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EISHOCKEY: Zug wird wieder zur Festung

Der EVZ bleibt daheim im neuen Jahr ungeschlagen. Gegen Genève-Servette gewinnt er den 13. Direktvergleich in Folge. Viel Dampf macht die dritte Zuger Sturmlinie.
Sven Aregger
Dominic Lammer (Zweiter von links, Nr. 10) erzielte das 1:0. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 27. Januar 2018))

Dominic Lammer (Zweiter von links, Nr. 10) erzielte das 1:0. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 27. Januar 2018))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Das Interesse an Eishockey ist gross in Zug. Durchschnittlich knapp 7000 Fans besuchen in dieser Saison die Heimspiele des EVZ, nur der SC Bern und die ZSC Lions haben einen höheren Publikumsschnitt. Auch gegen Genève-Servette war die Bossard-Arena mit 6810 Zuschauern gut besucht. Und die Zuger Anhänger mussten ihr Kommen nicht bereuen. Sie feierten mit ihrem Team einen souveränen 3:0-Erfolg und den achten Heimsieg in Serie. Im neuen Jahr bleibt der EVZ daheim noch ungeschlagen. Das ist insofern verwunderlich, da die Bilanz im eigenen Stadion bis im Dezember nicht sehr vorteilhaft aussah.

Bemerkenswert ist auch die Serie gegen Servette: Zug gewann die letzten 13 Direktvergleiche in der Meisterschaft (inklusive Playoffs). «Im Moment ist Genf unser Lieblingsgegner», sagte Verteidiger Santeri Alatalo nach dem Spiel mit einem Schmunzeln.

Tobias Stephan feiert fünften Shut-out

Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt: Nach 25 Minuten führten die Zuger durch Tore von Dominic Lammer, Dominik Schlumpf und Viktor Stalberg komfortabel mit 3:0. Danach kontrollierten sie das Geschehen, ohne in grössere Nöte zu geraten. Selbst 54 Sekunden in doppelter Unterzahl überstanden sie schadlos. Und wenn es brenzlig wurde vor dem Zuger Tor, war Tobias Stephan zur Stelle. Der EVZ-Goalie parierte 31 Schüsse und feierte seinen fünften Shut-out in dieser Saison. Auffällig agierte die dritte Sturmlinie – nicht nur wegen Lammers Treffers. Die neu zusammengesetzte Formation um Center Nolan Diem brachte wie schon in den letzten Spielen viel Energie aufs Eis. «Wir hätten noch ein oder zwei Tore nachlegen können. Aber wir harmonieren gut und haben Ideen in der Offensive», sagte Flügel Sven Senteler. Diese Entwicklung wird Trainer Harold Kreis im Hinblick auf die Playoffs nur recht sein. Der EVZ benötigt auch offensives Feuer abseits der zwei nominell stärksten Linien.

Servette hingegen verpasste wichtige Punkte im Strichkampf. Hinzu kommen die grossen finanziellen Probleme. Monatelang haben die Romands die Stadionmiete nicht bezahlt und Rechnungen von Ausrüstern nicht beglichen. Auf bis zu 8 Millionen Franken soll der Schuldenberg angewachsen sein. Der unpopuläre Kanadier Hugh Quennec zog am Freitag die Konsequenzen. Er trat als Präsident zurück und verkaufte seine Aktien an eine Stiftung, die bereits den FC Servette aus der Misere geführt hatte. Neuer Präsident ist der Genfer Anwalt François Bellanger. Unlängst hat Quennec gemeinsam mit anderen Verwaltungsräten noch 1,2 Millionen Franken aus dem eigenen Portemonnaie eingeschossen, um den dringendsten Verbindlichkeiten nachzukommen. Doch die Situation bleibt angespannt. In den nächsten Wochen soll über das weitere Vorgehen informiert werden.

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