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EISHOCKEY: Zug setzt erste Duftmarke

Los geht’s mit dem Z-Duell in den Playoffs: Nach zwölf Sekunden die erste Rangelei, nach sieben Minuten die Führung für den EV Zug. Der EVZ gewinnt das erste Viertelfinalspiel gegen die ZSC Lions mit 4:1.
Viktor Stalberg markiert mit einem sehenswerten Treffer die Führung für die Zuger. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 10. März 2018))

Viktor Stalberg markiert mit einem sehenswerten Treffer die Führung für die Zuger. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 10. März 2018))

Daniel Gerber und Sven Aregger

sport@luzernerzeitung.ch

Als die Spieler bereit standen fürs erste Bully, rollte plötzlich die Eismaschine heran. Die Zuger Fans hatten Papierschnipsel aufs Eis regnen lassen. Also musste die Fläche hinter dem Zürcher Tor nochmals gereinigt werden, sodass sich der Spielbeginn um sechs Minuten verzögerte. Die Verspätung war sozusagen das Kontrastprogramm für den Zuger Aufritt im ersten Drittel. «Wie die Wilden» wollten sie loslegen, hatte Verteidiger Santeri Alatalo vor der Partie angekündigt. Und wie sich herausstellte, waren es keine leeren Worte. Der EV Zug machte von Anfang an Dampf. Schliesslich sollten keine Zweifel aufkommen, wer in der ausverkauften Bosshard-­Arena das Sagen hat.

Energisch rissen die Innerschweizer das Viertelfinal-Auftaktspiel umgehend an sich. Nach zwölf Sekunden führte EVZ-Verteidiger Dominik Schlumpf das erste «Einzelgespräch» mit einem Gegenspieler. Insgesamt fünf weitere Rangeleien und Rudelbildungen folgten bis zum Ende des Startdrittels.

Drei doppelte Überzahl- Situationen nicht genutzt

Mit ihren Powerplay-Möglichkeiten gingen die Zuger ausgesprochen gegnerfreundlich um. Erst als die dritte doppelte Überzahl ungenutzt verstrichen war, schlug der Puck mit noch einem Mann mehr in den Maschen hinter Lukas Flüeler ein. EVZ-Captain Raphael Diaz versenkte die Scheibe aus der Distanz im linken hohen Eck zur 2:0-Führung; dem späteren Game-Winning-Goal.

Dies ebenso präzise wie Viktor Stalberg im Startabschnitt: Der Schwede war alleine von der Seite her vor das Tor gefahren, um die Scheibe Backhand ins Netz in das rechte hohe Eck zu heben.

Ab der siebten Minute in Führung gelegen, verleitete der auf 3:0 angewachsene Vorsprung dazu, zur Mitte des Schlussdrittels etwas nachzulassen. Prompt nutzten die Zürcher den gewonnenen Freiraum bis dato zu ungesehenen Kombinationen sowie einer Verkürzung des Rückstands. Später sollte EVZ-Stürmer Lino Martschini zusammenfassen: «Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen, doch am Schluss waren wir nicht mehr so gradlinig.»

Doch ausgerechnet als das Team von Trainer Hans Kossmann vier Minuten vor Ende in Überzahl eine gefährliche Schlussphase hätte einleiten können, raubte ZSC-Lions-Topskorer Fredrik Pettersson seinem Team die gute Gelegenheit mit einer Strafe. Eine sinnbildliche Aktion für den bisherigen Saisonverlauf seines Clubs.

Über den Zustand der ZSC Lions war vor den Playoffs rege diskutiert worden. Die Zürcher Medien zeichneten ein düsteres Bild und sparten nicht mit harscher Kritik. Die noch zu Saisonbeginn hoch gehandelten Stadtzürcher starteten mit wenig Kredit in den Viertelfinal – ohne dies nun widerlegen zu können.

Wenn der «Z» am Dienstag nicht reagieren kann, braucht Zug nicht lange zu zittern; sofern die Mannschaft an die Leistung vom Samstag anknüpft.

Zug - ZSC Lions 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koch/Wehrli, Castelli/Kaderli. - Tore: 7. Stalberg 1:0. 25. Diaz (Suri/Ausschluss Shore) 2:0. 38. Klingberg (Morant, Suri) 3:0. 51. Kenins 3:1. 60. (59:29) Roe (Stalberg) 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Stalberg; Pettersson.

Zug: Stephan; Schlumpf, Grossmann; Diaz, Morant; Helbling, Alatalo; Geisser, Leeger; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Guerra, Berni; Seger; Chris Baltisberger, Shore, Schäppi; Kenins, Pelletier, Wick; Pettersson, Suter, Herzog; Künzle, Prassl, Bachofner; Pestoni.

Bemerkungen: Zug ohne Holden (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren und Marti (alle verletzt) sowie Korpikoski und Vey (überzählige Ausländer). - Zusätzliche Eisreinigung vor Spielbeginn (Gegenstände auf dem Eis sowie eingeklemmte Wegwerf-Fähnchen an der Bande). - 47. Pfostenschuss Diem. - 58:45 Timeout ZSC Lions, anschliessend bis 59:29 ohne Torhüter. (sda)

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