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EISHOCKEY: Zuger Aufbäumen nicht belohnt

Der EV Zug macht in Zürich einen 1:4-Rückstand wett und ist am Drücker. Kurz vor Ende gelingt den ZSC Lions aber doch noch der Siegtreffer. Damit ist die Serie ausgeglichen. EVZ-Stürmer Reto Suri zeigt sich unzufrieden mit den Special Teams.
Sven Aregger und Daniel Gerber, Zürich
Die Zürcher (in Blau) bejubeln vor dem Zuger Tor den 4:1-Treffer. (Bild: Melanie Duchène/Keystone (Zürich, 13. März 2018))

Die Zürcher (in Blau) bejubeln vor dem Zuger Tor den 4:1-Treffer. (Bild: Melanie Duchène/Keystone (Zürich, 13. März 2018))

Sven Aregger und Daniel Gerber, Zürich

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Die ZSC Lions mussten in der laufenden Saison schon reichlich Hohn und Spott ertragen. Sie hatten sich das selber zuzuschreiben, weil sie mit dürftigen Leistungen weit unter den Erwartungen geblieben waren. Und nach dem verlorenen ersten Viertelfinalspiel am Samstag in Zug sahen sich die Pessimisten bestätigt in der Meinung, dass für den ZSC der Ausgabe 2017/18 nichts zu holen ist. Doch die Fans haben die Hoffnung nicht aufgegeben. Sie begrüssten am Dienstagabend ihre Mannschaft mit einem grossen Spruchband. «Durezieh bis zum grosse Triumph», hiess es darauf. Und die ZSC Lions wollten den Nachweis erbringen, dass die Aktion der Fans nichts mit Zweckoptimismus zu tun hatte. Nach dem Spiel liess sich feststellen: Der ZSC lebt – auch wenn er zuletzt zittern musste. Denn innerhalb von zwölf Minuten glichen die Zuger den 1:4-Rückstand im Schlussdrittel aus.

Auf eigenem Eis traten die Zürcher zunächst wesentlich sicherer, hungriger und bissiger auf als zum Auftakt in der Zentralschweiz. Die Lions rissen das Spiel an sich, erarbeiteten sich Raum, Chancen und auch die Publikumsgunst: In die zweite Drittelspause wurden die Lions mit Standing Ovations in die Garderobe verabschiedet. Offenbar verleitete dies die Zürcher zum Ausruhen auf den berühmten Lorbeeren: Denn im dritten Abschnitt reagierte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis mit einem entschlossenen Kraftakt und stand nach dem Ausgleich nahe am Führungstreffer. Doch 100 Sekunden vor Schluss gelang den ZSC Lions durch Fredrik Pettersson das spielentscheidende Tor. «Wir haben Charakter gezeigt, aber unsere Reaktion kam zu spät», sagte EVZ-Stürmer Reto Suri. «Für die ersten 40 Minuten müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen.»

Lions mit Köpfchen

In den beiden ersten Dritteln machten die Zürcher den Unterschied im Powerplay: Sowohl das 2:1 wie auch das 3:1 erfolgte mit einem Mann mehr auf dem Eis. Der dritte Treffer fiel auf kuriose Art und Weise: Ein durch die Luft wirbelnder Puck wurde von ZSC-Captain Patrick Geering mit dem Kopf ins Tor befördert. Das Zuger Spiel im Powerplay war hingegen wie schon am Samstag mangelhaft. Der EVZ konnte im Mittelabschnitt während 98 Sekunden in doppelter Überzahl antreten – daraus resultierten jedoch bloss zwei magere Abschlussversuche, welche die ZSC Lions kaum beunruhigten. «Unsere Special Teams waren nicht special. So wird es schwierig, zu gewinnen», monierte Suri.

Die Ausflüge ins Hallenstadion waren in den vergangenen Jahren selten ein Vergnügen für den EV Zug. Die Zentralschweizer verloren zehn der letzten elf Direktvergleiche in Zürich. Der EVZ tut deshalb gut daran, in dieser Serie den Heimvorteil nicht aus der Hand zu geben. Am Donnerstag kann er zu Hause wieder vorlegen.

ZSC Lions - Zug 5:4 (2:1, 2:0, 1:3)

9715 Zuschauer. - SR Eichmann/Tscherrig, Abegglen/Fluri. - Tore: 5. Herzog (Chris Baltisberger, Schäppi) 1:0. 6. McIntyre (Klingberg, Morant) 1:1. 18. Kenins (Klein, Wick/Ausschluss Suri) 2:1. 22. Geering (Ausschluss Martschini) 3:1. 31. Herzog (Chris Baltisberger) 4:1. 44. Martschini (Schlumpf) 4:2. 46. Roe (Martschini) 4:3. 56. McIntyre (Suri) 4:4. 59. Pettersson (Vey) 5:4. - Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Kenins; Stalberg.

ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Miranda, Seger; Guerra, Berni; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Pettersson, Vey, Korpikoski; Kenins, Suter, Wick; Hinterkircher, Prassl, Bachofner.

Zug: Stephan; Schlumpf, Grossmann; Diaz, Morant; Helbling, Alatalo; Geisser, Leeger; Martschini, Roe, Stalberg; Klingberg, McIntyre, Suri; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren und Marti (alle verletzt), Pelletier und Shore (überzählige Ausländer) sowie Karrer, Künzle und Pestoni (alle überzählig), Zug ohne Holden (überzähliger Ausländer). - Timeouts: 46. ZSC Lions, 58:20 Zug, von 58:43 bis 59:10 sowie ab 59:28 ohne Goalie.

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