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EISHOCKEY: Morgan Samuelsson: «Ich traue Zug die Wende zu»

Der EV Zug braucht am Dienstag (20.15 Uhr, SRF zwei) gegen die ZSC Lions einen Sieg, andernfalls ist für ihn die Saison zu Ende. Hockeyexperte Morgan Samuelsson sagt, wie er die Playoff-Viertelfinalserie sieht.
Sven Aregger
Zugs Stürmer Reto Suri und David McIntyre kämpfen mit ZSC-Goalie Lukas Flüeler um den Puck. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 15. März 2018))

Zugs Stürmer Reto Suri und David McIntyre kämpfen mit ZSC-Goalie Lukas Flüeler um den Puck. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 15. März 2018))

Interview: Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Morgan Samuelsson, der EV Zug liegt in der Serie gegen die ZSC Lions mit 1:3 zurück. Sind Sie überrascht?

Sehr sogar. In dieser Saison haben die Resultate für den EVZ meistens gestimmt. Die Zuger haben viele enge Spiele gewonnen. Das spricht einerseits für ihre Klasse. Andererseits benötigten sie auch Glück. Jetzt ist dieses Glück nicht mehr vorhanden. Der EVZ spielt ähnlich wie in der Qualifikation (2. Rang, Anm. d. Red.). Das reicht nicht mehr.

Wie meinen Sie das?

Zug ist nicht eingebrochen, aber auf dem Leistungsniveau der Qualifikation geblieben. Der ZSC hingegen konnte sich steigern.

Wie war das möglich?

Das hat viel mit Selbstvertrauen zu tun. Der ZSC war im ersten Spiel, das Zug souverän mit 4:1 gewonnen hat, stark verun­sichert. Doch danach konnte er sich irgendwie lösen. Im zweiten Spiel haben die Zürcher in den ersten 40 Minuten wohl ihr bestes Eishockey in dieser Saison gezeigt und gewonnen – trotz des Einbruchs im letzten Drittel. So haben sie Selbstvertrauen getankt, das sie in die nächsten Spiele mitnehmen konnten.

In dieser Serie ist also vieles auch Kopfsache?

Es ist nur Kopfsache. Als Mannschaft ist der EVZ wohl einen Tick besser. Aber der ZSC hat die Moral auf seiner Seite. In Zug lief diese Saison alles so geschmeidig, dass nie etwas verändert werden musste. Der EVZ hatte eine zu einfache Saison. Jetzt erhält er erstmals richtig Gegenwehr und muss sich beweisen. Die Zuger müssen das Eishockey nicht neu erfinden, aber mental an sich arbeiten.

Trauen Sie dem EVZ die Wende noch zu?

Ja, ich habe in dieser Serie 4:3 für Zug getippt. Mit einem Zuger Heimsieg am Dienstag ist alles wieder offen.

Sie selber lagen 2001 mit dem ZSC im Final gegen Lugano ebenfalls mit 1:3 Siegen im Rückstand. Zürich drehte die Serie und gewann dank Ihres Verlängerunstores im siebten Spiel die Meisterschaft. Sie müssen also wissen, wie eine solche Aufholjagd geht.

Leicht ist es nicht. Man darf nicht zu weit nach vorne schauen. Das klingt banal und klischeehaft, aber es ist die Wahrheit. Die Zuger müssen sich darauf konzentrieren, was sie selber beeinflussen können. Das Einzige, was ein Spieler beeinflussen kann, ist seine eigene Leistung. Wenn die Zuger zu fest an die möglichen Konsequenzen – also an ein Ausscheiden – denken, werden sie verlieren.

Was würde ein frühes Aus für Zug bedeuten?

Da müssen Sie Sportchef Reto Kläy fragen. Ich will nicht zu viel darüber spekulieren. Aber es wäre ein Debakel, wenn man bedenkt, wie schlecht sich der ZSC in dieser Saison präsentiert hat.

Sind die Erwartungen rund um den EVZ zu hoch?

Nach dem Finaleinzug 2017 und dem zweiten Rang in der Qualifikation sind sie natürlich gestiegen. Der EVZ muss lernen, damit zu leben. Auch vom SC Bern werden immer Siege erwartet, und er kann damit umgehen. Aber das ist ein Prozess und kommt nicht von heute auf morgen.

Ist Bern der Titelfavorit?

Ja, die Meisterschaft wird über den SCB laufen. Ich sehe keine Mannschaft, die Bern ernsthaft gefährden könnte.

Hinweis

Der Schwede Morgan Samuelsson (49) war ZSC-Meisterschütze 2001 und unter anderem zwei Jahre lang Schusstrainer im Nachwuchs des EV Zug. Heute arbeitet er als Hockeyexperte für den Pay-TV-Sender Teleclub.

Morgan Samuelsson im Teleclub Studio. (Bild: Steffen Schmidt/freshfocus)

Morgan Samuelsson im Teleclub Studio. (Bild: Steffen Schmidt/freshfocus)

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