Vorwürfe gegen ihn, den Gegner zu verletzen, weise ich klar und deutlich zurück.» Und auch Trainer Dan Tangnes stellte sich hinter Herzog: «Er hat früher Fehler gemacht und hat dafür gebüsst. Es ist unfair, ihn wegen dieses Fouls wie einen Kriminellen zu behandeln.»

Der Einzelrichter bezeichnete das Verhalten in der Urteilsbegründung als «rücksichtslos». Strafverschärfend war, dass der 26-Jährige ein Wiederholungstäter ist. «Er scheint auch durch die in der Vergangenheit erhaltenen Disziplinarstrafen nicht belehrt worden zu sein. Herzog mangelt es offensichtlich am Respekt für seine Gegenspieler im Allgemeinen und für den Kopf seiner Gegner im Speziellen», so der Wortlaut des Einzelrichters.

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