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EISHOCKEY: Zug stürzt den Leader

Der EVZ gewinnt in Fribourg mit 3:0 und übernimmt die Tabellenführung. Heute (Samstag) gastiert der Meister in Zug.
René Barmettler, Fribourg
Mit zwei Toren der Mann des Abends: EVZ-Stürmer Viktor Stalberg (Mitte). (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Fribourg, 29. September 2017))

Mit zwei Toren der Mann des Abends: EVZ-Stürmer Viktor Stalberg (Mitte). (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Fribourg, 29. September 2017))

René Barmettler, Fribourg

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Und plötzlich verstummten Freiburgs Anhänger. Erstmals in der 48. Minute schaffte es der Zuger Anhang, sich Gehör zu verschaffen. Und das war passiert: Es brannte lichterloh vor dem Zuger Tor, Fribourg spielte das fünfte Mal in Überzahl. Obwohl die Beine nach über einer Minute Einsatz übersäuert waren, grub Zug-Stürmer Viktor Stalberg die Scheibe in der eigenen Zone aus. Er schlug sie nicht aus der Zone, um sich dann auswechseln zu lassen. Nein, er lief los, liess zwei Freiburger stehen und bezwang auch noch Goalie Brust zum 2:0. In der letzten Minute traf er dann auch noch ins leere Tor zum Schlussresultat von 3:0. Fribourg-Gottéron war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Leader. Die Zentralschweizer übernahmen diese Position nach einem Spiel, in dem sie jederzeit Coolness bewahrten. «Fribourg hat eine aggressive und kompakte Spielweise, da mussten wir in der Defensive kompakt stehen und die Scheibe einfach schneller spielen», sagte Trainer Harold Kreis. Das haben die Zuger getan und feierten auch deshalb den sechsten Sieg in Serie und den neunten gegen Gottéron nacheinander.

Mark French, der Drachenflüsterer

Überhaupt sind Parallelen zwischen den Zugern und den Freiburgern im Defensivverhalten vorhanden: Vor der gestrigen Partie hatten beide Teams in Unterzahl nach sieben Spielen jeweils erst ein Gegentor erhalten. Das hat auch damit zu tun, dass Gotté­ron-Trainer Mark French nordamerikanisch geprägt spielen lässt: einfach, kampfstark und solidarisch. Ein Gegentor in über 63 Minuten Unterzahl, oder wie es die «Freiburger Nachrichten» ausdrückten: «Vom Sorgenkind zur grossen Stärke». Auch die einheimischen Fans rieben sich nach den zuletzt sportlich grauenhaften Jahren die Augen und nennen den neuen Coach bereits «Drachenflüsterer». Das Wappen des Klubs ziert ein solches Fabelwesen, zumindest aber wurde das Feuer in den zuletzt verunsicherten Spielern neu entfacht.

Auf Zuger Seite gab vor der Partie der Rücken von Stürmer Reto Suri zu reden. Sein Einsatz gestern war fraglich, doch dann die Entwarnung. Er konnte spielen und traf nach knapp fünf Minuten zur Führung für die Zentralschweizer. Fribourg spielte in Überzahl, David McIntyre fing den Puck ab, lancierte den Gegenstoss, bediente Suri, der mühelos zwei Sekunden nach Ablauf der Strafe zum 1:0 abschliessen konnte. Überhaupt behielten die Zuger im ersten Spielabschnitt gegen das anstürmende Heimteam die Ruhe und blockten viele Schüsse. Die 15 Abschlüsse, die auf das Tor geflogen kamen, waren eine sichere Beute von Goalie Tobias Stephan. Im zweiten Spielabschnitt konnte sich Fribourg bei seinem Torhüter Barry Brust bedanken: Fünf (!) Mal tauchte ein Zuger allein vor dem Kanadier auf, aber er konnte zunächst ein Gegentor bei Zuger Unterzahl verhindern. Zu ungestüm stürmten die Romands nach vorne und liessen nach Fehlern in der gegnerischen Zone gefährliche Gegenstösse zu. So kam es im letzten Spielabschnitt zum grossen Auftritt des Schweden Stalberg.

Bereits heute steht der nächste Spitzenkampf an. Der EVZ empfängt den SC Bern in der Bossard-Arena (19.45). Es ist dies die erste Begegnung, seit der SCB im Frühjahr an dieser Stätte den Meisterkübel entgegennehmen durfte. Vergleicht man den Formstand beider Teams, sind die Siegeschancen der Zentralschweizer intakt. Bern schlug gestern Davos mit 3:2. «Das wird wiederum ein hart umkämpftes Spiel», sagte Kreis, «das wird ein guter Hockey-Abend.»

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