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EISHOCKEY: Wie lange bleibt Harold Kreis EVZ-Trainer?

Im Gegensatz zum letzten Jahr ist der Vertrag mit Harold Kreis noch nicht vorzeitig verlängert worden. EV-Zug-Sportchef Reto Kläy spricht klare Worte.
Klaus Zaugg
Harold Kreis (links) und Sportchef Reto Kläy (rechts) mit Dominik Volejnicek (ausgeliehen an Malmö). (Bild: Stefan Kaiser)

Harold Kreis (links) und Sportchef Reto Kläy (rechts) mit Dominik Volejnicek (ausgeliehen an Malmö). (Bild: Stefan Kaiser)

Klaus Zaugg

Vor einem Jahr hat Sportchef Reto Kläy (38) den Vertrag mit seinem Trainer vor dem Saisonstart vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2017 verlängert. Die Prolongation kam überraschend. Da und dort wurde nach den enttäuschenden Playoffs 2015 (im Viertelfinal an Davos gescheitert) gemurrt und sanft polemisiert. Dann aber hatten der Sportchef und der Trainer Ruhe. Die Diskussionen um den Chef waren mit diesem Vertrauensbeweis beendet. Allen war klar: Der Trainer bleibt, komme was wolle. Und Harold Kreis (57) ist geblieben. Auch nach dem zweiten Scheitern im Viertelfinal 2016.

Verlängern vor der Zeit, Geduld und langfristiges Denken liegen in der DNA des EV Zug. Auch deshalb ist es den Zugern gelungen, eines der besten Hockeyunternehmen im Land aufzubauen. Und so würde es nicht überraschen, wenn jetzt der Vertrag von Kreis wieder vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2018 verlängert würde. Zumal den Zugern mit vier Siegen in den ersten fünf Partien wieder ein formidabler Saisonstart gelungen ist. Aber nun will Reto Kläy nichts von einer vorzeitigen Vertragsverlängerung wissen. «Wir lassen uns Zeit.»

Der Schritt zum grossen Team

Die Playoff-Wunden sind noch nicht ganz verheilt. Zugs Sportchef, der sonst redet wie ein Politiker, spricht in diesem Zusammenhang erstaunlich klare Worte. «Wir wissen ja nicht genau, woran wir sind.» Was er damit meint: Die Mannschaft ist so gut, dass sie unter normalen Umständen in der Qualifikation nicht in eine Krise gerät. Um es polemisch zu formulieren: Die Zuger sind so gut, dass sie am Telefon in die Playoffs gecoacht werden können. «Ich kann ja nicht sagen, dass ich mir eine Krise wünsche», sagt Kläy. «Aber in einer schwierigen Situation wäre es einfacher, den Trainer zu beurteilen.»

Die Zuger wollen den Schritt vom guten zum grossen Team machen. Von einer Mannschaft, die nicht nur im Alltag der Qualifikation die Liga dominiert. Sondern auch playofftauglich ist. «In der Champions League haben wir uns verbessert. Aber wie konkurrenzfähig wir wirklich sind, werden wir erst nach den Playoffs wissen. Wenn wir erneut versagen, dann stehen wir alle in der Verantwortung. Aber ein Scheitern hat in diesem Falle auch etwas mit dem Trainer zu tun.»

Der Vergleich mit Angela Merkel

Unter Harold Kreis ist dieser Schritt zur Playoff-Tauglichkeit zweimal hintereinander nicht gelungen. Wäre der Vertrag nicht schon vor der Saison verlängert worden, hätte das schmähliche Scheitern im letzten Frühjahr gegen Lugano die Amtszeit von Harold Kreis wohl beendet.

Der Deutschkanadier passt ansonsten gut zur unaufgeregten Unternehmenskultur des EV Zug. Für seine Kunst, jegliche Polemik zu vermeiden und Schwierigkeiten auszusitzen, ist er auch schon mit Angela Merkel verglichen worden. Und wenn nur alle vier Jahre Playoffs wären – so wie Bundeskanzlerin Merkel sich nur alle vier Jahre zur Wiederwahl stellen muss –, dann könnte Harold Kreis wohl 20 Jahre Trainer in Zug bleiben. Er zeigt durchaus Verständnis, dass es vorerst keine vorzeitige Vertragsverlängerung gibt: «Die gäbe nach unseren Resultaten in den letzten Playoffs höchstens den Journalisten Stoff für Polemik.»

Im Idealfall wartet Sportchef Reto Kläy mit dem Trainerentscheid bis nach den Playoffs. «Ja, das wäre der Idealfall. Aber wir werden wohl vorher entscheiden müssen ...»

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