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EISHOCKEY: Suri und der Rollenwechsel

EVZ-Stürmer Reto Suri (28) hat sich in der vergangenen Saison vom Vollstrecker zum Allrounder mit defensiver Ausrichtung entwickelt. Dafür musste er auch Kritik einstecken. Doch dem Erfolg ordnet er alles unter.
Sven Aregger
Gibt heute sein Comeback in der National League: EVZ-Stürmer Reto Suri. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Zug, 20. März 2017))

Gibt heute sein Comeback in der National League: EVZ-Stürmer Reto Suri. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Zug, 20. März 2017))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitungch

Das rechte Knie hielt am Mittwoch dem Belastungstest stand. Reto Suri konnte im Cup gegen Wiki-Münsingen (9:0) eine geglückte Rückkehr feiern. Er erzielte ein Tor, aber viel wichtiger: «Ich habe mich im Laufe der Partie immer wohler gefühlt. Ich bin bereit.» Sechs Wochen nach seinem Innenbandriss gibt Suri heute gegen Davos (19.45, Bossard-Arena) sein Comeback in der National League. «Ich freue mich extrem, dass es für mich nun auch in der Meisterschaft losgeht», sagt der Nationalstürmer.

Dabei war die erfolgreiche letzte EVZ-Saison für den 28-Jährigen persönlich nicht immer einfach. Er musste Kritik einstecken, weil er nicht mehr der Reto Suri war, den die Öffentlichkeit kannte. Er war nicht mehr der treff­sichere Flügel, der Tore am Laufmeter erzielt. Seine Produktivität nahm markant ab, von 19 Treffern in der vorangegangenen Saison auf sechs. «Die Kritik war nicht immer lustig», räumt Suri ein. «Es war eine neue Erfahrung für mich, aber ich habe das verarbeitet. Wichtig ist, dass ich mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen kann.»

Und das kann er. Suri ist ein selbstkritischer Mensch. Die Skorerwerte genügten auch seinen eigenen Ansprüchen nicht, insbesondere bei Vollbestand auf dem Eis. Aber er weiss auch, dass er inzwischen eine andere Rolle wahrnimmt im EV Zug, er mutierte vom offensiven Vollstrecker zum Allrounder mit Defensivqualitäten. Im Unterzahlspiel war er letzte Saison ein Schlüsselspieler und ein wichtiges Puzzleteil beim Zuger Vorstoss in den Playoff-­Final. Trainer Harold Kreis sagt: «Reto ist ein kompletter Spieler geworden. Er erfüllt seine Rolle mit Stolz und Leidenschaft.»

Ein Titel fehlt Suri noch

Über seine Entwicklung ist Suri selber am wenigsten erstaunt. «Ich habe mich nie als Künstler gesehen, sondern als harten Arbeiter», sagt er. Er fühlt sich wohl in seiner Rolle, auch wenn er dafür nicht den grossen Applaus erntet. «Jeder hat seine Aufgabe. Eine Mannschaft kann nur funktionieren, wenn alle ihren Job zu 100 Prozent erledigen. Der Erfolg des Teams steht letztlich über allem.» Und Suri ist bereit, den benötigten Beitrag zu leisten. Damit will er erreichen, was ihm in seiner Laufbahn (511 NL-Spiele, eine Olympia- und vier WM-Teilnahmen) noch fehlt: ein Titel. «Diesem Ziel ordne ich alles unter», sagt der WM-Silber-Gewinner von 2013, der es diesen Frühling an der Weltmeisterschaft in Paris mit der Schweiz bis in den Viertelfinal schaffte.

Parallelen zur letzten Saison stimmen ihn zuversichtlich

Suri spielt seine sechste Saison beim EV Zug. Mit dem Start in die Meisterschaft zeigt er sich zufrieden, auch wenn noch nicht alles optimal funktioniert. Er sieht Parallelen zur letzten Saison. «Auch damals hatten wir zu Beginn viele enge Spiele. Und niemand gab uns Kredit, bis wir gegen die grossen Teams gewonnen haben. Das stimmt mich optimistisch.» Suri betont, dass den EVZ nicht das Spektakel auszeichne, sondern harte, ehrliche Arbeit. «Jeden Abend müssen wir um die Punkte kämpfen.» Kampf, Fleiss, Wille: Für diese Tugenden steht auch Reto Suri.

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