EISHOCKEY: Plüschtieraktion wird zur Zuger Frustaktion

Nach zwei Heimsiegen in den ersten beiden Saisonduellen zwischen Zug und Genève-Servette setzte sich erstmals das Auswärtsteam durch. Der Frust der Zuger Zuschauer entlud sich kurz vor Schluss.

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Plüschtiere fliegen aufs Eis. (Bild: Keystone)

Plüschtiere fliegen aufs Eis. (Bild: Keystone)

Anlass war die Plüschtieraktion zugunsten benachteiligter Kinder. Beim ersten Tor der Zuger hätten die Plüschtiere aufs Eis fallen sollen, als dem EV Zug nach 59 Minuten und 19 Sekunden immer noch kein Tor gelang, entlud sich der Frust der Zuschauer, indem sie Hunderte Plüschtiere aufs Eis warfen.

Zug ist ein Gegner, der Servette liegt, gewannen doch die Genfer zum fünften Mal in den letzten sieben Duellen. Das Game-Winning-Goal erzielte in der 10. Minute Verteidiger Roman Loeffel, der im Powerplay mit mit einem platzierten Weitschuss reüssierte. Den «Assist» lieferte der Zuger Verteidiger Dominik Schlumpf mit einem missglückten Befreiungsschlag. 17 Sekunden vor dem Ende sorgte der formstarke Kevin Romy mit einem Schuss ins leere Tor für den Schlusspunkt. Der Nationalstürmer hat nun 15 Saisontreffer auf dem Konto, womit er aktuell der beste Schweizer Torschütze ist.

Hunderte Plüschtiere auf dem Zuger Eis. (Bild: SIGI TISCHLER)
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Pierre-Marc Bouchard vom EVZ schaut zu, wie die Zuschauer traditionellerweise Plueschtiere für einen guten Zweck aufs Eis werfen, wenn der EVZ das erste Tor schiesst. Obwohl die Zuger kein Tor zustande brachten, flogen dennoch Spielzeuge aufs Eis. (Bild: SIGI TISCHLER)
Kinder mit Plueschtieren, die traditionellerweise für einen guten Zweck aufs Eis geworfen werden, wenn der EVZ das erste Tor schiesst. Obwohl die Zuger kein Tor zustande brachten, flogen dennoch Spielzeuge aufs Eis. (Bild: SIGI TISCHLER)
Traditionellerweise werfen Zuschauer Plüschtiere fuer einen guten Zweck aufs Eis. Normalerweise im Torjubel. (Bild: SIGI TISCHLER)
Plüschtiere auf dem Zuger Eis. (Bild: SIGI TISCHLER)
Traditionellerweise werfen Zuschauer Plüschtiere für einen guten Zweck aufs Eis, wenn der EVZ das erste Tor schiesst. (Bild: SIGI TISCHLER)
Bild: SIGI TISCHLER
Goalie Michael Flückiger und Goran Bezina von Servette retten vor Pierre-Marc Bouchard vom EVZ. (Bild: SIGI TISCHLER)
Goalie Michael Flückiger und seine Mannschaft retten vor dem Zuger Reto Suri. (Bild: SIGI TISCHLER)
Goalie Michael Flückiger rettet gegen Daniel Sondell. (Bild: SIGI TISCHLER)
Bild: SIGI TISCHLER
Die Genfer Christian Marti, links, und Daniel Vukovic im Kampf um den Puck gegen Robin Grossmann vom EVZ. (Bild: SIGI TISCHLER)
Der Topscorer Kevin Romy von Genf Servette. (Bild: SIGI TISCHLER)
Der Topscorer Kevin Romy. (Bild: SIGI TISCHLER)
Dario Bürgler vom EVZ gegen Christian Marti. (Bild: SIGI TISCHLER)

Hunderte Plüschtiere auf dem Zuger Eis. (Bild: SIGI TISCHLER)

Das Resultat war gleichbedeutend mit drei Premieren: Zug gelang erstmals in dieser Spielzeit kein Tor, Servette kassierte erstmals keinen Gegentreffer und Goalie Janick Schwendener feierte dank 31 Paraden seinen ersten Shutout in der NLA. Der von Davos an Servette ausgeliehene Schwendener bestritt nach der 1:4-Heimniederlage am Freitag gegen die Kloten Flyers sein zweites Spiel im Dress der Genfer - er ist bereits der sechste Keeper der Grenats in dieser Saison.

Der Sieg der Gäste war verdient, sie machten die Räume geschickt eng. Den Zugern dagegen fehlte es an Ideen, obwohl sie im letzten Drittel viel Druck (14:3 Schüsse) ausübten.

Zug - Genève-Servette 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

6727 Zuschauer. - SR Eichmann/Prugger, Kovacs/Tscherrig. - Tore: 10. Loeffel (Ausschluss Ramholt) 0:1. 60. (59:43) Romy (Ausschlüsse Suri, Bouchard) 0:2 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Bouchard; Romy.

Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Lüthi, Alatalo; Erni, Blaser; Bürgler, Earl, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Zangger, Sutter, Herzog; Lammer, Diem, Schnyder.

Genève-Servette: Schwendener; Vukovic, Marti; Loeffel, Bezina; Antonietti, Mercier; Trutmann, Iglesias; Simek, Tom Pyatt, Picard; Traber, Rivera, Gerber; D'Agostini, Romy, Taylor Pyatt; Jacquemet, Rod, Kast.

Bemerkungen: Zug ohne Morant. Genève-Servette ohne Mayer, Bays, Rubin, Descloux, Lombardi (alle verletzt) und Ranger (krank). - Timeout Genf-Servette (47.). - Zug von 58:32 bis 59:19 und von 59:30 bis 59:43 ohne Goalie.

si/rem