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EISHOCKEY: Keine Diskussion um Doug Shedden

Die Playout- Gefahr beim EV Zug wird immer realer. Das Trainerduo Shedden/Immonen steht dennoch nicht zur Debatte.
Nicola Berger
Doug Shedden steht derzeit beim EVZ nicht zur Diskussion. (Bild: Keystone)

Doug Shedden steht derzeit beim EVZ nicht zur Diskussion. (Bild: Keystone)

Nach einem Zwischenhoch mit Siegen über Davos, Lausanne und Ambri vor Wochenfrist strauchelt der EV Zug munter weiter und muss derzeit auf schmerzliche Weise erfahren, dass in dieser Liga einen Preis zu zahlen hat, wer ein junges und unerfahrenes Team stellt. Acht Punkte fehlen den Zugern bereits auf den Trennstrich, die dienstägliche 1:3-Niederlage in Kloten hat die Lage noch ungemütlicher gemacht. Die Gefahr, den Tanz der besten acht erstmals seit 2003 zu verpassen, wird immer realer. Doch für wen hätte der Sturz in die Abstiegsrunde welche Konsequenzen? Drei Antworten.

Die Trainer

Doug Shedden (52) und Waltteri Immonen (beide Vertrag bis 2015) sind in Zug weiter unbestritten. Klar, sollte der EVZ die nächsten zehn Begegnungen verlieren, würden die branchenüblichen Massnahmen auch hier greifen. Aktuell jedoch gibt es intern keine Überlegungen, sich vom Trainerduo zu trennen. Die Zuger haben in dieser (Earl, Kilpeläinen, Wellwood) und für nächste Saison (Bürgler, Grossmann, Stephan) sehr viel Geld in ihr Kader investiert. Eine vorzeitige Trennung vom Trainerstab will der Klub schon nur deshalb vermeiden, weil das Kosten von gegen 1 Million Franken verursachen würde. Es ist aber auch nicht so, dass der EVZ nur aus finanziellen Überlegungen an Shedden festhält. Der Glaube, dass es sich beim Kanadier um den richtigen Trainer handelt, ist unverändert vorhanden. Unter dem langjährigen NHL-Profi haben die Zuger die Erwartungen in den letzten fünf Spielzeiten in jedem Jahr übertroffen. Mit ihm gelang es, die schwer wiegenden Abgänge der Schlüsselspieler Rafael Diaz (27, Montreal) und Damien Brunner (27, Detroit) in die NHL abzufedern. Letztere hatten unter Shedden massive Fortschritte erzielt – genau wie zuletzt Reto Suri (24) oder Lino Martschini (20).

Mit Anstand aus der Affäre ziehen

Dass man sich mit Verdiensten aus der Vergangenheit wenig kaufen kann, musste unlängst Antti Törmänen (43) in Bern erfahren, der ein halbes Jahr nach dem Gewinn des Meistertitels bereits entlassen wurde.

Auch Shedden ist sich bewusst, dass sein Kredit nicht ewig hinhalten wird. Er sagt: «Das Geschäft ist schnelllebig, was gestern war, interessiert heute niemanden mehr.»

Der Kanadier weiss um die Macht der Resultate und sagt deshalb: «Ich glaube an die Playoff-Qualifikation. Wir können das schaffen.» Der Trainer bleibt fordernd, und das ist auch richtig. In seinen acht Jahren als Coach in Europa hat er das Playoff noch nie verpasst und stets mindestens den Halbfinal erreicht.

In erster Linie geht es für den Eishockeylehrer aber darum, sich in dieser Saison mit Anstand aus der Affäre zu ziehen. Dass 2013/14 eine Übergangssaison werden würde, war spätestens seit Dezember 2012 klar, als es den Zugern gelang, Nationaltorhüter Tobias Stephan (29, Servette) ab 2014 zu binden, und es augenfällig wurde, dass der EVZ mit Stephan richtig anzugreifen gedenkt.

Der Druck auf den Coach dürfte nur dann steigen, sollte der EVZ in dieser Saison in Abstiegsgefahr geraten – und wenn sich der Erfolg auch nächstes Jahr, mit einer deutlich prominenter besetzten Mannschaft nicht einstellt.

Der Sportchef

Jakub Horak (39) steht in seiner zweiten Saison als verantwortlicher Manager und steht ebenfalls nicht zur Disposition, auch wenn er gerade bei der Ausländerwahl nicht eben brilliert hat. Dass Bürgler, Grossmann und Stephan bald für den EVZ spielen, ist hingegen zu einem gewissen Teil auch sein Verdienst, obwohl rund um den Klub zahlreiche Beobachter den CEO Patrick Lengwiler als treibende Kraft hinter den Transfers vermuten.

Die Finanzen

Die allgemein vorherrschende Meinung ist ja, dass der Verein ein Vermögen spart, wenn er nicht ins Playoff kommt. Denn dann entfallen die Prämienzahlungen an die Spieler. Beim EVZ ist der Fall etwas anders gelagert. Unter Präsident Roland Staerkle hat der Klub ein Bonussystem eingeführt, das sich nach der Tabellenregion richtet. Für den 7. und 8. Platz beispielsweise erhalten mehrere Akteure keinen einzigen Franken extra, weil Staerk­le sagt: «Die Playoffs sind für uns das Minimalziel. Es wäre der falsche Anreiz, dafür eine Prämie zu zahlen.»

30 000 Franken Einbussen

Dafür existiert beim EVZ ja ein Malussystem, welches dafür sorgt, dass die Spieler finanzielle Einbussen erleiden, sollte es nicht zum mirakulösen Playoff-Comeback kommen. Grossverdiener kann der Misserfolg bis zu 30 000 Franken kosten (siehe Ausgabe vom 17. November).

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