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EISHOCKEY: McIntyres wichtiges Tor

Die knappe 3:4-Niederlage gegen die Tschechen von Kometa Brno in der Champions Hockey League lässt den EV Zug für das Rückspiel am kommenden Dienstag hoffen. Vorerst hat die Meisterschaft Priorität.
Marco Morosoli, Brünn
Er erzielte den 3:4-Treffer 40 Sekunden vor Schluss: Dave McIntyre. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Er erzielte den 3:4-Treffer 40 Sekunden vor Schluss: Dave McIntyre. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Marco Morosoli, Brünn

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Dem EV Zug bleibt derzeit kaum etwas erspart. Zum sportlichen Kriechgang gesellt sich nun auch noch eine Verletztenliste, mit der glatt ein ganzer Block gebildet werden könnte. Santeri Alatalo, Nolan Diem, Carl Klingberg und Robin Grossmann fehlen verletzt, und Captain Raphael Diaz ist krank. Ihre Plätze haben Academy-Spieler wie die Verteidiger Thomas Thiry oder Viktor Oej­demark (19) übernommen. Der EVZ-Headcoach Harold Kreis macht also genau das, was ihm bei der Vertragsverlängerung ­zusätzlich ins Pflichtenheft geschrieben worden ist: junge Spieler ins Team einzubauen. Will heissen, bei der 3:4 (0:1, 2:1, 1:2)-Nie­derlage gegen Brno (Tsch) sind es von sieben Verteidigern deren drei, welche auf diesem Level Erfahrung haben. Der Rest ist erst auf dem Weg dorthin.

Deshalb betont Zugs Headcoach Harold Kreis, dass er in Brünn mit einer «zusammengewürfelten Mannschaft» gespielt habe. Kreis sieht aber auch das Positive: «Wir haben bis zum Schluss gekämpft.» Abstriche will er bei den Ausschlüssen machen: «Wir haben zu viele Strafen genommen.» Diese haben denn auch die Partie entscheidend geprägt. Wichtig ist für ihn aber letztlich das dritte Tor zum 3:4 durch Dave McIntyre 40 Sekunden vor Spielende. Dieser späte Treffer und die gute Torhüterleistung von Tobias Stephan machen es möglich, dass Zug im Rückspiel nicht wieder gleich mit dem Rücken zur Wand steht wie vor einem Jahr in den Achtelfinals gegen Berlin.

Der Zwang, aufgrund der vielen Verletzten Neues zu wagen, hat für Kreis auch in anderer Hinsicht etwas Gutes. Er habe neue Linienzusammensetzungen gesehen, die vielleicht funktionieren könnten. Sie sind aus der Not geboren, denn Kreis ist nicht ­bekannt dafür, ständig an der ­Linienzusammenstellung zu pröbeln. Eine Formation umfasst Viktor Stalberg, Garrett Roe und Lino Martschini, und eine zweite setzt sich aus Dominik Lammer, Reto Suri und Dave McIntyre zusammen.

Morgen das Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron

Vielleicht sind diese aus der Not geborenen Sturmlinien eine Möglichkeit, damit die Zuger sportlich wieder auf die Spur kommen. Denn jetzt hat wieder, so Kreis, die Meisterschaft erste Priorität. Der EVZ ist am Mittwoch frühmorgens von Brünn nach Prag gefahren und dann mit dem Flugzeug in die Schweiz ­zurückgekehrt. Bereits morgen Freitag (19.45) spielt der EVZ in der Bossard-Arena gegen Fribourg. Für den Zuger Vorzeigekämpfer Fabian Schnyder ist das Rezept klar: «Wir müssen die Strafen abstellen.» Dass viele Spieler aufgrund der vielen Verletzten eine andere Rolle übernehmen müssen, sieht Schnyder durchaus positiv: «Wir müssen mit solchen Situationen klarkommen.» Dazu gehört für Schnyder auch die Bereitschaft, in eine ­andere Rolle zu schlüpfen: «Wir dürfen aber den Fehler nicht ­machen, alles zu verändern. Wir müssen einfach unser Eishockey spielen.» Da gehört es für Schnyder dazu, sich nicht Gedanken darüber zu machen, wie jung und unerfahren gewisse Akteure von Kometa Brno sind. Acht Akteure haben noch den Juniorenstatus. Was auffällt: Sie schiessen aus allen Lagen, und das sehr präzise. Zudem sorgen sie immer wieder für Verkehr vor dem gegnerischen Tor. Diese Spielarten werden bei Zug derzeit viel zu wenig praktiziert. Schnyder macht sich und seinen Kollegen aber auch Mut: «Wir haben ein paar gute Spiele gezeigt. Daran müssen wir anknüpfen.» Bei einer sechsten EVZ-Pleite in Serie würde dann wohl auch das grosse Erwartungen hegende Umfeld das Wort «Krise» verkünden.

Wer für das Spiel gegen Fribourg-Gottéron von der langen Absenzenliste gestrichen werden kann, ist derzeit noch unklar. Robin Grossmann wird sicher nicht darunter sein. Er hat in der Teleclub-Sendung zur Champions-League am Dienstag verkündet, dass er seine Schulter operieren lassen müsse und drei Monate ausfalle.

Champions Hockey League

Achtelfinals. Hinspiele: Bili Tigry Liberec (CZE) – Frölunda Indians (SWE) 2:3 (1:0, 0:2,1:1). JYP Jyväskylä (FIN) – Tappara Tampere (FIN) 3:1 (1:0, 0:0, 2:1). Malmö Redhawks (SWE) – Ocelari Trinec (CZE) 1:2 (0:0, 1:0, 0:2). Kometa Brno (CZE) – Zug 4:3 (1:0, 1:2, 2:1). Adler Mannheim – Brynäs Gävle (SWE) 2:3 (0:1, 1:2, 1:0). Salzburg – Växjö Lakers (SWE) 2:1 (2:0, 0:1, 0:0). Bern – München 2:3 (1:0, 1:2, 0:1). ZSC Lions – Nottingham Panthers (GBR) 3:1 (1:0, 0:0, 2:1).

Kometa Brno – Zug 4:3 (1:0, 1:2, 2:1)

3345 Zuschauer. – SR Vikman (FIN)/Salonen (FIN), Brejcha (CZE)/Frodl (CZE).

Tore: 3. Süss (Horky) 1:0. 29. Stalberg 1:1. 37. Mallet (Plasek, Hynek Zohorna/Ausschluss Malec!) 2:1. 39. Suri (Stalberg/Ausschluss McIntyre!) 2:2. 49. Hascak (Nemec/Ausschluss Fohrler, Morant) 3:2. 57. Hascak (Nemec/Ausschluss McIntyre) 4:2. 60. (59:20) McIntyre (Roe, Martschini/Ausschluss Zohorna) 4:3.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kometa Brno, 8-mal 2 Minuten gegen Zug.

Kometa Brno: Dostal; Furch, Malec; Vagner, Barejs; Kowalczyk, Stencel; Hascak, Nahodil, Docekal; Radim Zohorna, Hynek Zohorna, Mallet; Horky, Süss, Havranek.

Zug: Stephan; Schlumpf, Geisser; Helbling, Thiry, Fohrler, Morant; Oejdemark; Martschini, Roe, Stalberg; Lammer, McIntyre, Suri; Haberstich, Holden, Senteler; Rondahl, Kast, Schnyder.

Bemerkungen: Zug ohne Diem, Grossmann, Klingberg und Alatalo (alle verletzt) sowie Diaz (krank). Zug ab 59:20 ohne Torhüter.

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