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EISHOCKEY: Temporäre Beförderung für Diem

Der Höhenflug von Nolan Diem (21) nach seinem Debüt im Nationalteam hält an: Im EV Zug rückt der Center in die erste Linie vor.
Nicola Berger
Zugs Nolan Diem (links) versucht im Spiel vom letzten Samstag, sich Ambri-Piottas Keith Aucoin vom Leib zu halten. (Bild: EQ/Maria Schmid)

Zugs Nolan Diem (links) versucht im Spiel vom letzten Samstag, sich Ambri-Piottas Keith Aucoin vom Leib zu halten. (Bild: EQ/Maria Schmid)

Als der EV Zug am Samstagabend seine Leichtigkeit wiederfand, mit dem 6:0 über Ambri-Piotta, tauchte in der Skorerliste ein Name auf, den man dort selten liest: Nolan Diem (Bild) konnte sich zwei Assists gutschreiben lassen, es waren seine Skorerpunkte Nummer acht und neun in dieser Kampagne.

Diem erlebt in diesen Tagen die schönsten Stunden seiner noch immer sehr jungen Karriere – in Davos bestreitet er heute erst seinen 124. NLA-Einsatz; er steht im dritten Profijahr.

Die undankbare 4. Linie

Selbstverständlich ist die Hausse nicht, denn nicht immer lief es dem Mittelstürmer in dieser Saison nach Wunsch. Die Linie mit ihm, Captain Fabian Schnyder und Dominic Lammer, kämpfte zwar tapfer, kassierte aber zahlreiche Gegentore. Die Plus/Minus-­Bilanz von Diem las sich zwischenzeitlich unfreundlich: minus 10.

Überbewerten sollte man das nicht, denn bei Kräften der vierten Linie können Statistiken schnell einmal unvorteilhaft aussehen: In der Regel messen sie sich mit den besten Akteuren des Gegners – und gegen die Petterssons, Brunners und Wicks dieser Liga ist es unvermeidlich, bisweilen Gegentreffer einzufangen. Das kann undankbar sein für die Spieler, weil ihre Arbeit selten Anerkennung findet bei den Fans und auch in den Zeitungsspalten.

Anders verhält es sich bei den Eishockeylehrern; im Trainerbüro erfahren die Rollenspieler grosse Wertschätzung. Im Falle von Nolan Diem und Harold Kreis sieht diese so aus, dass Diem im Boxplay hinter Fabian Schnyder der am zweitmeisten eingesetzte Zuger Akteur ist. Kreis sagt: «Nolan hat sich sehr gut entwickelt.» Der Coach lobt den Schuss seines Schützlings – und auch die Bully­qualitäten. Mit einer Erfolgsquote von 54,5 Prozent gewinnt er EVZ-intern am meisten Anspiele, deutlich vor Josh Holden (52,1).

Schwungvoll in der Slowakei

Diems Fortschritte sind in der Branche nicht verborgen geblieben: Zu Monatsbeginn feierte Diem seine Premiere im Nationalteam, unter Glen Hanlon bestritt er zwei Partien im Rahmen des Slowakei-Cups. Er sagt: «Das Aufgebot war eine riesige Überraschung für mich. Harold Kreis hat mir nach dem Spiel in Kloten gesagt, es könne sein, dass ich einen Anruf erhalte. Aber ich habe ihm das nicht wirklich geglaubt. Diese Nomination war wie ein Geschenk für mich.» Den Schwung von den ersten Gehversuchen auf internationalem Parkett hat Diem seither konservieren können – und damit erwirkt, dass Kreis ihn am Samstag beförderte: Im ersten Block ersetzte er Nico Dünner als Center der Flügelstürmer Lino Martschini und Reto Suri; die Massnahme zinste prompt in zwei Assists. Kreis sagt: «Manchmal genügen kleine Wechsel, um eine grosse Wirkung zu erzielen.»

Vorfreude aufs Playoff ist riesig

Diem weiss, dass er nach Ablauf der Sperre gegen Josh Holden (fehlt noch drei Spiele) abermals in die vierte Linie zurückversetzt werden wird. Es stört ihn nicht. Er sagt: «Die anderen drei Center sind besser, als ich es bin, da gibt es nichts zu diskutieren.» Mittelfristig hofft er aufzurücken, in Linie 3 oder 2.

Noch ist das Zukunftsmusik. Der Fokus gilt der Partie gegen Davos – und dann dem Playoff. Diem sagt: «Die Vorfreude ist riesig. Für diese Spiele trainieren wir das ganze Jahr über so hart.»

Es würde ihn nicht stören, könnte man seinen Namen in diesem Frühjahr im Resultat-Bulletin etwas häufiger lesen.

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