EISHOCKEY: Mit einem guten Gefühl in die Playoffs

Der EV Zug tritt heute (19.45) in Langnau an. Die sechs EVZ-Spiele bis zum Start der Playoffs ist Stürmer Marc Marchon (20) gesperrt.

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EVZ-Stürmer Marc Marchon: Beim Playoff-Start  wird er wieder spielberechtigt sein. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

EVZ-Stürmer Marc Marchon: Beim Playoff-Start wird er wieder spielberechtigt sein. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Andreas Ineichen

Der Eindruck, den der EV Zug vor Beginn der Nationalmannschaftspause hinterliess, war nun wirklich kein positiver. Nicht bloss dieses 3:4 vor eigenem Publikum gegen Kloten brachte das Blut im Körper von Trainer Harold Kreis in Wallung, vor allem auch die Art und Weise, wie sein Team die stolze Serie von sechs Heimsiegen in Folge beendete, vermieste ihm die Laune. Da war die Emotionslosigkeit im Spiel der Zuger, die ungewohnt hohe Fehleranfälligkeit, die – und das kommt selten vor – selbst Goalie Tobias Stephan erfasste, und die fehlende Disziplin. Letztere zeigte sich in den sinnlosen Strafen von Nolan Diem im ersten Drittel und im hässlichen Foul von Marc Marchon (Check gegen den Kopf) in den letzten 20 Minuten, das ihm die zweite Fünfminuten- plus Spieldauer-Disziplinarstrafe innerhalb von 24 Stunden eingetragen hat.

Eine Konsequenz hat der unpässliche Auftritt der Zuger: Marchon ist vom Einzelrichter für sechs Spiele aus dem Verkehr gezogen worden. «Wirklich kein guter Check», urteilt Kreis und fügt an: «Gott sei Dank ist Klotens Hasani nicht verletzt worden.»

Kreis verlangt «Playoff-Intensität»

Mit dem Talent wird er noch ein intensives Gespräch führen, mit dem Ziel, dass «Marchon seine Lehren daraus ziehen wird». Erst im Playoff (Start am 3. März) wird der Mittelstürmer wieder spielberechtigt sein, weil der EVZ auf einen Rekurs verzichtet. «Wenn ich die Urteilsbegründung lese, fehlen mir schlicht die Argumente, um dagegen vorgehen zu können. Da müsste man wohl erst das Reglement verändern, dass ein Rekurs von unserer Seite Sinn machen könnte», sagt Sportchef Reto Kläy.

Ob die schlechte Leistung der Zuger gegen Kloten noch weitere Konsequenzen nach sich zieht, wird sich heute in Langnau (19.45, Ilfishalle) zeigen. Sie seien alle nicht einverstanden gewesen mit ihrer Leistung, blickt der Trainer zurück. «Das war nicht das Spiel, das wir zeigen wollen. Ab sofort wollen wir die Playoff-Intensität selber erzeugen.»

Mindestens Rang 4 muss es sein

Es ist ja nicht so, dass es für die Zuger nach dem Erreichen der Playoffs um nichts mehr ginge. «Die Teilnahme am Playoff reicht uns nicht. Wir wollen uns das erste Heimrecht erschaffen», hält Kreis fest. Das heisst: Sein aktuell auf Platz 3 klassiertes Team muss mindestens Vierter sein zum Ende der Qualifikation, um den Playoff-Viertelfinal zu Hause beginnen zu können.

Nur Lugano kann den EVZ am Erreichen dieses Ziels noch hindern, mit sechs Punkten Rückstand und einem Mehrspiel ist das zumindest eine ambitionierte Zielsetzung, auch wenn die Zuger im zweitletzten Qualifikationsspiel der Gegner in der Resega sein werden. «Wir haben es selber in der Hand», weiss Kreis und gibt dem Unterfangen, mindestens Vierter zu werden, eine zusätzliche Bedeutung: «Wir wollen sicher nicht mit einem schlechten Gefühl in die Playoffs starten.»

Für die Zuger wird heute in Langnau sozusagen eine «Playoff-Serie light» beginnen. Mit wechselnden Gegnern zwar, aber mit der Playoff-Intensität von je drei Spielen in den nächsten beiden Wochen. Kreis nimmt es positiv: «Ich finde das gut. Ein guter Rhythmus, gute Gegner. Und dazwischen kurze, aber intensive Trainings.»

Gegen die Emmentaler wird Captain Fabian Schnyder nach drei verpassten Spielen wieder in die Aufstellung zurückkehren. Auch Nicolas Thibaudeau wäre nach längerer Verletzungspause wieder einsatzbereit, aber er ist überzähliger Stürmer.

Erst heute will Kreis den Entscheid fällen, ob er in der Verteidigung auf Simon Lüthi oder Yannick Blaser setzen will. Neben dem gesperrten Marchon ist auch Lukas Sieber weiterhin nicht verfügbar.