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EISHOCKEY: Oltens Flucht nach vorne

Der EV Zug trifft heute (19.45) im Cup-Achtelfinal auswärts auf den NLB-Spitzenklub Olten. Die Solothurner wollen mittelfristig in die NLA aufsteigen. Die Saison verläuft bisher aber durchzogen.
Jonas von Flüejonas.vonfluee@luzernerzeitung.ch
Der Oltner Reto Kobach (links) im Zweikampf mit EVZ-Stürmer Sandro Zangger. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Olten, 29. September 2015))

Der Oltner Reto Kobach (links) im Zweikampf mit EVZ-Stürmer Sandro Zangger. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Olten, 29. September 2015))

0:3 stand es – und gespielt waren noch keine elf Minuten. Olten erwischte am vergangenen Samstag gegen Thurgau einen veritablen Fehlstart. Dabei sind die Ostschweizer doch vor allem als Punktelieferant bekannt. Doch die Partie im Thurgau, die Olten schliesslich doch noch 4:3 gewann, steht sinnbildlich für die bisherige Saison des EHC Olten: Die Leistung lässt zu wünschen übrig, dennoch finden die Solothurner irgendwie immer einen Weg zum Sieg. Sie liegen auf Rang 2, nach Verlustpunkten sind sie gar vor Leader La Chaux-de-Fonds klassiert. Fünf Spiele hat Olten nun in Serie gewonnen.

In den Worten von Sportchef Köbi Kölliker klingt das so: «Unsere Bilanz ist durchzogen. Zum einen stimmen die Resultate, jedoch spielen wir viel zu unbeständig.» Es fällt auf: Vor allem gegen die schlechteren Teams bekundet Olten oft Mühe.

Zugs Erfahrung aus dem Vorjahr

Wenn heute der EV Zug zu Gast im Stadion Kleinholz ist, treffen also der Zweite der NLB und der Zweite der NLA aufeinander. Bereits vor einem Jahr kam es zu dieser Affiche. Damals siegte der EVZ in der ersten Cuprunde mit Mühe 3:2. Trainer Harold Kreis sagt: «Wir wissen, dass es in Olten kein einfaches Spiel wird. Unser Gegner hat ein tolles Publikum im Rücken.» Oltens Sportchef Kölliker hofft indes, dass der Aussenseiter dem EVZ lange Paroli bieten kann. «Wir wollen den Zuger Express bremsen und vermeiden, dass er uns überfährt.»

Mittelfristig kann es durchaus sein, dass die beiden Vereine nicht nur im Cup aufeinandertreffen. Denn in Olten haben sie Grosses vor: Nichts weniger als der Aufstieg in die NLA wird angepeilt. Nicht unbedingt in diesem Jahr, aber in den nächsten Jahren soll es so weit sein. «Wir haben uns als Spitzenteam in der NLB etabliert und wollen nun den nächsten Schritt machen, also NLB-Meister werden», erzählt Kölliker. Dann stehe man an der Schwelle zur NLA. «Es muss aber sehr viel zusammenstimmen, dass wir aufsteigen können», ist er sich bewusst.

Der EHC Olten tritt damit eine Flucht nach vorne an. Mit der Aufnahme der Farmteams Ticino Rockets und EVZ-Academy wurde die NLB vor dieser Saison für Klubs mit grossem Anhang und sportlichen Ambitionen noch unattraktiver. Kölliker spricht von einer Zweiklassengesellschaft, wobei er betont, dass sich die EVZ-Academy gut schlage. Ein Auswärtsspiel vor 400 Zuschauern ist für die Motivation der Spieler dennoch nicht förderlich.

Im EVZ freut sich einer übrigens speziell auf das heutige Spiel: Timo Helbling. Der 35-Jährige pflegt eine besondere Beziehung zu Olten. Er ist in der Nähe aufgewachsen und hat als kleiner Bub für den EHC gespielt. Er sagt: «Es herrscht eine Euphorie, die Rahmenbedingungen für einen Aufstieg stimmen.»

Im Sommer wurde Helbling ins Kleinholz eingeladen und gefragt, ob er je wieder für Olten spiele. Seine Antwort: «Erst, wenn der EHC in der NLA spielt.» Geht es nach Kölliker und Co., ist das schon bald der Fall.

Jonas von Flüe

Schweizer Cup. Achtelfinals: Biel - Kloten 3:4 n. V. Rapperswil-Jona Lakers - Lausanne 1:2 n. V. Langenthal - Lugano 5:1. Ticino Rockets - SCL Tigers 2:5. GCK Lions - Davos 1:3.

La Chaux-de-Fonds (NLB) -Genève-Servette musste in der 22. Minute beim Stand von 0:0 wegen mangelhafter Eisqualität abgebrochen werden.

Heute, 19.45: Olten - Zug. Fribourg-Gottéron - ZSC Lions.

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