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EISHOCKEY: Noch viel Energie im Tank

Der EVZ-Powerflügel Fabian Schnyder (31) reisst mit seinen Tempoläufen Lücken in die gegnerische Abwehr. Er ist zudem ein unerschrockener Kämpfer, der nie aufgibt. Nur ein Wort ist von ihm nicht zu hören.
Marco Morosoli
Fabian Schnyder (rechts) beschäftigt hier mit Goalie Gilles Senn und Robert Kousal gleich zwei Davoser. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 25. März 2017))

Fabian Schnyder (rechts) beschäftigt hier mit Goalie Gilles Senn und Robert Kousal gleich zwei Davoser. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 25. März 2017))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Es ist kurz vor dem Ende des ersten Drittels im vierten Halbfinalspiel zwischen dem HC Davos und dem EV Zug am vergangenen Dienstag gewesen, als der turboschnelle linke Flügel Fabian Schnyder in Richtung des Bündner Tores losstürmt. Er hat fast freie Bahn und am Schluss noch die Energie, abzudrücken. Sein Schuss landet hinter dem Davos-Keeper Gilles Senn. Es ist das erste Tor des 31-Jährigen in den diesjährigen Playoffs und wieder einmal der persönliche Lohn für seine unermüdliche Arbeit im Dienste des EV Zug.

Fabian Schnyder ist das Paradebeispiel, dass auch der Prophet im eigenen Land viel erreichen kann. Er hat seit seinem NLA-Debüt in der Saison 2003/04 nie ein anderes Dress übergestreift als dasjenige des EV Zug. Seit seinem Einstand hat er 742 NLA-Spiele absolviert, was Vereinsrekord bedeutet. Schnyder ist in seinem Kern stets derselbe geblieben: ein unermüdlicher Kämpfer, der seinen Gegenspielern oft nur das Nachsehen lässt. «Ich muss laufen können», sagt er zu seinem Spielstil. Wenn es sein muss, kann er auch mal Widersacher hart, aber fair checken.

Fabian Schnyder schlüpft auch in andere Rollen

Auch nach 59 Spielen in der laufenden Saison spricht er nicht von leeren Batterien: «Ich habe das härteste und strengste Sommertraining seit je absolviert und fühle mich topfit.» Schnyder kann dabei nahtlos in eine andere Rolle als des Dauerläufers schlüpfen, wenn es gilt, bei eigenen Strafen den Gegner am Torerfolg zu hindern. Auch dort steht Schnyder seinen Mann und ist zudem einer, der nicht murrt, wenn andere Mitspieler mehr Eiszeit haben: «Jeder hat bei uns eine Rolle und jeder fühlt sich darin wichtig.» Sein Antrieb, in jedem Spiel bis ans Limit zu gehen, fasst er so zusammen: «Das Beste für die Mannschaft, das Beste für den Klub.» Dazu passt auch, dass Schnyder ohne Groll im letzten Sommer akzeptiert hat, dass mit Josh Holden ein anderer das Captainamt übernommen hat: «Ob Captain oder nicht, ist nicht entscheidend.» Vielleicht sei er ja nach diesem internen Wechsel «aufgeblüht».

Dass der EV Zug immer noch im Meisterrennen ist, hat für Schnyder einen einfachen Grund: «Wir spielen immer mit vier Blöcken und haben so noch mehr Energie.» Der Powerflügel vergisst dabei nicht zu erwähnen, dass der EV Zug in den Vorjahren nach einer guten Qualifikation jeweils in ein Loch gefallen sei. Hier sei es wichtig gewesen, Lösungen zu suchen, dass dies nicht mehr passiert. Das zeige sich darin, dass der EVZ in dieser Saison viele Spiele noch zu seinen Gunsten entschieden habe, die zu Beginn nicht für ihn liefen.

Von diesem Erfahrungsschatz kann der kampfstärkste EVZ seit Jahren nun in der Playoff-Zeit profitieren. Auch nach der 3:2-Führung nach Siegen in der Halbfinal-Serie gegen Davos hat Schnyder nicht abgehoben: «Wir haben noch nichts erreicht.» Deshalb ist ihm auch kein Satz zu entlocken, in dem das Wort «Final» vorkommt. «Davos wird nicht aufgeben. Sie laufen weiter, bis sie nicht mehr dürfen», sagt er vor dem heutigen sechsten Spiel in Davos (20.15 Uhr, SRF 2). Doch diese Tugend hat, so Schnyder, nunmehr auch der EVZ: «Wir können als Team mit dem grossen Davos mithalten und ihn schlagen.» Für Schnyder entscheiden letztlich «kleine Dinge». Diese ähnliche Spielkultur der beiden Widersacher beglückt die Zuschauer seit dem Start in die Halbfinalserie. Und wer hat am Ende das bessere Ende für sich? Schnyder sagt: «Es geht um den grösseren Siegeswillen.»

«Kampf auf Biegen oder Brechen»

Eishockey Vor der Garderobe des EVZ herrschte gestern kurz vor Mittag eine gute Stimmung. EVZ-Headcoach Harold Kreis redete über frühe Eishockeyerlebnisse, aber auch über die sechste Partie von heute gegen den HC Davos: «Alle sind fit. Ich erwarte einen Kampf auf Biegen oder Brechen.» Sein Team müsse, um den finalen Sieg zu landen, «hart arbeiten». Etwas müsse, so Kreis, jedoch anders laufen als am Donnerstag: «Wir müssen geduldiger starten. Am Donnerstag haben wir zu sehr forciert.» Kreis spricht dabei vor allem die Überzahlsituationen für den HC Davos in der Startphase an, die zum frühen Rückstand geführt hätten.

Simon Lüthi wechselt zu Olten

Der 30-jährige EVZ-Verteidiger Simon Lüthi mit der Erfahrung von 498 NLA-Partien war bereits von 2003 bis 2005 für die Solothurner tätig. Olten strebt die Rückkehr in die NLA an, scheiterte jedoch in den Playoff-Viertelfinals mit 1:4 Siegen an den Rapperswil-Jona Lakers. (mo)

Die NLA-Playoff Resultate. (Bild: LZ)

Die NLA-Playoff Resultate. (Bild: LZ)

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