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EISHOCKEY: Stephan Hermkes: «Scheitern? Daran denke ich nicht»

Stephan Hermkes (21) will mit der EVZ Academy in die Playoffs der Swiss League. Der Verteidiger, der aus einer sportbegeisterten Familie stammt, hat aber noch andere Ziele.
Michael Wyss
Stephan Hermkes spielte in Nordamerika: «Ich bin ein selbstbewusster Mensch geworden.» (Bild: PD)

Stephan Hermkes spielte in Nordamerika: «Ich bin ein selbstbewusster Mensch geworden.» (Bild: PD)

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

«Ich arbeite jeden Tag hart, um meine Ziele zu erreichen. Mit der richtigen Einstellung kannst du im Leben viel erreichen», ist Stephan Hermkes überzeugt. «Ich will mittelfristig den Sprung in die National League schaffen und in der höchsten Liga meinen Lebensunterhalt verdienen», sagt der Nordwestschweizer selbstbewusst. Der Verteidiger der EVZ Academy spielt seit der laufenden Saison im Team von Trainer Stefan Hedlund und ist begeistert von seinem neuen Arbeitgeber: «Es gefällt mir sehr gut in dieser Mannschaft, und ich fühle mich wohl in Zug. Den EVZ erlebe ich als sehr familiär und professionell», sagt der 21-Jährige.

Aufgewachsen ist Hermkes, der Schweizer ist und deutsche Wurzeln hat, in Basel. Die Freude zum Eishockey entdeckte er schon im Alter von 4 Jahren. «Mein Vater hat mich früher immer ins Eisstadion Basel zum Hockeyspielen mitgenommen», schildert er. Hermkes, der eine kaufmännische Lehre in einer Speditionsfirma absolvierte, trat dem EHC Basel-Kleinhüningen bei, für den er später in der 1. Liga spielte. In der Saison 2012/13 spielte Hermkes unter anderem eine Saison im EV Zug (Novizen-­Elite und Junioren-Top).

Im Team mit heutigen NHL-Spielern

Sein bisher schönstes Erlebnis war die Teilnahme im 2009 in Quebec am PeeWee-Turnier, dem weltgrössten Nachwuchsturnier. «Ich spielte in der gleichen Mannschaft wie Kevin Fiala und Nikolaj Ehlers, die heute in der NHL spielen. Wir klassierten uns von 50 Teams im achten Rang – das war ein tolles Erlebnis.» Und weniger erfreulich war? «Das Ausscheiden im Schweizer Cup gegen Ambri-Piotta diese Saison mit der Academy. Die 2:3-Niederlage nach Verlängerung war bitter. Wir waren so nah an der Überraschung.»

Letzte Saison spielte Hermkes, der in der Stadt Zug in einer Wohngemeinschaft mit den beiden Academy-Kollegen Jérôme Lanz und Cèdric Lanz lebt, in der North American Hockey League (NAHL), einer Junioren-Liga in den USA. «Ich lebte für ein Jahr in Minnesota. Das war eine Lebensschule für mich. Ich bin ein selbstbewussterer Mensch geworden. Das Leben in den Staaten ohne Familie zu meistern, war nicht einfach.» Zu seinen Eltern, die in Basel leben, pflegt der 21-Jährige einen sehr guten ­Kontakt. «Sie besuchen, gerade wenn wir in Langenthal oder Olten gastieren, die Academy-Spiele.» Sport ist im Hause der Hermkes immer ein Thema. Der Vater Roger (58) war ein professio­neller Strassenradfahrer, und Schwester Alexandra (19) ist auf dem Weg zur Profi-Springreiterin. Hermkes Vertrag läuft bis Ende Saison. «Ich hoffe, dass mein Vertrag verlängert wird und ich weitere Erfahrungen in der Swiss League sammeln kann. Mittelfristig will ich natürlich in die National League.» Was, wenn der Traum der Profikar­riere platzen sollte? Gerade hat der EVZ ja die Verpflichtung zweier Verteidiger bekanntgegeben (Seite 43). «Scheitern? Daran denke ich nicht. Ich weiss einfach, dass ich nach meiner Zeit als Eishockeyspieler gerne etwas im Bereich der Ernährung und Gesundheit machen möchte.»

Er kennt seine Stärken und Schwächen

Auf dem Weg in die National League gibt es aber noch einige Hürden zu meistern, wie Hermkes bestätigte: «Ich muss mein Zweikampfverhalten verbessern, etwas ruhiger werden und die Scheibe besser abdecken.» Zu seinen Stärken zählt der im Sternzeichen Steinbock geborene Verteidiger seine Passgenauigkeit seine und Schussstärke. Hermkes ist ein Bewunderer von Mark Streit. «Er hat mit seinem Willen und harter Arbeit vieles erreicht. Er ist für mich ein ganz grosses Vorbild.»

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