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EISHOCKEY: Sven Senteler: «Wir haben Charakter bewiesen»

Die ZSC Lions sind dank des 5:4-Heimsieges wieder zurück im Rennen um den Playoff-Halbfinaleinzug. Trotzdem sieht EVZ-Stürmer Sven Senteler sein Team im heutigen Spiel (20.15, Bossard-Arena) im Vorteil.
René Barmettler
EVZ-Stürmer Sven Senteler hat seine Form gefunden. (Bild: Michela Locatelli/Freshfocus (Ambri, 5. März 2018))

EVZ-Stürmer Sven Senteler hat seine Form gefunden. (Bild: Michela Locatelli/Freshfocus (Ambri, 5. März 2018))

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Sven Senteler, Flügelstürmer des EV Zug, reagierte prompt auf die Frage, ob man bei der dienstäglichen 4:5-Niederlage den «schlafenden Riesen», die ZSC Lions, geweckt habe. «Ich glaube nicht. Die ZSC Lions sind zwar gut und talentiert. Aber es lag auch an uns, weil wir nicht von Beginn weg bereit waren.» Damit meint der 25-Jährige nicht etwa, die Zentralschweizer hätten den Start verschlafen, «sondern weil wir viele Fehler begingen oder vielleicht den einen oder anderen Schritt zu viel machten». Das nützte der Schweizer Meister von 2014 aus, auch weil er den herumfliegenden oder -liegenden Scheiben kon­sequent nachsetzte. Die Partie schien deshalb nach 40 Minuten beim Stand von 4:1 gelaufen zu sein.

Doch dann drehten die Zuger auf, glichen innert zwölf Minuten (44., 46., 56.) zum 4:4 aus. Und hätte Nolan Diem, der Center neben Senteler, sein «Buebetrickli» nicht so überhastet abgeschlossen, die Zentralschweizer wären wohl als Sieger vom Eis gegangen. Doch Fredrik Pettersson hatte etwas dagegen und entschied die Partie 100 Sekunden vor deren Ablauf, der Puck wurde noch von Zug-Verteidiger Dominik Schlumpf abgelenkt. Trotzdem sieht Senteler den psychologischen Vorteil auf Seiten der Zuger: «Wir haben den Zürchern im Schlussdrittel gezeigt, dass wir gefährlich sind. Wir haben Charakter bewiesen.»

Noch fehlt ein Tor des dritten Zuger Sturms

Trotzdem macht es den Anschein, als ob sich der «Riese» aus der Lethargie der Qualifi­kation befreit hat. Er spielt nun ­härter auf den Mann, macht die Checks fertig und lässt den Emotionen ungewohnt freien Lauf. Es ist Playoff, wenn Pettersson, dessen Sturmlinie vor dem Siegtor unsichtbar geblieben war, die Partie praktisch aus dem Nichts entschied. Oder Ronalds Kenins in dieser Serie bereits zwei Mal getroffen hat: In 40 Qualifikationsspielen traf der lettische Flügelstürmer bloss einmal, zuletzt am 15. September bei der 1:6-Niederlage in Lugano.

Der dritte Zuger Offensiv-Block konnte indes noch zu we­nige Akzente setzen. Gegen Ende der Qualifikation liefen Dominic Lammer/Nolan Diem/Sven Senteler immer heisser, erarbeiteten sich viele Chancen und trafen auch ins Tor. «Die Chemie zwischen uns stimmt», sagt Senteler. «In den zwei Playoffspielen hatten wir mit zwei Pfostenschüssen und der Topchance von Diem aber auch Pech.» Seine Ansage für das heutige dritte Spiel ist klar: «Nun braucht es auch Tore von uns.» Diese Entschlossenheit legte er, der aus der Organisation der ZSC Lions stammt und seit der Saison 2015/16 für Zug stürmt, nicht immer an den Tag. «Es lief nicht immer nur gut. Aber die Zusammenarbeit mit dem Mentaltrainer hat mitgeholfen, um wieder auf ­einen guten Weg zu geraten.» Und Senteler schätzt, dass er das Vertrauen von Trainer Harold Kreis auch dann spürt, wenn er mal eine Zeitlang «unten durch» muss. Dieses will er mit seinen Stürmerkollegen möglichst schnell zurückzahlen. Ihre Treffer sol­len mithelfen, den aufgewachten «Riesen ZSC» wieder in den Tiefschlaf zu versetzen.

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