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EISHOCKEY: Wunden beim EVZ sind geheilt

Nach zweieinhalbwöchiger Wettkampf- pause trifft der EV Zug heute auf Ambri-Piotta – und beschäftigt sich mit diversen Personalien.
EVZ-Coach Harold Kreis (Mitte) hat heute gegen Ambri-Piotta wenig Personalsorgen. (Bild: Keystone/Patrick B. Kraemer)

EVZ-Coach Harold Kreis (Mitte) hat heute gegen Ambri-Piotta wenig Personalsorgen. (Bild: Keystone/Patrick B. Kraemer)

Nicola Berger

Am 27. Oktober ist der EV Zug in Bern mit einer 3:8-Niederlage aus dem Cup-Wettbewerb gerasselt. Zweieinhalb Wochen sind seither ins Land gezogen, und der EVZ hat die Zeit dazu genutzt, seine Wunden zu pflegen. Weniger, weil das vorzeitige Aus im von kaum einem Klub prioritär behandelten Cup so schmerzhaft gewesen wäre. Sondern mehr, weil diverse Akteure mit Blessuren zu kämpfen hatten – darunter der Torhüter Tobias Stephan, der Verteidiger Dominik Schlumpf und der Topskorer Pierre-Marc Bouchard.

Konditionelle Aufbauarbeit

Die Verletzungen sind inzwischen ausgeheilt, und im EVZ haben sie die Zeit während der Nationalmannschaftspause ganz generell auch dazu genutzt, wieder zu Kräften zu kommen: Unter dem Athletiktrainer Mike Slongo wurde im konditionellen Bereich Aufbauarbeit betrieben. Von dieser will der EVZ schon heute im Heimspiel gegen Ambri zehren – und beschäftigt sich daneben mit einem breiten Themenarsenal. Eine Übersicht.

Die Personalsituation

Mit Ausnahme der Verteidiger Simon Lüthi (rekonvaleszent) und Yannick Blaser (gesperrt) stehen Harold Kreis sämtliche Kräfte zur Verfügung. Der Coach tendiert dazu, gegen Ambri sieben Verteidiger und 13 Stürmer zu nominieren. Zum Gegner sagt Kreis: «Eine gefährliche Mannschaft. In der Mittelzone spielen sie seit dem Trainerwechsel kompakter. Wir müssen darauf gefasst sein und dürfen keine Konter zulassen.»

Tim Ramholt

Es gibt im EV Zug kaum offene Personalien. Auslaufende Verträge besitzen die Angreifer Josh Holden und Nicolas Thibaudeau, die Verteidiger Tim Ramholt, Johann Morant und Yannick Blaser sowie der Ersatztorhüter Noël Bader. Beim Gros dieser Akteure besteht kein akuter Handlungsbedarf: Für Blaser und Thibaudeau dürfte die Luft in Zug eng werden, und Holden muss bis zum Jahresende entscheiden, ob er seine Option auf einen Zweijahresvertrag als Nachwuchstrainer wahrnimmt. Die mit Abstand wichtigste Pendenz für den Sportchef Kläy ist darum Tim Ramholt. Der 31-jährige Zürcher ist Zugs bester Defensivverteidiger und so etwas wie der heimliche Abwehrchef. Der EVZ würde den 38-fachen Internationalen gerne halten, Ramholt würde gerne bleiben, aber so einfach die Konstellation auch klingt: Sie ist es nicht. Das Management kann Ramholt derzeit keinen neuen Vertrag unterbreiten, weil im Fall Rafael Diaz keine Klarheit herrscht. Der Verteidiger Hartfords verkörpert einen anderen Spielertyp als Ramholt, aber klar ist: Kommt Diaz, kann sich Zug Ramholt nicht mehr leisten. Kläy spielt darum gezwungenermassen auf Zeit, was Risiken birgt. Ramholt wies 2014/15 die beste Plus-Minus-Bilanz (plus 23) aller NLA-Verteidiger auf, er ist auf dem Markt ein gefragter Mann. Dem Vernehmen nach interessieren sich die ZSC Lions, Bern und vor allem Gottéron für seine Dienste. Die Frage ist, wie lange Ramholt warten kann. Oder will.

Sven Senteler

Der EVZ verpflichtete den 23-Jährigen Center einen Tag vor Meisterschaftsbeginn «bis auf Weiteres» von den ZSC Lions und reagierte damit auf den Ausfall von Emanuel Peter. Dieser ist inzwischen genesen, die übrigen Plätze in der Mittelachse werden von Immonen, Holden und Diem besetzt. Bedeutet das, dass Senteler (18 Spiele, 1 Tor/2 Assists) bald nach Zürich retourniert wird? Nicht unbedingt. Coach Kreis würde den Defensivstürmer gerne behalten, und im ZSC gibt es derzeit keinerlei Bedarf für eine Rückholaktion. Der EVZ-Sportchef Reto Kläy sagt: «Wir beurteilen die Situation von Tag zu Tag. Momentan zeichnet sich keine Veränderung ab.»

Die HCD-Leihgaben

Am 20. Oktober transferierte der EVZ zwei U-20-Nationalspieler leihweise zum unter Verletzungssorgen ächzenden HC Davos: Silvio Schmutz (19) und Marco Forrer (19). Die Jünglinge verdienten sich unter Coach Arno del Curto bisher gute Noten, Forrer konnte sich bereits zwei Skorerpunkte notieren lassen. Das weckt Begehrlichkeiten, im EVZ ist zu hören, dass der HCD die Talente gerne übernehmen würde. Gemäss Sportchef Kläy besteht zwischen den Klubs jedoch ein «Gentlemans Agreement», wonach Davos nicht hinter dem Rücken des EVZ Vertragsverhandlungen aufnimmt. Kläy, hofft, dass von Schmutz und Forrer in der kommenden Saison «mindestens einer, wenn nicht beide» zum EVZ-Profikader gehören.

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