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EISHOCKEY: Reto Kläy: «Wir stehen nicht zufällig auf Rang 2»

Der EV Zug steht vor den letzten drei Qualifikationsspielen. Als erster Gegner in den Playoffs kommen vor allem drei Klubs in Frage. Sportchef Reto Kläy erwartet einen Abnützungskampf.
Sven Aregger
Zugs Viktor Stalberg beim Eishockeyspiel der National League zwischen dem EV Zug und den SCL Tigers, am Freitag, 2. Februar 2018, in der Bossard Arena in Zug. (PPR/Alexandra Wey) (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Zug, 2. Februar 2018))

Zugs Viktor Stalberg beim Eishockeyspiel der National League zwischen dem EV Zug und den SCL Tigers, am Freitag, 2. Februar 2018, in der Bossard Arena in Zug. (PPR/Alexandra Wey) (Bild: Alexandra Wey / Keystone (Zug, 2. Februar 2018))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

EVZ-Sportchef Reto Kläy (39) weilte in der Olympia-Pause in Nordamerika. Er besuchte zwei in Zug ausgebildete Spieler – Calvin Thürkauf beim AHL-Klub Cleveland Monsters und Nico Gross, der an die Oshawa Generals in der kanadischen Juniorenliga ausgeliehen ist. Er machte auch einen Abstecher nach Kalifornien, wo der Schweizer Timo Meier für San Jose in der NHL stürmt.

Kläy konnte die Überseereise mit gutem Gewissen antreten, daheim in Zug verlief es zuletzt ja ziemlich ruhig – und das im positiven Sinn. Der EVZ hat im neuen Jahr bisher einen gefestigten Eindruck hinterlassen, die Leistungen und Resultate stimmen. Drei Runden vor Ende der Qualifikation stehen die Zentralschweizer hinter dem souveränen Leader Bern auf dem 2. Rang, das Heimrecht in den Playoffs ist längst gesichert. Und vieles spricht dafür, dass sie ihre gute Ausgangslage nicht mehr hergeben werden. Sie haben vier Punkte Vorsprung auf das drittplatzierte Biel, und das Restprogramm mit Lausanne und zweimal Ambri hält lösbare Aufgaben bereit. Es gibt Sportchefs in der National League, die grössere Sorgen haben als Kläy. Er sagt: «Wir stehen nicht zufällig auf dem 2. Platz. Wenn wir unser bestes Eishockey zeigen, können wir ein Wort um den Meistertitel mitreden.»

Test unter schwierigen Umständen

Kläy ist Realist. Er kann den Wert der Qualifikation richtig einschätzen. Er weiss, dass letztlich die Playoffs darüber entscheiden, ob es eine erfolgreiche Saison wird oder nicht. Für die Qualifikation hatten sich die Zuger keinen konkreten Rang zum Ziel gesetzt. Vielmehr ging es darum, konstant auf gutem Niveau zu spielen. Das glückte dem EV Zug nicht immer, was auch mit den vielen verletzungsbedingten Ausfällen zusammenhing. Junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs erhielten plötzlich mehr Verantwortung. Im Herbst verlor der EVZ sieben Spiele in Folge. Der Sportchef findet, diese Niederlagenserie habe durchaus auch einen positiven Effekt. «Die Jungen konnten sich unter schwierigen Bedingungen beweisen. Diese Erfahrung wird sie weiterbringen.»

Vielleicht kann der EVZ davon in den Playoffs profitieren. Kläy prognostiziert angesichts der ausgeglichenen Liga einen «Abnützungskampf – egal, wie der Gegner heisst». Die erste Runde sei die grösste Hürde. «Wenn man hier positive Emotionen generiert, kann das für den weiteren Verlauf der Playoffs eminent wichtig sein.»

Aber wer kommt als Zuger Kontrahent in den Viertelfinals in Frage? Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird es einer der folgenden drei Klubs sein:

Fribourg-Gottéron. Würden heute die Playoffs beginnen, wäre Fribourg-Gottéron der Zuger Gegner. Für die Romands glich die Qualifikation einer Achterbahnfahrt. Nachdem sie vorübergehend an der Tabellenspitze gestanden hatten, stürzten sie im Spätherbst in ein tiefes Loch (zehn Niederlagen in 13 Spielen). Im neuen Jahr haben sie sich wieder gefangen und bescherten dem EVZ die höchste Saisonpleite (0:6). Läuft der kanadische Spektakel-Goalie Barry Brust heiss, kann er die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung bringen. In den vier bisherigen Saisonbegegnungen zwischen Got­téron und Zug ist die Bilanz mit je zwei Siegen ausgeglichen.

Restprogramm: Biel (zu Hause), Lausanne (auswärts), Lausanne (zu Hause).

Davos. Spätestens seit dem letztjährigen Playoff-Halbfinal stehen die Spiele zwischen Davos und Zug für hart umkämpftes Tempo-Hockey. Die Bündner sind in der Lage, wahre Offensivfeuerwerke zu zünden. Zudem versteht es Trainerfuchs Arno Del Curto, junge Eigengewächse in der National League zu integrieren. Mit Davos ist einmal mehr zu rechnen. Im Qualifikations-Direktvergleich haben die Zuger mit vier Siegen in sechs Spielen aber die Nase vorn.

Restprogramm: Bern (auswärts), Lugano (zu Hause), Lugano (auswärts).

ZSC Lions. Die Zürcher sind gemeinsam mit Lausanne die grosse Enttäuschung in der bisherigen Saison. Abschreiben darf man sie aber nicht, dafür ist ihr Kader schlicht zu hochkarätig besetzt. Zudem ist ihr spielerisches Potenzial unbestritten. «Sie sind unter Wert geschlagen und weiterhin ein Favorit auf den Meistertitel», betont Kläy. Nach turbulenten Monaten mit grossem Verletzungspech und einem Trainerwechsel ging es unter Hans Kossmann zuletzt wieder aufwärts. Zu welchen Auftritten der ZSC an guten Tagen fähig ist, mussten die Zuger im Oktober beim 3:7 im Hallenstadion schmerzlich erfahren. Das war aber auch schon das einzige Erfolgserlebnis für die Stadtzürcher in den vier Duellen mit dem EVZ.

Restprogramm: Lugano (auswärts), Biel (auswärts), Biel (zu Hause).

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