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EISHOCKEY: Zug hat erstes Ziel fast erreicht

Der EV Zug gewinnt in Lausanne mit 4:3 nach Penaltyschiessen. Somit braucht er zwei Runden vor Schluss noch maximal einen Punkt, um nicht mehr vom zweiten Rang verdrängt zu werden.
Zugs Nolan Diem (links) kämpft mit Lausannes Benjamin Antonietti um die Scheibe. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus (Lausanne, 28. Februar 2018))

Zugs Nolan Diem (links) kämpft mit Lausannes Benjamin Antonietti um die Scheibe. (Bild: Pascal Muller/Freshfocus (Lausanne, 28. Februar 2018))

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Vor den restlichen drei Qualifikationsspielen gaben die EVZ-Verantwortlichen eine Order heraus: Möglichst schnell den zweiten Rang absichern. Damit wäre man für die Champions Hockey League qualifiziert und der Spielplan in der Vorbereitungsphase der nächsten Spielzeit praktisch vorgegeben. Schnellstmöglich ging gestern in Lausanne nicht, dazu hätte Zug einen Sieg nach 60 Minuten benötigt. 19 Sekunden fehlten dazu, ehe Joël Vermin mit sechs gegen fünf Feldspielern noch zum 3:3 ausgleichen konnte. Nachdem aber die EVZ-Stürmer Dominic Lammer, Viktor Stalberg und Garrett Roe im Penaltyschiessen reüssierten, benötigen die Zentralschweizer in den zwei verbleibenden Partien gegen Ambri-Piotta noch maximal einen Punkt.
Von den sechs Zuger Olympioniken kamen gestern fünf zum Einsatz, nur gerade Verteidiger Raphael Diaz wurde geschont und dürfte am Samstag gegen Ambri-Piotta wieder zum Einsatz gelangen. Die während Olympia Daheimgebliebenen durften in der ersten Woche der Meisterschaftspause erst einmal frei machen, ehe die letztmöglichen harten Trainingslektionen vor den Playoffs anstanden. Diese haben sie gut überstanden, denn die Zuger kamen gestern gut aus den Startblöcken. Verteidiger Tobias Geisser durfte in der 9. Minute etwas gar lange Mass nehmen: Der 19-jährige Engelberger schoss den Puck in den oberen rechten Winkel – sein bisher zweiter Treffer in der National League. Bloss 95 Sekunden später doppelte Sven Senteler zum 2:0 nach.

Bei Grossmann fühlt es sich gut an

Doch die Waadtländer steckten nicht auf. Als EVZ-Stürmer Garrett Roe den Puck unnötigerweise über die Plexiglasscheibe schoss, nutzte Lausannes Etienne Froidevaux die Strafe zum 1:2 aus. Der Tabellenzehnte fand daraufhin besser ins Spiel und erzielte nach 33 Sekunden im zweiten Spielabschnitt durch Nicklas Danielsson das 2:2.

Mit dem Schweiz-Kanadier John Fust (45) steht in dieser Saison der bereits dritte Trainer an der Bande der Westschweizer. Er löste vor den Olympischen Spielen den Interimstrainer Yves Sarault ab, der den Negativtrend als Nachfolger von Dan Ratushny ebenfalls nicht stoppen konnte. Aber auch für Fust läuft die Zeit bald wieder ab: Ville Peltonen wird in der neuen Saison Cheftrainer. Der 44-jährige Finne ist noch bis zum Saisonende als Assistenztrainer beim SC Bern tätig. Ihm eilt der Ruf voraus, eines der grössten Trainertalente Europas zu sein. Doch auch Fusts Einstand war schliesslich nicht von Erfolg gekrönt. Ein Sieg gegen Zug hätte Lausanne nichts mehr genützt. Es muss nun definitiv gegen den Abstieg spielen.

Die Zuger hingegen sahen ihren Sieg nach dem 3:2 in Griffnähe: Das erste Überzahlspiel führte zum 3:2-Führungstreffer (34.). Roe schloss ein Zuspiel von Robin Grossmann ab, der bei seinem Meisterschafts-Comeback somit bereits wieder einen Skorerpunkt sammeln konnte. Beim 8:2-Testspielsieg in Biel war der Verteidiger zwar bereits wieder mit von der Partie, doch die Ärzte mussten danach nochmals grünes Licht für den gestrigen Ernsteinsatz geben. «Ich habe nach meiner Schulterverletzung viel Kraft trainiert, gegen Lausanne fühlte es sich gut an», gab Grossmann Entwarnung. Auf ihn, der nächste Saison nach Lausanne wechselt, können die Zuger also in den Playoffs zählen. «Nun müssen wir noch diesen zweiten Rang definitiv sichern», sagte der Verteidiger. Das dürfte gegen die Leventiner eigentlich machbar sein.

Lausanne – Zug 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:0) n. P.

6002 Zuschauer. – SR Eichmann/Massy, Gnemmi/Rebetez. – Tore: 7. Geisser 0:1. 9. Senteler (Diem, Lammer) 0:2. 15. Froidevaux (Junland, Jeffrey/Ausschluss Roe) 1:2. 21. (20:33) Danielsson (Jeffrey, Zangger) 2:2. 34. Roe (Grossmann/Ausschluss Froidevaux) 2:3. 60. Vermin (Genazzi/ohne Torhüter) 3:3. – Penaltyschiessen: Martschini -, Danielsson 1:0; Lammer 1:1, Genazzi -; Stalberg 1:2, Vermin -; Roe 1:3, Junland -. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Lausanne, 2-mal 2 gegen Zug.

Lausanne: Huet; Junland, Borlat; Gernat, Genazzi; Fischer, Frick; Gobbi, Nodari; Danielsson, Jeffrey, Zangger; Ryser, Vermin, Herren; Antonietti, Froidevaux, Conz; Schelling, Miéville, In-Albon.

Zug: Stephan; Schlumpf, Alatalo; Helbling, Grossmann; Geisser, Leeger; Thiry; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Diem, Senteler; Schnyder, Kast, Zehner.

Bemerkungen: Zug ohne Morant (verletzt), Diaz (geschont) und Holden (überzähliger Ausländer). – Pfostenschuss Roe (61.).

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