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EISHOCKEY: So tickt David McIntyre

Zwei Tore am Dienstag, drei Tore am Donnerstag: David McIntyre ist nach drei Spielen der beste Skorer der NLA-Playoffs. Im September 2016 haben wir uns mit ihm über seine Ziele beim EV Zug unterhalten.
David McIntyre geniesst in der «Skylounge» im 18. Stock des Zuger «Uptown» die Aussicht auf die Berge und den Zugersee. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 18. August 2016))

David McIntyre geniesst in der «Skylounge» im 18. Stock des Zuger «Uptown» die Aussicht auf die Berge und den Zugersee. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 18. August 2016))

Jonas von Flüe

jonas.vonfluee@luzernerzeitung.ch

Es war im August 2014, als David McIntyre zum ersten Mal von Zug Notiz nahm. Mit dem finnischen Team SaiPa Lappeenranta spielte er in der Champions Hockey League gegen den EVZ. Der Stürmer traf beim 2:1-Auswärtssieg einmal und war der beste Spieler auf dem Eis. Die Zuger Verantwortlichen wurden auf McIntyre aufmerksam. Und McIntyre auf die Zentralschweiz.

Gemeinsam mit Ex-EVZ-Goalie Jussi Markkanen erkundigte er nämlich damals die Region. «I fell in love with Zug», erzählt McIntyre, er habe sich in Zug verliebt, «dann habe ich meine Frau angerufen und ihr gesagt, dass ich gerne mal hier Hockey spielen würde.» Und als Markkanen ihm noch von der Zuger Hockey-Organisation vorgeschwärmt hat, war für den Kanadier klar, dass Zug ganz oben auf seiner Prioritätenliste steht.

Schmerzendes Handgelenk

Zwei Jahre später wurde der Traum Realität. Seit Ende Juli weilt McIntyre in Zug, seine Frau Caley und die sechs Monate alte Tochter Aurora fliegen aber erst in diesen Tagen aus Kanada ein. «Es ist hart, solange von den beiden getrennt zu sein. Aber immerhin kann sich mein Handgelenk erholen», schmunzelt McIntyre. Vom Tragen des Babys hat sich sein linkes Handgelenk entzündet, was allerdings keinen Einfluss auf sein Hockeyspiel habe.

«Den beiden wird es hier sehr gefallen», ist er überzeugt. McIntyre hat für seine Familie in Baar bereits eine Wohnung gefunden, nach den ersten Wochen kenne er nun auch die schnellste Route zum Stadion und finde sich in der Stadt gut zurecht.

Kurzes NHL-Gastspiel

McIntyre ist im kanadischen Bundesstaat Ontario, rund eine Autostunde ausserhalb Torontos aufgewachsen. Für ihn gab es immer nur Hockey. Dementsprechend gross war die Freude, als er 2011 endlich in der NHL auflaufen konnte. Doch es sollte ein kurzes Abenteuer bleiben. Nur sieben Spiele absolvierte McIntyre für die Minnesota Wild. «Es war eine grossartige Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Aber ich habe schon erwartet, dass ich länger in der NHL spielen werde», blickt der Kanadier zurück.

Von seinen Fähigkeiten ist er dennoch überzeugt. Er habe das Zeug, um in der NHL zu spielen, sagt er, «aber es ging nicht auf. Ich war nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort.»

Ganz im Gegensatz zu heute. Über Finnland hat er den Weg nach Zug gefunden. In Lappeenranta, nahe der russischen Grenze, wo sich die Sonne im Winter nur selten zeigt, hat McIntyre die Freude am Hockey zurückgefunden, die er in den Jahren zuvor in der nordamerikanischen AHL verloren hatte. «Ich bin ehrlich: Vor meinem Wechsel habe ich nicht viel über das europäische Hockey gewusst, es wenig wahrgenommen», sagt McIntyre.

Bei SaiPa hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Letzte Saison war er zweitbester Skorer der SM-Liiga. Jussi Markkanen sagt über ihn: «Er war unser bester Spieler. Sein Abgang ist ein grosser Verlust.»

Vertrag bis 2018

Beim EVZ hat McIntyre einen Vertrag bis 2018 unterschrieben. Das Schweizer Eishockey sei weniger körperbetont als jenes in Nordamerika. «Aber das Spiel ist schneller. Das passt mir», meint der Kanadier, der als schneller Skater gilt. Er habe in jeder Liga dasselbe Ziel: «Ich will der beste Spieler sein.»

David McIntyre in der «Skylounge». (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 18. August 2016))

David McIntyre in der «Skylounge». (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 18. August 2016))

Johann Morant (links) und David McIntyre nach dem dritten Playoffspiel. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 9. März 2017))

Johann Morant (links) und David McIntyre nach dem dritten Playoffspiel. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 9. März 2017))

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