Eishockey
«Übertrieben theatralisch»: EVZ-Stürmer Carl Klingberg wird für das Vortäuschen eines Fouls gebüsst

Der Schweizer Eishockeyverband hat Carl Klingberg nach einer unsportlichen Aktion zur Kasse gebeten.

Philipp Zurfluh
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Carl Klingberg wird für das Vortäuschen eines Fouls im Meisterschaftsspiel vom 30. Oktober zwischen Fribourg-Gottéron und dem EV Zug mit 2000 Franken gebüsst. Es geht um diese Szene:

Am 1. November hat das Officiating Management (OM) einen Antrag auf Durchführung eines Tarifverfahrens betreffend einer Verletzung von Regel 64 IIHF (Diving / Embellishment) an den Einzelrichter gestellt.

Das OM hält im Antrag fest: «Die Art und Weise, wie Klingberg in dieser Aktion seine Arme in die Höhe streckt und seine Schlittschuhe nach aussen gleiten lässt, ist nicht nur übertrieben und unnatürlich, sondern vielmehr ein offenkundiges Verhalten eine Strafe herauszuholen oder zu beschönigen.»

Einzelrichter: «...in hohem Masse verpönt»

Der Einzelrichter unterstützt nun den Antrag des OM: Das Foul am Beschuldigten rechtfertige keinesfalls Klingbergs Verhalten. Laut Einzelrichter nehme der Schwede den Kontakt wahr, verwerfe die Hände und lasse sich übertrieben theatralisch fallen. Aus Sicht des Einzelrichters erfülle das Verhalten den Tatbestand des «Embellishments» (englisch für «Ausschmückung»), nämlich eine übermässige und unnatürliche Reaktion auf die Aktion eines Gegenspielers – unabhängig davon, ob diese Aktion korrekt oder regelwidrig sei. «Solches Verhalten ist unsportlich und im Eishockey in hohem Masse verpönt», heisst es im Wortlaut des Einzelrichters.

Gegen diesen Entscheid kann der EV Zug innert fünf Tagen Einsprache erheben.

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