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EISHOCKEY: Martschinis Werbung in eigener Sache

Dem EV Zug glückt der Start ins neue Jahr: Beim 6:3-Sieg gegen Lausanne glänzt Lino Martschini als Doppeltorschütze. Der Flügelstürmer hat einen Lauf – und träumt von der Olympiateilnahme.
Sven Aregger
Zug-Stürmer Lino Martschini jubelt nach seinem Penaltytor zum 3:2. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 2. Januar 2018))

Zug-Stürmer Lino Martschini jubelt nach seinem Penaltytor zum 3:2. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 2. Januar 2018))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Im EV Zug war es ruhig über die Festtage. Die meisten Akteure nutzten die spielfreie Zeit, um sich zu erholen und einmal nicht an Eishockey zu denken. Entscheidenden Anteil am gestrigen Sieg gegen Lausanne hatten aber jene Spieler, die am Spengler-Cup beschäftigt waren: David McIn­tyre nahm den Schwung des Triumphs mit dem Team Canada mit und erzielte den Führungstreffer. Vor allem aber glänzte Lino Martschini. Der Flügel baute im Powerplay die Führung aus. Wichtiger war jedoch sein Penaltytreffer zum 3:2 im zweiten Abschnitt, weil er gegen den Spielverlauf fiel.

Zuvor waren die Lausanner zum Ausgleich gekommen. Und sie standen dem nächsten Treffer näher als die Zentralschweizer, die nach einer konzentrierten Leistung im ersten Drittel einmal mehr unerklärlich passiv wurden. Als «katastrophal» beschrieb Martschini hinterher diese Phase. Aber da er die Penaltychance nutzte und Viktor Stalberg nur 42 Sekunden später den Zwei­torevorsprung wieder herstellte, fand Zug zurück in die Spur.

Garrett Roe löst Olympiaticket für die USA

Martschini hat das, was man ­einen Lauf nennt. Nach schwierigem Start in die Saison erzielte der 24-Jährige in seinen letzten 13 NL-Spielen 11 Tore. Seine gute Form stellte er auch am Spengler-Cup unter Beweis. In drei Partien mit der Schweiz glückten ihm ein Tor und drei Assists.

Mit seinen Skorerpunkten macht Martschini beste Werbung in eigener Sache, um sich den Traum von Olympia zu erfüllen. Der kleine Flügel ist im Nationalteam nicht gesetzt, an seiner internationalen Durchschlagskraft bestehen seit langem Zweifel. Am Spengler-Cup profitierte er auch von der Absenz der Internationalen, die mit dem HC Davos das Turnier bestritten. Die Frage ist, ob sich Nationaltrainer Patrick Fischer den Stürmer als kreative Bereicherung vorstellen kann. «Olympia ist für jeden Sportler das Grösste», sagt Mar­tschini. Seine Chancen seien schwierig abzuschätzen. «Aber ich bin positiv gestimmt und habe gute Feedbacks erhalten.»

Das Olympiaticket auf sicher hat Garrett Roe. Der Zuger Topskorer erhielt in Abwesenheit der NHL-Stars das Aufgebot für die USA. «Ich bin überglücklich. Wir wollen mit einer Medaille aus Südkorea zurückkehren», sagt der Center. Berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Winterspielen dürfen sich auch McIntyre (Kanada) und Stalberg (Schweden) machen. Für die Schweiz dürften die Zuger Verteidiger Raphael Diaz und Dominik Schlumpf gesetzt sein.

Und der Lausanne HC? Die ambitionierten Westschweizer kommen weiterhin nicht auf ­Touren. Auch der Trainerwechsel von Dan Ratushny zu Yves Sarault brachte nicht die erwünschte Steigerung, die Playoffs sind stark gefährdet. Doch unter dem schwerreichen Besitzer Ken Stickney und SCB-Assistenzcoach Ville Peltonen, der nächste Saison das Traineramt übernimmt, will der Klub bald ein ernsthafter Titelanwärter werden. Davon ist er aktuell noch ein gutes Stück entfernt.

Zug - Lausanne 6:3 (2:0, 2:2, 2:1)

6907 Zuschauer. - SR Koch/Prugger, Gnemmi/Wüst. - Tore: 4. McIntyre (Suri, Klingberg) 1:0. 13. Martschini (Diaz, Roe/Ausschluss Danielsson) 2:0. 22. Genazzi (Vermin) 2:1. 26. Ryser (Danielsson, Herren/Ausschluss Morant) 2:2. 35. (34:06) Martschini 3:2 (Penalty). 35. (34:48) Stalberg (Thiry) 4:2. 44. (43:32) Suri (Diaz) 5:2. 45. (44:37) Schnyder (Lammer, Schlumpf) 6:2. 56. Danielsson (Jeffrey, Ryser) 6:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 2mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Roe; Jeffrey.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Leeger; Fohrler, Helbling; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Schnyder, Diem, Lammer; Zehnder, Kast, Senteler.

Lausanne: Zurkirchen (45. Huet); Junland, Borlat; Genazzi, Fischer; Schelling, Frick; Nodari; Thévoz; Ryser, Jeffrey, Danielsson; Zangger, Froidevaux, In-Albon; Pesonen, Vermin, Herren; Conz, Miéville, Kneubuehler; Roberts.

Bemerkungen: Zug ohne Forrer, Grossmann (beide verletzt) und Geisser (U20-WM), Lausanne ohne Gobbi, Trutmann, Walsky (alle verletzt) und Ritz (U20-WM).

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